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Inhalte der Neuronalen Ästhetik

Mit dem Begriff Ästhetik wird ein Bereich umrissen, der über die bekannte Lehre der Kunsttheorie von der Apperzeption des Schönen hinausgeht. Hier bedeutet es im Sinne von Leibniz eine Untersuchung über die Gesetzmäßigkeiten neuronaler Prozesse, die ablaufen, bevor unser Bewußtsein überhaupt eine Wahrnehmung erhält. Diese neuronalen Prozesse liefern uns ein präfabriziertes Weltbild, auf dessen Form wir wenig bewußten Einfluß haben. Es wird hier als Arbeitshypothese angenommen, daß die neuronale Ästhetik nicht allein phylogenetisch determiniert ist (etwa im Sinne der Evolutionären Erkenntnistheorie), sondern daß ein gewisses Maß kultureller Prägung stattfindet, die sich etwa in den kunstgeschichtlich dokumentierten Wechseln von Wahrnehmungsgewohnheiten zeigt. Wenn wir in unserer Wahrnehmung biologisch völlig prädeterminiert wären, wäre das nicht möglich. [30]


[30] Zur genauen Abgrenzung von der konventionellen Ästhetik müßte man eigentlich von Aisthetiologie sprechen. Solche grundlegenden Untersuchungen finden sich z.B. in den Notizbüchern von Paul Klee, dort natürlich noch nicht mit dem neuronalen theoretischen Hintergrund. Weitere Materialien:
(URL) (CD_local) http://www.noologie.de/neuro07.htm

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