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Themen-Übersicht und Einleitung

@:UEBERSICHT
Im Folgenden geht es um eine Multimedia-Design-Methode des Operationalen Welt-Modells. Einerseits geht es um Aspekte von Software-Infrastrukturen zur effizienten Implementation solcher Modelle. Die Hintergründe und Auswirkungen dieses Themas gehen aber wesentlich über die technischen Fragen hinaus, da es schwer zu überschauende Interrelationen von neuronal-ästhetischen mit technologischen und sozio-politischen Faktoren handelt. Es wird ein spezieller Ansatz vorgestellt, das Inter-Aktoren-System, mit dem Ziel, eine bessere Entkoppelung der künstlerischen und Design-Arbeit von der Technik zu erreichen.
->: OPERATIONAL, p. 5
->: OUI_AKTOR, p. 13
->: LPL_OUI, p. 15

Andererseits geht es um theoretische Fragen, etwa mögliche Auswirkungen auf Entwicklungen einer zukünftigen Multimedia-Technologie und -Kunst.
->: NEUR_AESTH, p. 18
->: SUBSYMBOL, p. 23

. Hier wird die These aufgestellt, daß ein breiter Einsatz von MM-Technologie auch wesentliche Auswirkungen auf bestimmte Informatik-Grundthemen haben wird: Das Verhältnis von Prozessen und Daten
->: PROZESS_DATEN

Weiterhin geht es in diesem Teil um Grundsatzfragen in Variation eines paradigmatischen Ausspruchs von McLuhan: "The Medium is the Message". Verallgemeinert heißt dies: Auf welche Weise beeinflussen die technischen Voraussetzungen und Besonderheiten eines Mediums das, was damit ausgedrückt werden kann? Darüber hinaus gehend soll hier die These aufgestellt werden, daß das Medium sogar gewisse subtile (oder auch nicht so subtile) Auswirkungen auf das Weltbild haben wird (oder haben kann). Spezifisch geht es um die Interrelation und das Spannungsfeld von technologischen mit neuronal-ästhetischen und sozio-politischen Faktoren in der möglichen zukünftigen Multimedia-Entwicklung.
->: NEUR_AESTH, p. 18

Es soll hier eine spezielle Sichtweise von Kunst als Neuronale Ästhetik vorgestellt werden. Und damit sollen Möglichkeiten einer Entkoppelung der "künstlerischen Gestaltung" sowohl von den "technischen Notwendigkeiten" (bzw. einer technischen Inertia) als auch fianziellen Limitationen skizziert werden. Heutige (Computer-basierte) Multimedia-Technologie steht noch in der Anfangsphase ihrer Entwicklung, da erst seit ein paar Jahren ein Markt mit Geräten entsprechender Leistung existiert. [5] Daher richtete sich das, was produziert werden konnte, heute noch sehr eng nach den gebotenen technischen und vor allem finanziellen Möglichkeiten, und es hat den Eindruck, als seien die finanziellen Engpässe größer als die technischen. [6]. Vieles, was technisch machbar wäre, findet keine finanzielle Basis der Produktion, und daher ist ein Hauptschwerpunkt der "Entkoppelung der künstlerischen Gestaltung" der Entwurf alternativer ökonomischer Modelle der MM-Produktion und -Verbreitung
->: OEKONOM


[5] Man kann die Ur-Anfänge und Ur-Entwürfe dieser Technologien bis in das Barock zurückverfolgen, wobei Athanasius Kircher mit seinen großartigen Entwürfen Leitbilder geschaffen hatte, die sicher noch lange nicht eingeholt werden können. Die bekannten mechanischen Wunderwerke von Genie-Handwerkern dieser Zeit gehören ebenfalls in diese Kategorie.
[6] Dieser Eindruck verstärkt sich natürlich in den Zusammenbruchs-Zeiten der "New Economy".

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