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9. Arbeiten von A. Goppold zu dem Thema


Die Basis dieses Projekts bilden 20 Jahre praktische Erfahrung im Umgang mit Informationstechnologien. Der tägliche Umgang, vor allem mit den Tücken des Objekts, bringt naturgemäß eine etwas andere Sichtweise als eine mehr akademische theorie-orientierte Ansatz. Da dieses Projekt wesentlich an den Erfordernissen der sozialen Basis und sozialen Nutzung der IuK orientiert ist, sehe ich diese Gewichtung als durchaus vorteilhaft. Weiterhin kann ich darauf verweisen, daß ich in der Implementation von "Hyper"-text-Technologie Pionierarbeit geleistet habe, indem ich ab 1985 das (vermutlich) erste komplett Hypertext-basierte Software-Entwicklungssystem geschreiben habe[41]: Das Leibniz System, auch LPL genannt, und mit 100.000 Zeilen Code, 10.000 Routinen, und 6 MB Source vermutlich das größte self-contained Software-System, das je von einem Menschen in Einzelarbeit erstellt worden ist ->: diskur10.htm#VITA_DOC.

9.1. Thesenpapiere und Materialien von A. Goppold

Soweit nicht auf dem WWW-Server vorhanden, vom Autor auf Anfrage erhältlich.

10.1.1. Globalzivilisation, Globalchaos, oder Globalherrschaft:
kulturmorphologische Aspekte

->:diskur11.htm#GLOBAL_DOC

10.1.2. Arbeits- und Forschungsprofil A. Goppold

->:diskur10.htm#VITA_DOC

10.1.3. Bibliographie A. Goppold

->:diskur10.htm#BIBLIO_DOC

10.1.4. The Symbolator Project:
Multimedia Systems for Envisioning Dynamic Mental Images

->:symbol.htm

10.1.4.1. Hypermedia, Interactivity, and Thinking

->:symbol07.htm#HYPERMEDIA_INTERACT
Seite: 71
Breaking the chains of linear processing models:
Spatial molecular computing and Hyper- / Multimedia Technology

10.1.5. Spatial paradigms, biomolecular computing, breaking the chains of serial processing models: New frontiers for Hyper- / Multimedia Technology

->:vis-intf.htm

10.1.6. Ergonomy and Time Factors in the Design of Interfaces for professional Hypermedia Use

->:hum_intf.htm

9.2. Anmerkungen zu: Viviane Forrester: Terror der Ökonomie

@:TERROR_OEKO
Forrester, Viviane: Terror der Ökonomie
von: A. Goppold
Ich halte dieses Buch für ein zeitgerechtes, und zeitgemäßes, ein Buch, für das es höchste Zeit ist. Es ist die Formulierung des Aufschreis der Elenden aller Zeiten, der "damnés de la terre", wie Franz Fanon es einmal ausdrückte. Als fühlender Mensch möchte ich voll der Autorin beipflichten.
Als denkender Mensch, und als Wissenschaftler, habe ich meine Kritikpunkte, die sich aber weniger auf das Kernthema und seine Notwendigkeit beziehen, sondern auf das WIE, die Ausführung des Buchs, und seine Hintergründe.

10.2.1. Das WAS

Die Entrüstung der Autorin über die Ungeheuerlichkeit der dargestellten Vorgänge hat den Nerv der Zeit getroffen. Die Verkaufszahlen des Buches belegen dies. Sie äußert mit ihrem Werk die Stimme des "kleinen Mannes" der von den Entwicklungen überrollt wird. Der tiefsitzende Horror (nicht der Terror, wie der deutsche Titel in Fehlübersetzung meint) vor dem Unbegreiflichen, das da passiert. Die Entwertung aller bisherigen Werte des zivilisatorischen Lebens, das eben auf dem Recht und die Pflicht zur Arbeit, als erste Bürgerspflicht, begründet war.

10.2.2. Das WIE

Als Nachteil erscheint, daß das Werk generell ohne erkennbare Strukturierung verfaßt ist. Auch ein Inhaltsverzeichnis sucht man vergebens. Warum sie sich die Mühe macht, Kapitelnumerierungen einzuführen, ist dabei völlig uneinsichtig, und erscheint redundant. Es gibt keine unterscheidbaren Kapitel, die sie da numeriert.

10.2.3. Die Hintergründe.

Es ist bedauerlich, daß Forrester keinen guten technischen und kulturtheoretischen Ghostwriter hatte. Bei Lewis Mumford: "The myth of the machine", finden wir eine wesentlich bessere Analyse der Dynamik der Entwicklung schon vor 30 Jahren. Ebenso Mühlmann, der die wesentliche Quintesszenz formuliert: Kultur ist ein wildes Tier.[42] (Mühlmann (1996): p. 7, 146), (s.a. Forrester, p. 198).
Forrester hat offenbar nicht die Werke von Spencer (sowie Leslie White, Robert Carneiro) und Neirynck gelesen, das von Mühlmann erschien zu spät für ihr Buch. Interpretieren wir Kultur als ein autokatalytisches, gegenüber dem Willen und den Intentionen der einzelnen Menschen relativ autonomes Phänomen, erklärt sich die heutige Situation leichter: Der Autokatalyseprozess der Kultur ist in eine neue Stufe getreten, dies passiert in regelmäßigen Abständen, wenn neue Technologien die Wirtschaftsbedingungen stark verändern. Das war analog so zur Zeit der Industrierevolution, deren soziale Katastrophen ja genügend dokumentiert sind[43], und das geschah in ähnlicher Weise in der Bronzezeit (Zangger (1994)). Die Aristokratiestrukturen der Menschheit sind Kultur-entitäten, die in der Kupfer- und Bronzezeit vor ca. 5000 bis 4000 Jahren entstanden sind, und ihre Kontinuität bis in 20. Jh. bewahrt haben.
->: diskur11.htm#ZIVIL_DYNAMIK
Betrachten wir also die heutige Situation sub specie eternitatis, im Überblick über die Entwicklungen der conditio humana der letzten 10.000 Jahre. (p. 194-195): Massen-Elend ist seit der Bildung der Großreiche vor 5000 Jahren eine beständige Begleiterscheinung des allgemeinen Phänomens der Vermassung des Menschen gewesen. (Faktoren: Krankheit, Hygiene-Mangel, Dauer-Streß wegen Vermassung, Dauer-Fehlernährung, Herrschaftswillkür des Adels und seiner Büttel). Daß wir in den letzten 100 Jahren eine etwas fettere Zeit in den westlichen Industrieländern hatten, ist eher eine Ausnahmesituation. Dafür mußten die Kolonien (später Zulieferländer) für unseren Wohlstand zahlen (p. 199). Man lese auch die vielen Berichte aus der jüngeren Neuzeit, über die Massenheere der Armen und Elenden, der Bettler und Tagelöhner, die über das ganze Land verstreut waren, nicht so stark wie heute in den Städten geballt (z.B. Ariès, Mandell). Die für unsere heutigen Vorstellungen entsetzlichen Lebensbedingungen mittelalterlicher und früh-neuzeitlicher Menschen in den Pferchen ihrer ganz normalen Wohnstätten würden heute jeden Tierschützer als Horrorfall nicht artgerechter Massentierhaltung auf den Plan rufen. Ebenso gab es früher die Institution der Sklaverei. Ob und wie vergleichbar elend die Verfassung der Sklaven im alten Rom und der heutigen Arbeitslosen und Vorstadtbewohner heute ist, läßt sich so ohne weiteres nicht sagen. In der alten Welt war ihre seelische Situation anders: es war den Sklaven völlig klar, daß sie keinerlei Aussicht hatten, ihr Los zu verbessern, während heute die seelische Komponente, die Schmach des Versagers, der im Rennen aller gegen alle im Konkurrenzdruck unterlegen ist, ein selbst-zugefügtes Depressivum ist (mit allen psychopathologischen Folgen) das die damaligen Sklaven nicht zu tragen brauchten. (p. 11: das Recht auf das schmählichste aller Gefühle: Die Scham. ... als gescheiterter Meister seines eigenen Schicksals...).
Es ist wichtig, den Ursprung aller (Macht-) Politik und da wo Wirtschaft zur Politik wird, im Tribalismus zu erkennen. Wirtschaft als (Macht-) Politik findet man im Monopolismus und Kartellismus der Industrierevolution, und heute in der Globalisierung. Diese Herrschaftsformen sind eine Fortsetzung des Tribalismus mit anderen Mitteln: das Paktieren und Koalitionieren von Cliquen und Klüngeln zur einvernehmlichen Ausbeutung von externer Gruppen, bzw. den als "fremd" angesehenen Teilen des kommunalen Gemeinwesens[44] zum größeren Nutzen der eigenen Familie und Clique[45]. Im früheren Zeitalter der Erb-Aristokratien beruhte dieses Machtverhältnis auf weit zurückliegenden (oder mythisch retro-projizierten) Eroberungen von Völkern von "Untermenschen" durch eine Kriegerkaste, die ihre Herrschaft erblich verewigte. Bestes Beispiel dazu ist die Kastengesellschaft des Hinduismus, die (zumindest der Mythe nach) auf eine 3000-4000 Jahre zurückliegende Eroberung Indiens durch ein arisches Volk zurückgeht. In der Aristokratie war die Zahl und Varianz der Pakte und Koalitionen begrenzt, und die Übermacht der Herrscherklasse bewirkte als positive Folge eine gewisse Solidarisierung und Kohärenz (soziales Gemeinnutz-Denken) der Beherrschten. Als die festgefügten aristokratischen Hierarchien zusammenbrachen, war die Folge ein ca. 100 Jahre währender kalter und manchmal auch heißer Bürgerkrieg um die Macht[46], der heute wohl entschieden ist.
Was in Forresters Darstellung nicht zum Vorschein kommt, ist die notwendige (naturgesetzhafte?) Dynamik der Entwicklung. Vor dem Szenario der 5000 Jahre Zivilisationsgeschichte, ist die heutige Episode ein Abschluß eines Jahrtausende währenden Kampfes der Händlerklassen (Herrschaft des Geldes) gegen die auf die Herrschaft der Gewalt begründeten Aristokratien. Diese hatten bis 1918 noch die Geschicke der Gesellschaften gelenkt, und erst nach dem 1. Weltkrieg konnten die Handelsklassen ihnen die Macht abnehmen. (p. 64: die privatwirtschaftlichen Führungsklassen): diese waren eben vor dem 1. WK vorwiegend land-adelig, danach mehr finanz-adelig). Es fand ein gewisser Umschwung der Herrschaft statt, auch wenn viele Adelige in die Strukturen der neuen Herrschaft Eingang gefunden haben. Das nützt allerdings den Elenden wenig.
@:DATENFLUT
Eine wesentlicher, und bis heute zu wenig untersuchter Faktor in der heutigen Situation, ist der symboltechnische Zusammenbruch. Es ist deutlich, daß mit der "Informations"-Revolution ein symboltechnischer Overkill stattgefunden hat, der den politischen Kontrollinstanzen jede Möglichkeit genommen hat, korrigierend Einfluß auf die Geschehnisse zu nehmen, im Gegensatz zur früheren Epoche (siehe Neil Postmans Arbeiten zur amerikanischen Demokratie). Die Datenüberflutung hat die Situation soweit umgekehrt, daß es unmöglich geworden ist, rechtzeitig und unter Ensatz menschlicher Mittel, die handlungsrelevanten Informationen zu erhalten. Dies gilt besonders für die Kontrolle der Politik durch die "informierte" Öffentlichkeit. Es ist heute nicht mehr möglich, sich durch Studium von Zeitungen zu "informieren", und so liegt die Allmacht bei den Führungsstäben, die die politischen Direktiven ausarbeiten. Sie können nicht mehr kontrolliert werden. Die globalisierte Wirtschaft hat obendrein der Politik die Zügel aus der Hand genommen, da sie über die besseren Kommandostrukturen und Kommunikationskanäle verfügt. Auch dies können wir analog in den früheren Technologierevolutionen finden, zur Kupfer- und Bronzezeit war es eben der Krieger-Adel, der damals das Kommando übernahm, und im wesentlichen für 5000 Jahre behalten hat.
Es sieht so aus, als wäre ein westlich- neuzeitlicher Traum von einem besseren Leben für alle, oder für die meisten, gescheitert. Wir sind wieder auf dem Boden der brutalen Realitäten, die die conditio humana schon seit 5000 Jahren bestimmt haben. Auch geplatzt ist der Traum von der Demokratie, daß den herrschenden Klassen die Macht auf Dauer aus den Händen genommen werden konnte. Nach 5000 Jahren Aristokratenherrschaft der nackten militärischen Gewalt hat sich eine andere Aristokratie des Geldes, der Technologie, und der Information etabliert. Diese hat die Kommunikationsinstrumente okkupiert und hat wie im alten Rom, eine pure Plebiszit-Herrschaft inszeniert. Wie es am wahrscheinlichsten weitergeht, hat William Gibson in seinen Neuromancer Romanen visionär beschrieben. Es ist alles schon einmal dagewesen. Das Internet ist vielleicht die einzige technologische Alternative für eine neue Demokratieform, wenn es denn gelingen sollte, diese Form rechtzeitig dafür zu nutzen[47]. Das jetzige Projekt ist in diesem Sinne und zu diesem Ziel gedacht. Lasset uns ein Apfelbäumchen pflanzen (würde Martin Luther, zusammen mit Hoimar v. Ditfurth, sagen).

9.3. Bibliographie A. Goppold

@:BIBLIO_DOC
AI-LRN77.DOC
Goppold, A.: Artificial Intelligence and Learning, Diplom-Arbeit, Institut für Informatik, Universität Hamburg, Juni 1977, 204 Seiten
WERK-BW.DOC
Goppold, A.: Werkzeuge für den Aufbruch zu neuen Ufern des Bewußtseins, Eigenverlag, 1983,400 Seiten
HOLO83
Goppold, A.: Computer, die Heiligen Schriften und die Wendezeit, Hologramm, Verlag Bruno Martin, November 1983, (Untertitel: Micro-Computer als kultureller Faktor)
KYB83
Goppold, A.: Kybernetik, Management und Microcomputer, 1983, Projekt Leonardo-Leibniz
TIME-FR.TXT
Goppold, A.: The Time-Frame Network of Instrumental Language: FORML Conference, Asilomar 1984,Projekt Leonardo-Leibniz
IBM-PC.TXT
Goppold, A.: IBM oder PC ? Erschienen unter dem Titel: "Folgen eines Erfolgs" in der Microcomputerwelt, April 1984, p.20-24,Mai, p.20-21, Juni, p.13-14
PARA-PRG84
Goppold, A.: Das Paradigma der Interaktiven Programmierung, Computerwoche, 24.8. und 31.8.1984
BUCH-CMP84
Goppold, A.: Das Buch und der Computer, Der Computer-Trottel in München, 3/84, 4/84, Verlag Nane Jürgensen, München 1984
TRENDS84
Goppold, A.: Trends in der Entwicklung der Programmiersysteme, (Die stille Software-Revolution), Vierte Dimension Vol_1/No_1, No_2, Okt. 1984
GEB85
Goppold, A.: Besprechung des Buchs:" Gödel, Escher, Bach" von Douglas Hofstadter, WRAGE-Zeichen, Wrage, Hamburg, 1985
GEHIRN-SIM84
Goppold, A.: Die Simulation des Menschlichen Gehirns auf einem Computer, Projekt Leonardo-Leibniz, 1984
LPL-COEV88
Goppold, A.: LEIBNIZ® - Ein Human/Technology Coevolutions-System, Projekt Leonardo-Leibniz, 1988, 22 Seiten
LPL-SE88
Goppold, A.: Software-Engineering auf Personal Workstations, Projekt Leonardo-Leibniz , 1988, 9 S.
BUCHLEI1.DOC
Goppold, A.: Das Buch Leibniz, Band I: Aspekte von Leibniz, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
BUCHLEI2.DOC
Goppold, A.: Das Buch Leibniz, Band II : Leibniz-Handbuch, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
BUCHLEI3.DOC
Goppold, A.: Das Buch Leibniz, Band III: Technisches Manual:Leibniz Information System, Projekt Leonardo-Leibniz , 1992
BUCHLEI4.DOC
Goppold, A.: Das Buch Leibniz, Band IV: Die Leibniz-Papers, Projekt Leonardo-Leibniz , 1992
ACTOR.DOC
Goppold, A.: Die Software-Technologie des Inter-Aktors, Projekt Leonardo-Leibniz , 06.11.1992
GOP92-1
Goppold, A.: Leibniz®:Ein skalierbares objektorientiertes Software-Entwicklungssystem für Echtzeitanwendungen, Echtzeit Konferenz, 1992
ART-BLK.TXT
Goppold, A.: Die Dekonstruktion der main() Hierarchie, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-HIST.TXT
Goppold, A.: Die Computer-Industrie und welthistorische Entwicklungen, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-HUM.TXT
Goppold, A.: Ansätze zu einer humanistisch orientierten Computer-Technologie, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-MISC.TXT
Goppold, A.: MISC - Metacoded Instruction Set Computers, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
GRAF-MAT.TXT
Goppold, A.: Graphematik oder:Die nächsten Schritte in der Evolution der Schrift, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-ACTR.TXT
Goppold, A.: Aktoren-Skripte zur Programmierung, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-VDEV.TXT
Goppold, A.: VDEV: Ein Window-Aktor für Alpha-Window Terminals, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ART-TEAM.TXT
Goppold, A.: Team-Integration durch vernetzte Aktoren, Projekt Leonardo-Leibniz, 1992
ACSH.DOC
Goppold, A.: Die Inter-Aktor Shell ACsh, GUUG-Tagung, Wiesbaden 14.-16.9.1993
LEIBHP.DOC
Goppold, A.: Leibniz - Ein hypertextbasiertes Softwaresystem, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
DENK.DOC
Goppold, A.: Umrisse des Leerstellendenkens, 250 S. Version 4, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994

ARCHAE.DOC
Goppold, A.: Vom Wesen des Ursprungs: Platon und die Archae-Tektonik, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
SHUNYA.DOC
Goppold, A.: Die Logik der Lehre von der Leere: Die Shunyata des Nagarjuna, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
LEIB-SYM.DOC
Goppold, A.: Lingua Logica Leibnitiana: Ein computerbasiertes Schriftsystem als Fortführung von Ideen der Characteristica Universalis von Leibniz, Leibniz und Europa, Leibniz-Gesellschaft, Hannover, 18.-23. Juli 1994, S. 276-283
LEIB-ARC.DOC
Goppold, A.: In den Palästen der Erinnerung: die Arche Leibniz und das Programm einer universalen Wissensbasis, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
LEIB-CHR.DOC
Goppold, A.: Characteristica Universalis and the Origins of the Symbolator, 240 S., Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
ART-CREA.DOC
Goppold, A.: Kreative Maschinen, Symbolische Universen und das Leibniz-Projekt, In: Kreative Maschinen, Springer Lecture Notes in Artificial Intelligence 1995
OBJECT.DOC
Goppold, A.: Object Code vs. Metacode, Forth Dimensions, 1995, Vol. XVI, No. 4, P.O. Box 2154, Oakland, CA 94621-0054
WISSEN.DOC
Heiner Benking, Goppold, A.: Wissenswelten: Gedanken zur Organisation und Orientierung
in: Wissen und Macht: Die Krise des Regierens, Tüte, TAV, 1995
LEIB-WRI.DOC
Goppold, A.: Schrift, Technologien, Macht und das nach-alphabetische Zeitalter, Kulturen des Lernens, Thalheimer, Tübingen, 1995
NAV-ARX.DOC
Goppold, A.: Navigating Universal Knowledge Systems: The Resurrection of Archae-Tektoniks, Paper für Sharoun-Tagung, Uni of Sheffield, 1995
LEIB-EXP.DOC
Goppold, A.: Navigation in Architektoniken des Wissens: Projektentwurf Expo 2000, Projekt Leonardo-Leibniz, 1995
AOIDE.DOC
Goppold, A.: A Hypermedia Approach to the Thought of Archaic Culture: Navigating the Aoide Semephonic Universe, Semiotics of the Media, Kassel, 1995
DENK-WRK.DOC
Goppold, A.: Infrastructures of Representation: A Quest for Multimedial Symbolization Systems
500 S., Projekt Leonardo-Leibniz1995
HYPERG.DOC
Goppold, A.: Hyper-G: Ein Hypermedia- und Netzwerk-Informationssystem der zweiten Generation
IWT Networks, 1995, IWT Verlag Vaterstetten
TLSI.DOC
Goppold, A.: The Leibniz TLSI: A secondary macro programming interface and universal ASCII User Interface Shell for Hypermedia, CALISCE 1996
SYMBOL.DOC
Goppold, A.: The Symbolator Project: Multimedia Systems for Envisioning Dynamic Mental Images, Infix-Verlag, Bonn-Bad Godesberg, 1998, forthcoming
POLY-CON.DOC
Goppold, A.: Polycontexturality, Society, and the Distribution of Subjectivity, Günther-Symposion Klagenfurt, 14.12.-15.12.1997
INFORM.DOC
Goppold, A.: Information and Third Order Ontology, BioSystems Special Issue for FIS'96: printed 1998

9.4. Lebenslauf, Arbeits- und Forschungsprofil: A. Goppold

@:VITA_DOC
Andreas Goppold, Dipl.-Inform. (Uni Hamburg), Master of Science (UCSB)
Hypermedia- u. Informations-System-Design, Kulturanthropologie, Kulturtheorie
Ab 1997: Projekt MM-Diskurs: Erarbeitung eines Kommunikationsmodells zur kulturtheoretischen Begleitung der Diskurse zur Telematik-Infrastruktur in Baden-Württemberg.
Ab 1995: Gastwissenschaftler am FAW Ulm, Bereich Hyper- und Multimedia. Telekommunikations-Infrastrukturen zur sozialen Entwicklung in einem regionalen Wirtschaftsraum. Parallel dazu Einarbeitung in Themen der Kultur-Anthropologie, Neuronale Ästhetik, und des Social Design, mit Prof. Barthel, Tübingen, Prof. Brock, Wuppertal, Prof. v. Dechend, Frankfurt, Prof. Laubscher, LMU München.
1993: Vorstellung des LPL-Systems auf der CEBIT Messe in Hannover und auf dem GUUG-Unix-Kongress in Wiesbaden.
1987-1994: Zusammenarbeit mit Inst. f. Informatik, Uni BW München, Ausbau des LPL-Systems zu einem integrierten Software-System mit 100.000 Zeilen Code, 10.000 Routinen, und 6 MB Source. Im Rahmen des Projekts wurden von mir an der Uni BW 12 Diplom- und Trimesterarbeiten betreut. Vorstellung des LPL-Systems auf der Echtzeit '92 in Stuttgart. Entwicklungsrichtungen: Hypermedia, Wissenssysteme, Navigation von Wissensräumen, Erweiterung von Denksystemen durch Informationstechnologie. Experimentelle Forschungsarbeiten in Richtung auf neuronale Koppelungen zwischen Mensch und Maschine: Das Hypertextprinzip als Erweiterung des menschlichen Gedächtnisses, einer technischen ars memoriae.
1985 - 1990: Design u. Entwicklung eines stand-alone Industrie-Fertigungssteuerungssystems mit kompletten Betriebssystemfunktionen, für die Firma Royonic, auf Basis des LPL-Systems. Funktionsumfang ähnlich einem PC der damaligen Generation.
Ab 1984: Beginn der Entwicklung des Leibniz- (LPL-) Systems, diverse Veröffentlichungen (s. Bibliographie).
Ab 1981: Arbeit als freiberuflicher Software- und Informations-System Designer, im Bereich Microcomputer und industriellen embedded Microcontroller Applications.
1978-80: Arbeits- und Orientierungsaufenthalt in USA, Ann Arbor, Michigan, New York, San Francisco, Berkeley. Praxiserfahrung in Microcomputertechnologie. Weiterhin Arbeit im Bereich Humanistic Psychology (Esalen Institute) und interdisziplinärer Forschung. Persönliche Bekanntschaft u.a.: Gregory Bateson, Stanislav Grof, John Lilly, Joseph Campbell, Gabrielle Roth, Stanley Krippner, Ralph Metzner, Baker Roshi. Reisen nach Südamerika und Indien.
1977: Diplom Informatik, Universität Hamburg, Note: Gut. Titel der Diplomarbeit: "Artificial Intelligence and Learning".Seite: 79
Das Motto der Arbeit war ein Ausspruch von Leibniz zur Characteristica Universalis ("Lasset uns rechnen"), der sich in der Zukunft als bestimmend für die weitere Arbeit erwies.
1975-77: Weiterstudium in Hamburg, mit interdisziplinärer Orientierung:
Philosophie, Neurologie, Linguistik, Indologie, vergleichende Religionswissenschaft, Humanistic Psychology etc.
1973-1974: USA-Stipendium des DAAD. Studium an den Universitäten UC S. Barbara, UC Berkeley. Arbeit auf dem Arpanet (Vorläufer des Internet), Forrester World Dynamics, Computer Aided Instruction (Project PLATO). Zusammenarbeit mit Leslie White, Cultural Anthropology. Master's Degree in Computer Science and Electrical Engineering.
1973: Vordiplom Informatik, Nebenfach Soziologie. Note: Gut.
1971: Studium Informatik, Uni Hamburg, Nebenfach Soziologie.
1971: Abitur in Hamburg


[41] Ohne auf die Feinheiten eingehen zu wollen, ist zu sagen, daß die Hypertext-Einbindung bei Borland und Microsoft SW-Entwicklunssystemen erst ein paar Jahre später gekommen ist. Der wesentliche Unterschied von LPL ist aber, daß hier die Programmiersprache auf das Hypertext-Prinzip hin "designed" worden ist.

[42] (Mühlmann (1996: 7):

Kultur ist ein Lebewesen. Sie ist sozusagen ein Tier, ein wildes Tier, dessen Verhalten sich dem unmittelbaren Einfluß der Menschen entzieht. Wenn für dieses wilde Tier dennoch ein heilsamer Einfluß durch rationale Menschen denkbar und zu wünschen wäre, entspräche diese Einflußnahme dem Akt der Domestikation. Wir müßten die Kultur zähmen.

-> (URL) http://www.uni-wuppertal.de/FB5-Hofaue/Brock/Aktuell.html

[43] Csikszentmihalyi (1995: 134)
[44] welches heute durchaus global ist. (-> C.F.v.Weizsäcker: Globale Innenpolitik).
Kolonialpolitik oder Verbrämungen davon, wie die heutige Wirtschaftsherrschaft gewisser führender Industrienationen, sind altgeübte Formen der Fremdvölkerherrschaft und -Ausbeutung, über die extratribalen unterworfenen Völker. Dies ist ebenfalls seit ca. 5000 Jahren von den herrschenden Zivilisationen zum bestens eingeübten Herrschaftsinstrumentarium entwickelt worden. Daß die Chinesen seit 50 Jahren Tibet ausquetschen wie eine Zitrone, ist hierbei ebenfalls nur "business as usual".
[45] Wir müssen dazu nicht nur nach Schwarzafrika mit seinen Bilderbuch-Tribal-Terror-Herrschaften, besonders im Zeitalter der modernen Staaten nach dem Kolonialismus schauen, auch in unserer modernen BRD gibt es noch gute Beispiele.
[46] Der amerikanische Sezessionskrieg kann als erstes Fanal dazu verstanden werden, und WWI und II in demselben Sinne. Diese Kriege können als globale Herrschaftskämpfe der großen Kapitals-Imperien um die Rohstoff- und Absatzmärkte angesehen werden. Siehe auch
->: @default.htm#ZENTRIPETAL_FUGAL
[47] Ich bin persönlich da eher pessimistisch, aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.


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