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Präferenzen von räumlichen oder zeitlichen Patterns

Seit ca. 50.000 Jahren hat sich in der Neuronalen Ästhetik der Menschheit eine Dominanz von visuellen, räumlichen, objektartigen Patterns entwickelt, z.B. als Kunst in Bildwerken und Artefakten. (Angefangen etwa mit Chauvet, Lascaux und Altamira). In den seßhaften Zivilisationen verstärkte sich diese Tendenz mit Objekt-Produktion und Schrift. Dagegen findet man bei "primitiven" Völkern einen starken Akzent auf performative, zeitorientierte Patterns. Auch in den Zivilisationen sind Musik, Tanz, und Drama als darstellende Kunstformen vertreten, nehmen aber einen zweiten Rang ein. [32] In der westlichen Kulturgeschichte vertraten die Pythagoräer und die Schule des Heraklit ein performatives und zeitorientiertes Denken.

Grundlagenmaterial:
Design und Zeit: Kultur im Spannungsfeld von Entropie, Transmission, und Gestaltung
(URL) (CD_local) http://www.noologie.de/desn.htm

Ergänzungen:
Music, Pattern, and the Neuro-Structures of Time
(URL) (CD_local) http://www.noologie.de/symbol18.htm
Time, Anticipation, and Pattern Processors
(URL) (CD_local) http://www.noologie.de/symbol08.htm


[32] Wesentlich für die Geringschätzung ist, daß weniger ökonomische Incentives für diese Kunstformen gegeben sind. Man kann performative Kunst nicht in Museen ausstellen, in Safes einschließen, und vor allem nicht als wertsteigernde Investitionen im Kunstmarkt handeln. Schauspieler und Gaukler gehörten bis vor kurzem noch zur Unterschicht des "Fahrenden Volkes" und erst seit Film und Fernsehen hat sich das wesentlich geändert.

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