
@:DISK_PLAN
Das geplante Projekt soll einen medien- und kulturtheoretischen Hintergrund zu
den im Raum Ulm und Baden-Württemberg stattfindenden Diskursen zur
Telematik-Infrastruktur einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten
Wirtschaftsregion liefern. Dies soll in enger Zusammenarbeit und Koordination
mit den vorhandenen Teilnehmern und Initiativen geschehen, und nach
Möglichkeit vor Ort anfallende Schwierigkeiten und Wünsche in die
theoretische Arbeit mit einbeziehen. Als Ergebnis soll eine
multimedia-unterstützte Diskurs-Struktur auf einem der in Ulm
verfügbaren Telematik-Infrastrukturen (z.B. im TELEBUS-Umfeld)
implementiert werden.
Geplante Themenschwerpunkte:
1) In Verbindung mit den Aktivitäten um "Ulmer Großer
Schwörbrief" und dem Arbeitskreis nachhaltiges Wirtschaften:
Kommunikations-Infrastruktur einer weitgehend autonomen Wirtschaftsregion.
2) Einarbeitung der Anforderungen und Möglichkeiten der heutigen
sozio-technologischen Verhältnisse, sowie des europäischen
Subsidiaritätsprinzips, für eine post-industrielle regionale
Wirtschafts- und Sozialgemeinschaft.
3) Die Rolle der Stadt als Kommunikationszentrum und Informationsmarkt.
4) Flankierend, die Rolle der nicht-telematisierbaren Kommunikationsstrukturen,
z.B. persönliche Direktkontakte, wo und wie zu implementieren.
@:INTERESSE
In der Region Ulm wird durch die Stadt Ulm und andere öffentliche Partner
in Kooperation mit dem FAW eine Multimedia-Initiative durchgeführt. Durch
die geplante Maßnahme wird die Multimedia-Initiative
gesellschaftstheoretisch und kommunikationstheoretisch unterstützt. Die
Erforschung/Herausarbeitung der Rolle eines medientechnologisch
zukunftsfähigen Wirtschaftsraums ist eine wesentliche Aufgabe. Besonders
am Beispiel der Stadt Ulm, die als ehemalige freie Reichsstadt in der
Vergangenheit eine kulturell führende Rolle spielte, ergibt sich eine
geeignete Anknüpfungsmöglichkeit an das Thema "Ulmer Großer
Schwörbrief". Die Multimedia-Initiativen tragen dazu bei, einerseits den
Bürger stärker als in der Vergangenheit am Geschehen partizipieren zu
lassen, und zum anderen die Region in dem Prozess des Übergangs von der
Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft begleitend zu
unterstützen.