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Verdrängung des neuronalen subsymbolischen "Wissens"

Neuronale und subsymbolische "Wissens"-Formen erhielten sich nur bei "primitiven" Völkern (z.B. als schamanisches "Wissen"), [38] und verloren im Westen allmählich an Bedeutung. Hier war es die Handwerks- und Kunst-Tradition, die diese Formen tradierte, und mit der sie auch untergingen. Die Kunst der Kathedralenbauer kann als Hoch-Zeit dieser alt-weltlichen "Wissens"-Form betrachtet werden, [39] in der Kunstgeschichte findet sich ihre letzte Hochblüte in der Renaissance, etwa mit Botticelli, dessen Arbeiten von Aby Warburg untersucht wurden. Danach verlor sich die Tradition.

Im Rahmen der Denkansätze der Neuronalen Ästhetik (Breidbach, Brock, Clausberg) sind die Methoden und Verfahren der Kunst bis zur Renaissance als als "neuronale Pädagogik" (s.o.) zu verstehen, in der eine direkte empathische Vermittlung von Lebens-Werten und -Inhalten erreicht wurde, die nicht über formale, diskursive Mittel zu erzielen war.


[38] (URL) (CD_local) http://www.noologie.de/neuro02.htm
[39] Siehe dazu die Arbeiten von Keith Critchlow.

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