
Die Basis dieses Projekts bilden 20 Jahre praktische Erfahrung im Umgang mit Informationstechnologien. Der tägliche Umgang, vor allem mit den Tücken des Objekts, bringt naturgemäß eine etwas andere Sichtweise als eine mehr akademische theorie-orientierte Ansatz. Da dieses Projekt wesentlich an den Erfordernissen der sozialen Basis und sozialen Nutzung der IuK orientiert ist, sehe ich diese Gewichtung als durchaus vorteilhaft. Weiterhin kann ich darauf verweisen, daß ich in der Implementation von "Hyper"-text-Technologie Pionierarbeit geleistet habe, indem ich ab 1985 das (vermutlich) erste komplett Hypertext-basierte Software-Entwicklungssystem geschreiben habe[41]: Das Leibniz System, auch LPL genannt, und mit 100.000 Zeilen Code, 10.000 Routinen, und 6 MB Source vermutlich das größte self-contained Software-System, das je von einem Menschen in Einzelarbeit erstellt worden ist ->: diskur10.htm#VITA_DOC.
Soweit nicht auf dem WWW-Server vorhanden, vom Autor auf Anfrage erhältlich.
->:symbol.htm
->:symbol07.htm#HYPERMEDIA_INTERACT
Seite: 71
Breaking the chains of linear processing models:
Spatial
molecular computing and Hyper- / Multimedia Technology
->:vis-intf.htm
->:hum_intf.htm
@:TERROR_OEKO
Forrester, Viviane: Terror der Ökonomie
von: A. Goppold
Ich halte dieses Buch für ein zeitgerechtes, und zeitgemäßes,
ein Buch, für das es höchste Zeit ist. Es ist die Formulierung des
Aufschreis der Elenden aller Zeiten, der "damnés de la terre", wie Franz
Fanon es einmal ausdrückte. Als fühlender Mensch möchte ich voll
der Autorin beipflichten.
Als denkender Mensch, und als Wissenschaftler, habe ich meine Kritikpunkte, die
sich aber weniger auf das Kernthema und seine Notwendigkeit beziehen, sondern
auf das WIE, die Ausführung des Buchs, und seine Hintergründe.
Die Entrüstung der Autorin über die Ungeheuerlichkeit der dargestellten Vorgänge hat den Nerv der Zeit getroffen. Die Verkaufszahlen des Buches belegen dies. Sie äußert mit ihrem Werk die Stimme des "kleinen Mannes" der von den Entwicklungen überrollt wird. Der tiefsitzende Horror (nicht der Terror, wie der deutsche Titel in Fehlübersetzung meint) vor dem Unbegreiflichen, das da passiert. Die Entwertung aller bisherigen Werte des zivilisatorischen Lebens, das eben auf dem Recht und die Pflicht zur Arbeit, als erste Bürgerspflicht, begründet war.
Als Nachteil erscheint, daß das Werk generell ohne erkennbare Strukturierung verfaßt ist. Auch ein Inhaltsverzeichnis sucht man vergebens. Warum sie sich die Mühe macht, Kapitelnumerierungen einzuführen, ist dabei völlig uneinsichtig, und erscheint redundant. Es gibt keine unterscheidbaren Kapitel, die sie da numeriert.
Es
ist bedauerlich, daß Forrester keinen guten technischen und
kulturtheoretischen Ghostwriter hatte. Bei Lewis Mumford: "The myth of the
machine", finden wir eine wesentlich bessere Analyse der Dynamik der
Entwicklung schon vor 30 Jahren. Ebenso Mühlmann, der die wesentliche
Quintesszenz formuliert: Kultur ist ein wildes Tier.[42] (Mühlmann (1996): p. 7, 146), (s.a. Forrester, p.
198).
Forrester hat offenbar nicht die Werke von Spencer (sowie Leslie White, Robert
Carneiro) und Neirynck gelesen, das von Mühlmann erschien zu spät
für ihr Buch. Interpretieren wir Kultur als ein autokatalytisches,
gegenüber dem Willen und den Intentionen der einzelnen Menschen relativ
autonomes Phänomen, erklärt sich die heutige Situation leichter: Der
Autokatalyseprozess der Kultur ist in eine neue Stufe getreten, dies passiert
in regelmäßigen Abständen, wenn neue Technologien die
Wirtschaftsbedingungen stark verändern. Das war analog so zur Zeit der
Industrierevolution, deren soziale Katastrophen ja genügend dokumentiert
sind[43], und das geschah in ähnlicher
Weise in der Bronzezeit (Zangger (1994)). Die Aristokratiestrukturen der
Menschheit sind Kultur-entitäten, die in der Kupfer- und Bronzezeit vor
ca. 5000 bis 4000 Jahren entstanden sind, und ihre Kontinuität bis in 20.
Jh. bewahrt haben.
->:
diskur11.htm#ZIVIL_DYNAMIK
Betrachten wir also die heutige Situation sub specie eternitatis, im
Überblick über die Entwicklungen der conditio humana der letzten
10.000 Jahre. (p. 194-195): Massen-Elend ist seit der Bildung der
Großreiche vor 5000 Jahren eine beständige Begleiterscheinung des
allgemeinen Phänomens der Vermassung des Menschen gewesen. (Faktoren:
Krankheit, Hygiene-Mangel, Dauer-Streß wegen Vermassung,
Dauer-Fehlernährung, Herrschaftswillkür des Adels und seiner
Büttel). Daß wir in den letzten 100 Jahren eine etwas fettere Zeit
in den westlichen Industrieländern hatten, ist eher eine
Ausnahmesituation. Dafür mußten die Kolonien (später
Zulieferländer) für unseren Wohlstand zahlen (p. 199). Man lese auch
die vielen Berichte aus der jüngeren Neuzeit, über die Massenheere
der Armen und Elenden, der Bettler und Tagelöhner, die über das ganze
Land verstreut waren, nicht so stark wie heute in den Städten geballt
(z.B. Ariès, Mandell). Die für unsere heutigen Vorstellungen
entsetzlichen Lebensbedingungen mittelalterlicher und früh-neuzeitlicher
Menschen in den Pferchen ihrer ganz normalen Wohnstätten würden heute
jeden Tierschützer als Horrorfall nicht artgerechter Massentierhaltung auf
den Plan rufen. Ebenso gab es früher die Institution der Sklaverei. Ob und
wie vergleichbar elend die Verfassung der Sklaven im alten Rom und der heutigen
Arbeitslosen und Vorstadtbewohner heute ist, läßt sich so ohne
weiteres nicht sagen. In der alten Welt war ihre seelische Situation anders: es
war den Sklaven völlig klar, daß sie keinerlei Aussicht hatten, ihr
Los zu verbessern, während heute die seelische Komponente, die Schmach des
Versagers, der im Rennen aller gegen alle im Konkurrenzdruck unterlegen ist,
ein selbst-zugefügtes Depressivum ist (mit allen psychopathologischen
Folgen) das die damaligen Sklaven nicht zu tragen brauchten. (p. 11: das Recht
auf das schmählichste aller Gefühle: Die Scham. ... als gescheiterter
Meister seines eigenen Schicksals...).
Es ist wichtig, den Ursprung aller (Macht-) Politik und da wo Wirtschaft zur
Politik wird, im Tribalismus zu erkennen. Wirtschaft als (Macht-) Politik
findet man im Monopolismus und Kartellismus der Industrierevolution, und heute
in der Globalisierung. Diese Herrschaftsformen sind eine Fortsetzung des
Tribalismus mit anderen Mitteln: das Paktieren und Koalitionieren von Cliquen
und Klüngeln zur einvernehmlichen Ausbeutung von externer Gruppen, bzw.
den als "fremd" angesehenen Teilen des kommunalen Gemeinwesens[44] zum größeren Nutzen der eigenen Familie und
Clique[45]. Im früheren Zeitalter der
Erb-Aristokratien beruhte dieses Machtverhältnis auf weit
zurückliegenden (oder mythisch retro-projizierten) Eroberungen von
Völkern von "Untermenschen" durch eine Kriegerkaste, die ihre Herrschaft
erblich verewigte. Bestes Beispiel dazu ist die Kastengesellschaft des
Hinduismus, die (zumindest der Mythe nach) auf eine 3000-4000 Jahre
zurückliegende Eroberung Indiens durch ein arisches Volk zurückgeht.
In der Aristokratie war die Zahl und Varianz der Pakte und Koalitionen
begrenzt, und die Übermacht der Herrscherklasse bewirkte als positive
Folge eine gewisse Solidarisierung und Kohärenz (soziales
Gemeinnutz-Denken) der Beherrschten. Als die festgefügten aristokratischen
Hierarchien zusammenbrachen, war die Folge ein ca. 100 Jahre währender
kalter und manchmal auch heißer Bürgerkrieg um die Macht[46], der heute wohl entschieden ist.
Was in Forresters Darstellung nicht zum Vorschein kommt, ist die notwendige
(naturgesetzhafte?) Dynamik der Entwicklung. Vor dem Szenario der 5000 Jahre
Zivilisationsgeschichte, ist die heutige Episode ein Abschluß eines
Jahrtausende währenden Kampfes der Händlerklassen (Herrschaft des
Geldes) gegen die auf die Herrschaft der Gewalt begründeten Aristokratien.
Diese hatten bis 1918 noch die Geschicke der Gesellschaften gelenkt, und erst
nach dem 1. Weltkrieg konnten die Handelsklassen ihnen die Macht abnehmen. (p.
64: die privatwirtschaftlichen Führungsklassen): diese waren eben vor dem
1. WK vorwiegend land-adelig, danach mehr finanz-adelig). Es fand ein gewisser
Umschwung der Herrschaft statt, auch wenn viele Adelige in die Strukturen der
neuen Herrschaft Eingang gefunden haben. Das nützt allerdings den Elenden
wenig.
@:DATENFLUT
Eine wesentlicher, und bis heute zu wenig untersuchter Faktor in der heutigen
Situation, ist der symboltechnische Zusammenbruch. Es ist deutlich, daß
mit der "Informations"-Revolution ein symboltechnischer Overkill stattgefunden
hat, der den politischen Kontrollinstanzen jede Möglichkeit genommen hat,
korrigierend Einfluß auf die Geschehnisse zu nehmen, im Gegensatz zur
früheren Epoche (siehe Neil Postmans Arbeiten zur amerikanischen
Demokratie). Die Datenüberflutung hat die Situation soweit umgekehrt,
daß es unmöglich geworden ist, rechtzeitig und unter Ensatz
menschlicher Mittel, die handlungsrelevanten Informationen zu erhalten. Dies
gilt besonders für die Kontrolle der Politik durch die "informierte"
Öffentlichkeit. Es ist heute nicht mehr möglich, sich durch Studium
von Zeitungen zu "informieren", und so liegt die Allmacht bei den
Führungsstäben, die die politischen Direktiven ausarbeiten. Sie
können nicht mehr kontrolliert werden. Die globalisierte Wirtschaft hat
obendrein der Politik die Zügel aus der Hand genommen, da sie über
die besseren Kommandostrukturen und Kommunikationskanäle verfügt.
Auch dies können wir analog in den früheren Technologierevolutionen
finden, zur Kupfer- und Bronzezeit war es eben der Krieger-Adel, der damals das
Kommando übernahm, und im wesentlichen für 5000 Jahre behalten
hat.
Es sieht so aus, als wäre ein westlich- neuzeitlicher Traum von einem
besseren Leben für alle, oder für die meisten, gescheitert. Wir sind
wieder auf dem Boden der brutalen Realitäten, die die conditio humana
schon seit 5000 Jahren bestimmt haben. Auch geplatzt ist der Traum von der
Demokratie, daß den herrschenden Klassen die Macht auf Dauer aus den
Händen genommen werden konnte. Nach 5000 Jahren Aristokratenherrschaft der
nackten militärischen Gewalt hat sich eine andere Aristokratie des Geldes,
der Technologie, und der Information etabliert. Diese hat die
Kommunikationsinstrumente okkupiert und hat wie im alten Rom, eine pure
Plebiszit-Herrschaft inszeniert. Wie es am wahrscheinlichsten weitergeht, hat
William Gibson in seinen Neuromancer Romanen visionär beschrieben. Es ist
alles schon einmal dagewesen. Das Internet ist vielleicht die einzige
technologische Alternative für eine neue Demokratieform, wenn es denn
gelingen sollte, diese Form rechtzeitig dafür zu nutzen[47]. Das jetzige Projekt ist in diesem Sinne und zu diesem
Ziel gedacht. Lasset uns ein Apfelbäumchen pflanzen (würde Martin
Luther, zusammen mit Hoimar v. Ditfurth, sagen).
@:BIBLIO_DOC
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Goppold, A.: Artificial Intelligence and Learning, Diplom-Arbeit, Institut
für Informatik, Universität Hamburg, Juni 1977, 204 Seiten
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Goppold, A.: In den Palästen der Erinnerung: die Arche Leibniz und das
Programm einer universalen Wissensbasis, Projekt Leonardo-Leibniz, 1994
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Goppold, A.: Characteristica Universalis and the Origins of the Symbolator, 240
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In: Kreative Maschinen, Springer Lecture Notes in Artificial Intelligence
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in: Wissen und Macht: Die Krise des Regierens, Tüte, TAV, 1995
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Kulturen des Lernens, Thalheimer, Tübingen, 1995
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Goppold, A.: Navigating Universal Knowledge Systems: The Resurrection of
Archae-Tektoniks, Paper für Sharoun-Tagung, Uni of Sheffield, 1995
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Goppold, A.: Navigation in Architektoniken des Wissens: Projektentwurf Expo
2000, Projekt Leonardo-Leibniz, 1995
AOIDE.DOC
Goppold, A.: A Hypermedia Approach to the Thought of Archaic Culture:
Navigating the Aoide Semephonic Universe, Semiotics of the Media, Kassel,
1995
DENK-WRK.DOC
Goppold, A.: Infrastructures of Representation: A Quest for Multimedial
Symbolization Systems
500 S., Projekt Leonardo-Leibniz1995
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Goppold, A.: The Leibniz TLSI: A secondary macro programming interface and
universal ASCII User Interface Shell for Hypermedia, CALISCE 1996
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Goppold, A.: The Symbolator Project: Multimedia Systems for Envisioning Dynamic
Mental Images, Infix-Verlag, Bonn-Bad Godesberg, 1998, forthcoming
POLY-CON.DOC
Goppold, A.: Polycontexturality, Society, and the Distribution of Subjectivity,
Günther-Symposion Klagenfurt, 14.12.-15.12.1997
INFORM.DOC
Goppold, A.: Information and Third Order Ontology, BioSystems Special Issue for
FIS'96: printed 1998
@:VITA_DOC
Andreas Goppold, Dipl.-Inform. (Uni Hamburg), Master of Science (UCSB)
Hypermedia- u. Informations-System-Design, Kulturanthropologie,
Kulturtheorie
Ab 1997: Projekt MM-Diskurs: Erarbeitung eines Kommunikationsmodells zur
kulturtheoretischen Begleitung der Diskurse zur Telematik-Infrastruktur in
Baden-Württemberg.
Ab 1995: Gastwissenschaftler am FAW Ulm, Bereich Hyper- und Multimedia.
Telekommunikations-Infrastrukturen zur sozialen Entwicklung in einem regionalen
Wirtschaftsraum. Parallel dazu Einarbeitung in Themen der Kultur-Anthropologie,
Neuronale Ästhetik, und des Social Design, mit Prof. Barthel,
Tübingen, Prof. Brock, Wuppertal, Prof. v. Dechend, Frankfurt, Prof.
Laubscher, LMU München.
1993: Vorstellung des LPL-Systems auf der CEBIT Messe in Hannover und auf dem
GUUG-Unix-Kongress in Wiesbaden.
1987-1994: Zusammenarbeit mit Inst. f. Informatik, Uni BW München, Ausbau
des LPL-Systems zu einem integrierten Software-System mit 100.000 Zeilen Code,
10.000 Routinen, und 6 MB Source. Im Rahmen des Projekts wurden von mir an der
Uni BW 12 Diplom- und Trimesterarbeiten betreut. Vorstellung des LPL-Systems
auf der Echtzeit '92 in Stuttgart. Entwicklungsrichtungen: Hypermedia,
Wissenssysteme, Navigation von Wissensräumen, Erweiterung von Denksystemen
durch Informationstechnologie. Experimentelle Forschungsarbeiten in Richtung
auf neuronale Koppelungen zwischen Mensch und Maschine: Das Hypertextprinzip
als Erweiterung des menschlichen Gedächtnisses, einer technischen ars
memoriae.
1985 - 1990: Design u. Entwicklung eines stand-alone
Industrie-Fertigungssteuerungssystems mit kompletten Betriebssystemfunktionen,
für die Firma Royonic, auf Basis des LPL-Systems. Funktionsumfang
ähnlich einem PC der damaligen Generation.
Ab 1984: Beginn der Entwicklung des Leibniz- (LPL-) Systems, diverse
Veröffentlichungen (s. Bibliographie).
Ab 1981: Arbeit als freiberuflicher Software- und Informations-System Designer,
im Bereich Microcomputer und industriellen embedded Microcontroller
Applications.
1978-80: Arbeits- und Orientierungsaufenthalt in USA, Ann Arbor, Michigan, New
York, San Francisco, Berkeley. Praxiserfahrung in Microcomputertechnologie.
Weiterhin Arbeit im Bereich Humanistic Psychology (Esalen Institute) und
interdisziplinärer Forschung. Persönliche Bekanntschaft u.a.: Gregory
Bateson, Stanislav Grof, John Lilly, Joseph Campbell, Gabrielle Roth, Stanley
Krippner, Ralph Metzner, Baker Roshi. Reisen nach Südamerika und
Indien.
1977: Diplom Informatik, Universität Hamburg, Note: Gut. Titel der
Diplomarbeit: "Artificial Intelligence and Learning".Seite: 79
Das Motto
der Arbeit war ein Ausspruch von Leibniz zur Characteristica Universalis
("Lasset uns rechnen"), der sich in der Zukunft als bestimmend für die
weitere Arbeit erwies.
1975-77: Weiterstudium in Hamburg, mit interdisziplinärer Orientierung:
Philosophie, Neurologie, Linguistik, Indologie, vergleichende
Religionswissenschaft, Humanistic Psychology etc.
1973-1974: USA-Stipendium des DAAD. Studium an den Universitäten UC S.
Barbara, UC Berkeley. Arbeit auf dem Arpanet (Vorläufer des Internet),
Forrester World Dynamics, Computer Aided Instruction (Project PLATO).
Zusammenarbeit mit Leslie White, Cultural Anthropology. Master's Degree in
Computer Science and Electrical Engineering.
1973: Vordiplom Informatik, Nebenfach Soziologie. Note: Gut.
1971: Studium Informatik, Uni Hamburg, Nebenfach Soziologie.
1971: Abitur in Hamburg
[41] Ohne auf die Feinheiten eingehen zu wollen, ist zu sagen, daß die Hypertext-Einbindung bei Borland und Microsoft SW-Entwicklunssystemen erst ein paar Jahre später gekommen ist. Der wesentliche Unterschied von LPL ist aber, daß hier die Programmiersprache auf das Hypertext-Prinzip hin "designed" worden ist.
[42] (Mühlmann (1996: 7):
Kultur ist ein Lebewesen. Sie ist sozusagen ein Tier, ein wildes Tier, dessen Verhalten sich dem unmittelbaren Einfluß der Menschen entzieht. Wenn für dieses wilde Tier dennoch ein heilsamer Einfluß durch rationale Menschen denkbar und zu wünschen wäre, entspräche diese Einflußnahme dem Akt der Domestikation. Wir müßten die Kultur zähmen.
-> (URL) http://www.uni-wuppertal.de/FB5-Hofaue/Brock/Aktuell.html
[43] Csikszentmihalyi (1995: 134)
[44] welches heute durchaus global ist. (->
C.F.v.Weizsäcker: Globale Innenpolitik).
Kolonialpolitik oder Verbrämungen davon, wie die heutige
Wirtschaftsherrschaft gewisser führender Industrienationen, sind
altgeübte Formen der Fremdvölkerherrschaft und -Ausbeutung, über
die extratribalen unterworfenen Völker. Dies ist ebenfalls seit ca. 5000
Jahren von den herrschenden Zivilisationen zum bestens eingeübten
Herrschaftsinstrumentarium entwickelt worden. Daß die Chinesen seit 50
Jahren Tibet ausquetschen wie eine Zitrone, ist hierbei ebenfalls nur "business
as usual".
[45] Wir müssen dazu nicht nur nach
Schwarzafrika mit seinen Bilderbuch-Tribal-Terror-Herrschaften, besonders im
Zeitalter der modernen Staaten nach dem Kolonialismus schauen, auch in unserer
modernen BRD gibt es noch gute Beispiele.
[46] Der amerikanische Sezessionskrieg kann
als erstes Fanal dazu verstanden werden, und WWI und II in demselben Sinne.
Diese Kriege können als globale Herrschaftskämpfe der großen
Kapitals-Imperien um die Rohstoff- und Absatzmärkte angesehen werden.
Siehe auch
->:
@default.htm#ZENTRIPETAL_FUGAL
[47] Ich bin persönlich da eher
pessimistisch, aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.