Richard Wagner:

Aus der Werkstatt der Mythologien-Schmiede-Meister

 

 

 

 

 

 

© Copyright, All Rights Reserved:

Dr. Andreas Goppold

Prof. a.D. & Dr. Phil. & Dipl. Inform. & MSc. Ing. UCSB

 

 

 

2018-12-123

 

 

 

 

 

Home WWW:

http://www.noologie.de

 

Wikipedia: Noology External links:

https://en.wikipedia.org/wiki/Noology#External_links

 


 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

1.1       Aus der Werkstatt der Mythologien-Schmiede-Meister 4

Die Nordische Mythologie des Wagners 4

WWW-Materialien zu Wagner 4

Jochen Kirchhoff 4

Hertha von Dechend: Hamlet's Mill 4

Ernest G. McClain (The Myth of Invariance) 4

Marius Schneider: "Kosmogonie" 4

Lynn Snook: Wagners Mythische Modelle. 7

Die Alt-Griechischen Vorbilder Wagners 8

Wagner & Me (Stephen Fry) 8

Die musikalischen Leitmotive im Ring des Wagner's 8

Ahnung und Erinnerung. 9

Die Weisheits-Götter der Nordischen Mythologie und ihre Quellen: 11

Musikbeispiele von Wagner's Ring. 11

Richard Wagner als falsch vereinnahmter Schöpfergeist der Menschheit 12

Schopenhauer's Metaphysik der Musik: 12

1.2       Die Zunft der neuzeitlichen Mythologien-Schmiede und -Nachdichter 13

1.3       Richard Wagner: Ein Meister des {Thymos- Eros- Phobos-} Komplexes 14

Die Pilger-Reise des Wanderer’s, des Odins oder Wodans zu der Erd-Mutter Erda 15

Das Kapitel der Nornen. 16

Unfreiwillig Komisches im Wagner-Universum.. 18

Die unwahrscheinlichste Szene des Ring's 19

Die mythologische Bedeutung der Spindel der Notwendigkeit 19

The Spindle of Necessity. 20

The classical heavens 21

Das Bild der klassischen Kristall-Sphären. 22

Musikbeispiele auf Youtube. 22

1.4       Spengler interpretiert Wagner: Das Symbol des Werdens 22

1.5       Das Lachen der Götter: der ganz schwarze Humor, und die Schaden-Freude. 24

Das Schwert Notung. 26

Die un-heimliche Lanze des Wotans/Odins 27

Wagner und Nietzsche: Der schwarze und der weisse Zwilling. 27

Die Grosse A-Mnaesis, die Mnae-Mesis 28

Die triebkräftigen, poiaetisch wirkungsvollen Motive Wagners 28

Wodan / Odin, der Ober- Ur- Gott und seine Wal-Küren. 29

The Myth of Invariance: Ein harmonikaler Kosmos 30

Die Nordlichter: Anzeiger der kosmischen Grosswetterlage. 30

Der un-heimliche Bereich der Zukunft 31

1.6       Die Mythologie heute. 31

Die Mytho-Logie, und die Thymo-Logie. 32

Der Krieg der Sterne und die Rückwärts-Erzählung der Nibelungen-Saga 33

Der absurde Krieg der Sterne. 34

Und nun die Original-Geschichte des Wagners 35

Und dann gibt es Ehe-Stress in den himmlischen Gefilden. 36

Die Kurzfassung des Nibelungen-Rings, bis zu dem un-heimlichen Ende. 36

Noch ein über-phantastisches Universum bei Carl Orff 38

Das Gravitationale Ober- Ur- Monster: Der Tanzende Stern. 38

Und Katastrophisches im Kόsmos 39

Donald Patten und Samuel Windsor 39

Weitere Materialien. 40

1.7       Literatur 40

 


 

1.1       Aus der Werkstatt der Mythologien-Schmiede-Meister

 Die Nordische Mythologie des Wagners

Richard Wagner basierte seine mythologische Darstellung wesentlich auf der Nordischen Mythologie der Edda und der Völuspa.[1] Es wird betont, dass es eine Nordische Mythologie ist, und weniger eine Germanische, weil sie eben im Hohen Norden entstanden ist. Eben da, wo man die Nordlichter sehen kann. Das kann man auf Island und in Nord-Norwegen am besten. Ich komme darauf noch später zurück. Denn die Nordlichter sind Flammenzungen, und die sind dann auch bei der Burg der Brunhilde zu finden. Und aus den Nordlichtern konnten die damaligen Nordischen Seher und Späher die Kosmische Gross-Wetterlage (Sonnenstürme, Super-Novae, etc.) erkennen, bzw. er-spähen.[2] Und Island ist der Ort, wo die Edda aufgeschrieben wurde.[3] Die alt-deutsche Nibelungen-Sage im Ring des Wagner's ist eher nur eine Nebenhandlung.[4]/[5] Nun finden wir einige Highlights zur Mythologie bei Wagner, in dem Ring des Nibelung:

WWW-Materialien zu Wagner

Ein Interview mit dem Autor Udo Bembach zu Wagner, und die Missverständnisse in der Rezeption

von Wagner. Insbesondere seiner politischen Vision.

 Jochen Kirchhoff

Der Ring von Richard Wagner - Anfang und Ende der Welt: Eine der besten Wagner-Exegesen, insb. der Mythologie Wagners von Jochen Kirchhoff mit Musik-Beispielen. Wie werden Anfang und Ende der Welt bei Richard Wagner im epochalen Ring des Nibelungen gedacht, gespielt und inszeniert?

https://www.youtube.com/watch?v=CMMMVs4k8Uo

Hier einige Themen aus dem Vortrag:

(11:49) Die Selbst-Reflexion Wagners und seine Schriften.

(24:15) Die Texte und die Leitmotive.

(25:38) Die Mythologischen Quellen, die altgriechische Tragödie und die nordische Mythologie.

(37:32) Die Gestalt des Siegfried.

(40:51) Der Einfluss Schopenhauers auf Wagner.

(46:46) Die Walküre, Siegmund und Sieglinde.

(52:54) Die Schlüsselszene, das Gespräch Wotans mit Brunhilde.

(1:00:51) Der freie Mensch, Siegfried.

 Hertha von Dechend: Hamlet's Mill

Die kosmologischen Ursprünge des Ring des Nibelungen  

Das ist das Feld der Archaeo-Astronomie nach Hertha von Dechend. Sie beschreibt darin eine Archaische Denkwelt, die in den Ur-Zeiten in ähnlicher Form, und leicht variiert quer über die Kontinente, der Archaischen Menschheit, vorkam. Hertha von Dechend hat das in ihrem Magnum Opus nachgezeichnet. Diese Archaische Denkwelt kennt man heute nur noch als Mythologie, also Fabeln und Märchen, aber nach ihrer Theorie ist es eine Codierung von kosmischen Epochen. Insbesondere ist das die Präzession der Äquinoktien.[6] Mit jeder Phase der Präzession gibt es auch eine neue (Umsturz-) Götterwelt. Und die Umstürze der Götterwelten sind auch ein Zentral-Thema des Rings des Wagner's.

 Ernest G. McClain (The Myth of Invariance)

Hier finden wir wesentliche Themen der Archäo-Musikologie und Archäo-Mathematik.

https://ernestmcclain.files.wordpress.com/2017/05/mythsofinvariance_sanscartoonsoptimized.pdf

 Marius Schneider: "Kosmogonie"

Marius Schneider hat wohl die höchst mögliche Ver-Dichtung der Musikologie weltweit, aber besonders der Vedischen Tonalen Kosmologie geschaffen, (Siehe oben: Ernest G. McClain), und C.G. Jungs Mythologie-Lehre, die je ein Mensch zusammen- ge-dichtet hat. Damit steht er gleichauf mit Hertha v. Dechend, die das für die Archäo-Astronomie vollbracht hat. Sein Lebenswerk "Kosmogonie" ist leider verschollen. Ich hatte das Glück, sein Manuskript im Institut für Ethnologie der LMU München ungefähr 1998 noch einzusehen. Trotz heissem Bemühn[7] konnte ich es dann später aber nicht mehr lokalisieren. Marius Schneider hat vor allem einem ganz besonderem Element der Göttlichen Verehrung Sorge getragen: Es ist nicht die Furcht vor einem Pantokrator-Gott (wie bei den Abrahamiten), sondern es ist der Lobgesang auf das Göttliche, das in der Vedischen Religion an oberster Stelle steht. Nämlich, wie Mensch als Wesen sich damit auf eine höhere Wesens-Stufe herauf erheben kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marius_Schneider

Dazu noch:[8] Eckart Wilkens, Rezension Der Schrift Walter Zimmermann: Tonart Ohne Ethos - Der Musikforscher Marius Schneider, Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2003, 80 S.

https://sites.google.com/site/kosmogonieundmusik/home

Siehe dann auch Joscelyn Godwin, der ein langes Kapitel dem Marius Schneider gewidmet hat: Cosmic Music, Musical Interpretation of Reality. (S. 36-85)

https://www.amazon.de/Cosmic-Music-Musical-Interpretation-Reality/dp/089281070X

https://www.amazon.com/Harmonies-Heaven-Earth-Mysticism-Avant-Garde/dp/0892815000

 

Allein die Veden und Upanishaden, die Marius Schneider zitiert (Godwin, S. 52), sind beeindruckend: 

20: Chandogya Upanishad VIII, 3, 5.

21: Brihndarayanaka Upanishad, V, 5, 1.

22: Nrisinhapurvatapanya Upanishad 1, I7.

24: Satapatha Brahmana VI, 1, 1, 15.

25: Rigveda X, 95, 7.

28: Rigveda I, 61, 1.

30: Atharvaveda XX, 35, 1.

31: Rigveda X, 49. 1.

 

Hier sind ein paar Sound-Beispiele dazu aus dem Youtube:

The Complete Vedas | Part 1 | Times Living.

Falls das Irgendjemanden zu langweilig ist, dem empfehle ich ein Dauer-Abo

des Wagner's Ring in Walhalla. Oder in Bayreuth für 4 Tage.

https://www.youtube.com/watch?v=SgR9sdy6y8A

Rig Veda -- Full Chanting

https://www.youtube.com/watch?v=xCQCSN38KYY

Shri Rudram, an ancient Vedic Hymn by Music for Deep Meditation

https://www.youtube.com/watch?v=VP8Wv1P1NFE

Hymn from the Vedas: Song of Creation

https://www.youtube.com/watch?v=SF3owoFySsI

Complete Rudri Path with Lyrics | Vedic Chanting by 21 Brahmins

https://www.youtube.com/watch?v=EyTAA0sONB0

Hanuman Chalisa, Abhitabh Bachchan

https://www.youtube.com/watch?v=AtzPT8XT4A4

https://www.youtube.com/watch?v=H9tWRGxuKTw&list=RDAtzPT8XT4A4&start_radio=1

Craig Pruess, Sacred Chants of Shiva

https://www.youtube.com/watch?v=ZUmiN-ifzkQ

4AM Chalisa - Krishna Das Live! Songs With Lyrics

https://www.youtube.com/watch?v=3WrImrl2dmI

Morning Vedic Mantras

https://www.youtube.com/watch?v=yypUiwkJCl8

Mantras from Atharva Veda for cancer

https://www.youtube.com/watch?v=Qlso9fOq9Uc

Pratyangira Mantras of Atharva Veda

https://www.youtube.com/watch?v=nJ6Q82lLBuk

Tamil Ancient Hindu Vedic Song - Heart melting music

https://www.youtube.com/watch?v=dDrcbEwTcww

 

Und noch dazu ein paar Zitate von Marius Schneider aus dem Buch von Joscelyn Godwin (S.40):

... such expressions as the cavity, egg, or head at the beginning of things should not be considered as concrete objects, but as figurative expressions for wholly abstract functions. The world first created is a pure sound world. The Atharvaveda expressly states that kala, time, is the primordial form of creation. By her magic incantation she has created all that is and that is to come. If the primordial sound is the "word" or the praise song of the creator, then the individual rhythms of time arising from than word are the word or the primordial acoustic matter of every created object.

With regard to a person in the concrete sense, however, this word not only reveals itself in the fact that he speaks and that his body is molded according to the model of his primordial acoustic rhythm. It also manifests itself in each of his productions. Thus, for example, a basket that he has woven is his word, just as much as a promise he has given. The actual core of the creative individual and his power to create is still the primordial acoustic matter whose power of praise brings things into existence. This word can even reach far beyond his physical boundaries, inasmuch as it can be heard and then transmitted by other people, even if it has already become faint. Since the influence of the word is not tied to the immediate personal surroundings of the speaker, he lives on acoustically even after his death, and remains responsible for his word.

If we analyze more closely the concept of the word that makes everything arise, we see that it actually expresses the continuity of life. One repeatedly encounters the idea that the word is sacrificed, the word is time. Man is born only to sacrifice and be sacrificed, for according to the laws of nature, every day he must surrender a part of his allotted lifespan and life force. Yet this word can be "true" or "untrue" depending on how willingly or unwillingly the natural sacrifice of breath is carried out. The sound sacrifice is only true, that is, real, when it is recognized and assented to as a life value a gesture analogous to that of creation, and consequently is offered as a praise song...

(Seite 44)

...cultic images." Yet as long as we possess no documents of history or experimental psychology that would permit us to decipher the nature of these relationships, their acoustical interpretation remains a problem that can scarcely be solved. The case here is quite different from the one treated in Singende Steine" ("Singing Stones"). In the Romanesque cloisters we were dealing with simple, documented evidence of transposition from animal representations into individual tones, whereas here we are dealing with an optical impression of whole rhythmic forms.

Nevertheless, there is no doubt that music is the primordial language of all the most ancient, visible symbolic forms. The fact that this transition from the acoustic to the optical in values has to do with quite a specific world, difficult to grasp intellectually, is principally due to the cosmic moment at which this metamorphosis of things takes place. The entire process occurs in the intermediate world, i.e., the moment between the gray and the red of dawn. This world that stands between the purely acoustic primordial time of creation (night) and the concrete present (the day- or light-time) is the light-tone world of dream. Since in the analogical system of this cosmogony the primordial time also responds to heaven and the present to earth, the light-tone world, in which the transition from quasi immaterial tone to concrete matter takes place, represents the light-dark cultic space of the universe. It is the atmosphere.

On the basis of the same analogical system these three worlds have also become identified with the states of deep sleep, dreaming, and waking, or with the subconscious, the semiconscious, and the conscious. We thus arrive at the [...] formula in which the spatial and the temporal continuously overlap.

(S. 68)

[The duty of the cultural heroes] Usually this duty is taken over by so-called saviors or cultural heroes who are also depicted as twins, since they live between the light and dark or the conscious and subconscious worlds. They are twins because to an extent they represent two equal aspects of the same being. Because they stand on the border between the dark, invisible realm of music and the concrete, visible world, mythology says that their songs are their hands, that they shoot with musical bows, eat from drums, and drink from cymbals. Their true being and their true nourishment is sound or the "word", but their external appearance is concrete. Now and then they are even described as self-sounding, walking musical instruments. In other words, they are concrete figures who act musically. After the sounding of the dawn, this mythological condition of dream consciousness turns to the bright consciousness of day. From now on, musical bows are no longer transformed into shooting bows, but the latter have become the archetype for the former. Drums are no longer the archetype of pots, but are now made from pots, grain holders, and mortars.

The mythical khuei, player on a lithophone (stone instrument), belongs to the ranks of the legendary people who carried out this reform. In order to understand the meaning of his playing on the stones, one must first realize the symbolic value of stone. In the acoustic primordial world, stone, rock, or iceberg do not correspond to any material reality. They are only visual aids that refer to the concentrated silence that precedes the sounding of the word of creation. But in the concrete world, stone refers to the heavy, hard, and dumb matter that arose in the course of creation. This heavy stone or rock is the symbol of guilt, generally unconscious, but nevertheless weighing heavily on man and nature: guilt for having neglected the flowing rhythm of the cosmic order by a lack of readiness to vibrate and listen. The spiritual attitude that is closed to the flowing order of the world (a condition that serves also as the root of stubbornness, stupidity, and dullness) wants all motion to solidify into a fixed form.

(S. 84)

The home of the tone lies in the unconscious.

With this we reach our conclusion. Let us briefly summarize the essentials. The role of music in our concrete world is that of a mediator. It is no longer a primordial sound, nor a natural one, because since the dawn of creation it has become a conscious, man made art. But the material that it uses remains the sound that reaches deep into our dark subconscious, According to the sayings of ancient cosmologies, music's place of origin lies in the breath, in the soughing of the wind and the roaring of the water. The home of music is the reddening dawn. There it has its castle with that high tower which, as it says in the fairy tale, sometimes even reaches beyond the borders of dawn into the bright daylight. As a purely sonorous phenomenon, music is the archetype of movement insofar as rhythmic sound forms the basic structure of the world. Since man is also rooted in this early cosmos, he preserves this substructure in his subconscious, where the archaic and the truthful are ever present. The rhythmic substructure is the anthropocosmic primordial memory. As an art, music -- particularly in its connection with language is a mixture of truth and falsity, and if the falsity of daylight is not overcome, music will become a bearer of illusion.

 

Kommentar zu S. 68: Bei Wagner sind es die mythischen Zwillings-Kultur-Heroen Siegmund und Sieglinde. Und bei der Rückwärts-Erzählung des Rings, bei George Lucas, finden wir die Heroen und -inen: die Königin Padmé Amidala, und Anakin Skywalker, und deren Zwilings-Sohn und -Tochter, also Luke und Lea Skywalker. Dies ist die Geschichte der Skywalkers. Ich habe dazu auch noch etwas weiter unten geschrieben.

https://www.welt.de/kultur/kino/article171648368/Was-George-Lucas-eigentlich-erzaehlen-wollte.html

Aber alles, was dieser Familie auferlegt wird (so einiges: Ermordung der Urgroßmutter, Verstümmelung und Sündenfall des Großvaters, Kummertod der Großmutter, Selbstopfer des Sohnes und Vatermord des Neffen), geschieht vor dem Hintergrund der „Galaxie in Aufruhr“, die in all ihrer Komplexität, Brutalität und Verzweiflung nur in den ersten drei Filmen (und dem Spin-off „Rogue Squadron“) geschildert wird. Ihr Schicksal treibt die Handlung voran, ihre Taten verändern den Lauf der Geschichte, aber sie ist nicht der Kern.

 

Dies ist ein Kommentar zu (S. 68):

... the dark, invisible realm of music and the concrete, visible world, mythology says that their songs are their hands, that they shoot with musical bows, eat from drums, and drink from cymbals. Their true being and their true nourishment is sound or the "word", but their external appearance is concrete.

Ich habe das weiter unten unter "The Spindle of Necessity" näher ausgeführt.

 

Hier ist noch ein Kommentar zu "the moment between the gray and the red of dawn" (S. 44)

The entire process occurs in the intermediate world, i.e., the moment between the gray and the red of dawn. This world that stands between the purely acoustic primordial time of creation (night) and the concrete present (the day- or light-time) is the light-tone world of dream.

Ich habe dazu auch einiges geschrieben: "An einem kühlen, grauen Morgen in der Welt-Traum-Zeit"

http://www.noologie.de/noo03.htm

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Marius_Schneider#Die_1930er_und_1940er_Jahre

Hier in der Wikipedia finden wir es auch, warum Marius Schneider für die heutigen Musik-Wissenschaftler so ein bisschen anrüchig ist:

Schneider betrieb daraufhin seine Einberufung. Seine Militärdienstzeit, die er bei Admiral Wilhelm Canaris in der Abwehr verbrachte, konnte er für Experimente zu musikalischen Assimilationsprozessen nutzen u. a. in Tunesien.[1] Als Schneider nach dem Ende des Afrikafeldzugs 1943 nach Berlin zurückkehrte und als Kustos am Institut für Musikforschung im Gespräch war, wurden zwei weitere Gutachten über ihn erstellt. Darin heißt es unter anderem:

„… daß die wissenschaftliche Befähigung von Schneider nicht in Abrede gestellt wird, jedoch wird er, soweit wir bis jetzt sehen, als ein lebensfremder Intellektueller betrachtet, der keine Berührungspunkte mit der nationalsozialistischen Weltanschauung hat. Nach uns bereits vorliegenden Unterlagen kommt er als Jugenderzieher und für die Universitätslaufbahn jedenfalls nicht in Frage. … Immerhin sollte es für Sie auch aufschlußreich sein zu hören, daß Schneider im Jahre 1934 seine Werke folgendermaßen datiert hat: Berlin, Maria Lichtmeß 1934 und das zweite: Berlin, am Feste Aller Heiligen 1934. Sein Gedanke, der in dem Werk ‚Geschichte der Mehrstimmigkeit‘ ausgesprochen wird, ist, die Frühzeit der europäischen Musik durch Vergleich mit der jetzt in Phonogrammen aufgenommenen Musik der Naturvölker zu erklären. Dieser Gedanke hat immerhin etwas bedenkliches, weil dabei von vornherein der Rassenstandpunkt außer Acht gelassen wurde.“

 Lynn Snook: Wagners Mythische Modelle

Lynn Snook hat mit ihrem Buch wohl eine der tiefgreifendsten Darstellungen von des Wagners Mythischen Modellen gemacht.[9] Die meisten Mythologen beziehen sich auf C.G. Jung, so auch Lynn Snook. Ich werde im Einzelnen die sehr poetischen Motive aus ihrem Buch zitieren.

 

Auf der US-Anglo-Seite beziehen sich auch viele Autoren auf Joseph Campbell, der wohl als einer der US-Obermeister der Mythologie gelten kann, auf den ich mich ebenfalls beziehe. Ich komme darauf noch in dem Kapitel von "Star Wars" von George Lucas, wieder zurück. Joseph Campbell hat ja in seinen vielen Büchern den "Hero's Journey" beschrieben, was wohl wesentlich das Thema des Siegfried's ist. Ich basiere meine Arbeit als Komplementär-Material noch auf Hertha v. Dechend (Hamlet's Mill). Die die Mythischen Motive sind immer dieselben, nur von einer etwas anderen Perspektive gesehen.

 Die Alt-Griechischen Vorbilder Wagners

Es gibt auf dem Youtube auch interessantes Material mit Sound-Beispielen, wie das vielleicht in den Alt-Griechischen Zeiten bei den Aufführungen von Aischylos und Sophokles und Homer geklungen hat:

https://www.youtube.com/watch?v=qI0mkt6Z3I0

https://www.youtube.com/watch?v=J5KcPraGOs4

https://www.youtube.com/watch?v=MOvVWiDsPWQ

https://www.youtube.com/watch?v=Dc97mwbbMds

https://www.youtube.com/watch?v=s7bWCeazHsc

https://www.youtube.com/watch?v=K08vUnVpHcw

https://www.youtube.com/watch?v=qAZg9aGbEU8

 Wagner & Me (Stephen Fry)

Stephen Fry: Ein bekannter Britis'her[10] Autor und Schauspieler, der die Musik des Wagner's liebt. Vor allem dessen Mythologie- und Harmonikales Verständnis, und das Grosse Werk, das auch in eine Oper umzusetzen. Was alles nicht sogleich kommensurabel ist. Siehe dazu auch: The Myth of Invariance. [11] Er zeichnet die Geschichte des Lebens und Wirkens von Wagner nach.

https://www.youtube.com/watch?v=hlmaEpw7oz0

(27:52  - 33:09) Stefan Mickisch spielt da auch noch eine bedeutende Rolle.

(34:32)  Und dann kommt die Produktion von Valery Gergiev.

Dies ist der berühmte Dirigent, mit seinem Zahnstocher.

In (37:48) spricht Stephen Fry das Un-Aussprechliche aus:

"I wonder if it is possible to take the German out of Wagner."

In (38:04) sagt Gergiev: "There ist not once a mentioning of Germany or Deutschland".[12]

In (38:44) sagt Gergiev: "It's not German German German, it is about the world".

Dann kommt in (43:57 - 46:25) die schicksalshafte Begegnung mit dem Kinni Loui II zustande.

Der hat für den Wagner dann alle seine Schlösser und Opernhäuser gebaut und finanziert.

Dann kommt Cosima Wagner  (53:00).

Und dann das Opernhaus in Bayreuth (55:00).[13]

Verdi vs Wagner: the 200th birthday debate with Stephen Fry:

Wagner und / oder Verdi. Stephen Fry diskutiert mit Experten die musikalischen / harmonikalen / mythologischen Unterschiede zwischen Wagner und Verdi.  Mit sehr guten Musik-Beispielen. Der Beitrag ist interessant, weil er einige der musikalischen Leitmotive-Techniken demonstriert, die Wagner eingesetzt hat.

https://www.youtube.com/watch?v=73TH_MZ6c_c

Besonders interessant ist die Minute (1:00:57). Da geht es um die Macht des Ur-Vaters (Wotan) mit seinem Speer, und wie der Speer zuletzt von seinem Enkel-Sohn Siegfried zerschlagen wird. Das ist zwar kein Vater-Mord im Sinne des Oedipus, aber es ist fast ein Gross-Vater-Mord. Siehe dazu die Szene (1:02:14). The breaking of Wotan's own power. Stephen Fry überwindet hier auch die Deutsche Obsession, dass man glaubte, dass Richard Wagner etwas mit der Deutsch-Tümelei zu tun gehabt hätte. Das wäre weit gefehlt. Er war sehr, sehr Über-Deutsch. Es geht hier um die Menschheits-Träume von Alten Pantokrator-Göttern, gegen eine neue Generation von jungen Menschen, die die alten Pantokratoren und ihre Helfershelfer hier auf der Erden loswerden wollen.[14]

 

Von Wilhelm Heizmann, eine ausführliche mythologische Darstellung des Weltenbaums Yggdrasil bei Wagner und der Nornen.

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wissenstransfer/dateien/w3_die_esche_als_weltenbaum.pdf

Die musikalischen Leitmotive im Ring des Wagner's

Es ist in der Praxis sehr schwer, etwas verbal zu formulieren, und dann noch in einer Poesie, was nur mit der Musik zu formulieren ist. Das ist auch ein typischer Fall von Inkommensurabilität. Der Graben zwischen den Rational-Verbal-Denkern und den Musik-Denkern ist breit und tief. Es kommt eher selten vor, dass jemand beide Gebiete in der selben Breite und Tiefe abdecken kann. Ein Beispiel dazu ist die Auseinandersetzung / oder Abneigung, die Nietzsche gegen Wagner führte. Das aber konnte Wagner wohl als einer der sehr Wenigen überbrücken. Also er ist eine sehr grosse Ausnahme in der Menschheits-Kultur-Geschichte. Nach der Wagner-Forschung hat er zuerst die Texte geschrieben, und dann die Musik dazu komponiert. Hierzu gibt es diverse Darstellungen der Leitmotive im Ring. Eine sehr ausführliche ist diese, auf dem Deutschen-Qualitäts-Fernsehen 3Sat. (Es kann sich nun jede/r dabei denken, was sie will). Stefan Mickisch und einige weitere sogenannte "Experten" erklären ganz genau die musikalischen, politischen, und psychologischen Motive und die Sinne:[15]

Der Ring #1 - Rheingold

            Stefan Mickisch: Erstes Motiv  Stefan Mickisch: Rheintoechter

            Stefan Mickisch: Gesang des Rheingold

Der Ring #2 - Walküre

Der Ring #3 - Siegfried

Der Ring #4 - Götterdämmerung

 

Es gibt auch einige Demo-Videos von Stefan Mickisch auf dessen Webseite. Er hat auch eine CD-Sammlung mit allen Motiven und den erläuternden Begleit-Texten produziert.[16]

 

Hier ist eine Jungianische Einführung in den Ring: Das Folgende ist wohl die beste und eindrucksvollste Kurzfassung des Ring's in 54 Minuten, für Leute, die keine Zeit haben, sich für ein paar Tage in die Oper zu setzen. Es ist ein englischer sehr philosophischer Kommentar zu und mit den Leitmotiven des Wagner's. Wichtig ist in diesem Kontext die Bedeutung des Wortes "Wälse", was auf Alt-Nordisch heisst: "Wolf". Wotan kopuliert mit einer Wölfin, und erzeugt so das Geschlecht der Wälsungen. Also den Wolfs-Sohn und ‑Tochter, Siegmund und Sieglinde. Und die Wölfe paaren sich nur sehr selektiv. Nämlich nach der Wölfischen Rudel-Macht-Hierarchie.[17] Und deshalb ist der Name Hunding des Ehemanns von Sieglinde auch Nomen est Omen. Eine Alpha-Wölfin paart sich auch nie mit einem Hund. Eine Parallele gibt es dazu in dem Mythos von Romulus und Remus (die von einer Wölfin gesäugt wurden), aber es ist da wahrscheinlich auch noch mehr intendiert.[18] Everything stops, for 17 years. Und das ist wiederum sehr Jungianisch. Und das taucht auch alles irgendwie anders-herum in der Star-Wars Saga des George Lucas auf. Und ab&zu mal wird auch ein Freudianisches Motiv angesprochen. (15:20) Der Sphinkter, als Analog zu dem Ring. Dann gibt es noch viele alte Bühnenbilder, die sehr schön anzusehen sind, und meiner Meinung nach 10 mal besser, als was einem in den heutigen Opern an-der-Nase-herum vor-geführt wird. Das alles ist sehr tiefgreifend und dramatisch:

https://www.youtube.com/watch?v=CvpIbfslS9w&index=18&list=RDzR9I1YYtlJI

 

Dieses andere Beispiel ist sowohl in der Musikalischen Notation, als auch mit 10-sec. Ton-Schnipseln:

https://www.youtube.com/watch?v=CzFdrDju4Zw&list=PL78TsyiiZjhGNl-civwjVsk_7tn6XG3wh&index=1

 Ahnung und Erinnerung

Ein musik-wissenschaftliches Werk zu den Leitmotiven ist: Ahnung und Erinnerung: Die Dramaturgie der Leitmotive bei Richard Wagner/ von Melanie Wald,[19] Wolfgang Fuhrmann.

Wie fast alles an Richard Wagners Werk und Leben ist auch seine Leitmotiv-Technik – er selbst sprach von „Erinnerungsmotiven“ – bis heute umstritten. Obwohl jeder, der sich für Wagner interessiert, mit Bezeichnungen wie „Siegfried-Motiv“ oder „Walhall-Motiv“ vertraut ist, sind viele Fragen nach wie vor ungeklärt: Warum sind die Motive so elementar? Was genau bedeuten sie eigentlich? Und was tragen sie, an der Seite von Text und Szenen, zur Handlung bei? Unter diesen Gesichtspunkten werden die großen Musikdramen Wagners – „Der Ring des Nibelungen“, „Tristan und Isolde“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Parsifal“ – systematisch untersucht. Pro Oper wird exemplarisch eine Problemstellung behandelt, die Gültigkeit für die Leitmotiv-Verfahren insgesamt hat. Durch die Aufarbeitung und Zusammenfassung des Forschungsstandes, Darlegungen zu den einzelnen Werken sowie neue Thesen eignet sich das Buch gleichermaßen als Lektüre für Wagner-Enthusiasten und Musikwissenschaftler.

Gefühlswegweiser durch den vielgewundenen Bau des Dramas

Hier kommt ein langes Zitat aus dem obigen Werk:

[9] Zur Einleitung: »Gefühlswegweiser durch den vielgewundenen Bau des Dramas«

Der große Gedanke

Am Abend eines langen Tages, in dem ein leichtfertig abgeschlossenes Baugeschäft zur Ahnung heraufziehenden Verhängnisses geführt hat, steht Wotan sinnend vor Walhall. Dass Froh und Donner das »schwüle Gedünst« und »bleiche Gewölk« zur Entladung gebracht haben, kann seine Sorgen nicht vertreiben. »Es naht die Nacht«, stellt er doppeldeutig fest zum beunruhigenden Streichertremolo eines eng gesetzten verminderten Septakkords; doch in dieser Dämmerung weiß der Gott noch Rat: Aus dem unheilvollen Tremolo, das sich zum Dominantakkord wendet, entspringt ein sehr energisch vorzutragendes Motiv der Trompete in reinstem C-Dur, und Wotan fasst, wie von einem grossen Gedanken ergriffen, neuen Mut: »So grüss' ich die Burg, sicher vor Bang und Grau'n«. Und nochmals, wie bekräftigend, stimmt die Trompete das Motiv an, diesmal jedoch ohne den Auftakt, in Moll (der Paralleltonart) beginnend und sich zum Dur erst durcharbeitend: der kleine, steigernde Nachsatz einer aufspringenden Quinte in den beiden anderen Trompeten führt zur Kadenz in der Grundtonart - als wäre das Programm »Durch Nacht zum Licht« in nuce vorzustellen. Dabei hebt sich der von der Trompete erreichte Spitzenton des Motivs, ein e[2], in strahlender Dissonanz gegen die Dominantharmonie ab, bevor er sich in die Kadenz wendet. Diese auftrumpfende Schlusswendung haben die Hörer schon einmal vernommen, sie besiegelte Wotans ersten Gruß an die Burg zu Beginn der zweiten Szene, nach den Worten »hehrer, herrlicher Bau« (vgl. auch Kapitel 8, S. 179 f.). Hier verbindet sie sich nun organisch mit dem neuen Motiv (Notenbeispiel o.i).

Wer den Ring des Nibelungen kennt, kennt auch Wotans großen Gedanken. Und er weiß, dass das Motiv, das die Trompete hier vorgestellt

[10] hat, in den folgenden drei Abenden wiederkehren, ja eine tragende Rolle

in diesem Musikdrama spielen wird wie nur wenige andere musikalische   

Gestalten. Schon in den fragwürdigen Des-Dur-Triumph des eigentlichen

Einzugs in Walhall tönt es in Trompete und zweiter Posaune bedeutungs-

voll hinein und bewirkt die eigentliche Kadenz, also Schlusswendung und

-wirkung des Vorabends (Schmid 2003, 54-57). Die Leitfäden und Mo-

tivtabellen, von denen Wagners Werk umzingelt ist, nennen dieses Motiv

unisono das Schwert-Motiv, eine Einmütigkeit, die unter ihnen wahrlich

nicht immer besteht. Und in der Tat tritt das Motiv, in allerlei klangfarbli-    

chen und harmonischen Abwandlungen, immer dort in Erscheinung, wo

es um ein Schwert geht - freilich nicht irgendeins, sondern Nothung, das

Heldenschwert. Kaum eines der vielen Motive und Themen, die Wagner

zum Gewebe seiner Musikdramen verflochten hat, scheint klarer zuzuord-

nen als dieses. 

Und doch: Wenn Wotan seinen großen Gedanken fasst, dann gilt

dieser Gedanke wohl kaum in erster Linie dem Schwert, sondern antizi-

piert »eine in der Zukunft zu vollbringende That« (Porges 1881, 41). Zwar

sollte der Gott, nach »des Meisters ausdrücklicher Vorschrift« für die Bay-

reuther Ring-Premiere von 1876, noch ein vom Nibelungenhort übrig ge-

bliebenes Schwert aufheben (ebd., 41 f.), doch ist diese Idee nicht in die

gedruckten Szenenanweisungen übernommen worden. Und selbst wenn

sie beibehalten worden wäre: Wotan ist nicht an der Ausstattung einer

Rüstkammer interessiert, sondern an der Möglichkeit, den Ring wieder

in seine Gewalt zu bringen und so den düsteren Tag, der den Göttern

dämmert, abzuwenden, ohne den mit den Riesen geschlossenen Vertrag

brechen zu müssen. Dafür braucht er einen freien Helden, und der braucht

ein Schwert. Der Speer und das Schwert sind »Symbole für die >Welt

Verträge< und das >Reich der Freiheit<, Symbole, in denen sich Motive der

Handlung zu >Grundmotiven zusammendrängen««, wie Carl Dahlhaus es,

Formulierungen Richard Wagners übernehmend, ausgedrückt hat (DGS

VII 233); und in anderer Hinsicht weist auch der dritte zentrale Gegen-

stand, eben der Ring des Nibelungen, über seine bloße Materialität hinaus.

Einen toten Gegenstand, ein bloßes Requisit mit einem musikali-

schen Motiv zu schmücken, war Wagners Absicht also nicht: Auch wenn

bzw. gerade indem die Motive von Ring, Speer, Schwert durchaus Quali-

täten des jeweils bezeichneten Dings heraufbeschwören, meinen sie doch

[11] damit mehr als nur dieses Ding, sondern das darin szenisch-sinnlich ver-

körperte Grundmotiv der Handlung, das sie über die Musik dem Gefühl

vermitteln: zwangvolle Macht, durch Verträge gebundene Herrschaft oder

freies Menschen- und Heldentum. Die Motive sind also zugleich musika-

lische Bilder von etwas und Metonymien, d. h. sie haben über diese Bild-

lichkeit Teil an einem größeren und grundlegenderen Bedeutungszusam-

menhang. Gerade das Illustrative und Expressive der Leit-Motive verweist

auf diese Handlungs-Motive; die sprachliche Übereinstimmung im Wort

Motiv (auch im Sinne von Motivation) ist keineswegs zufällig.

Genau diesen Sachverhalt meint Wagner in dem berühmten Passus

aus dem dritten Teil von Oper und Drama, dem sich der Titel und die Aus-

richtung des vorliegenden Buches verdanken.

»Diese melodischen Momente, in denen wir uns der Ahnung er

innern, während sie uns die Erinnerung zur Ahnung machen, werden

nothwendig nur den wichtigsten Motiven des Drama's entblüht sein, und

die wichtigsten von ihnen werden wiederum an Zahl denjenigen Motiven

Zwar entsprechen, die der Dichter als zusammengedrängte verstärkte Grund-

motive der ebenso verstärkten und zusammengedrängten Handlung zu

den Säulen seines dramatischen Gebäudes bestimmte, die er grundsätz-

lich nicht in verwirrender Vielheit, sondern in plastisch zu ordnender, für

leichte Übersicht nothwendig bedingter geringerer Zahl verwendet« (SuD

IV 201). Das bedeutet gerade nicht, dass die Aufgabe der Musik hier nur

in der Illustration oder Verdoppelung des im Text Gesagten bestünde, wie

es neben vielen anderen sogar Adorno (1971, 97) Wagner vorgeworfen hat.

Die Rolle der Leitmotive besteht vielmehr, nach Wagners Postulat, darin,

das Drama erst - in seinem »tiefsten Geheimnis« - zu erschließen: »Diese

melodischen Momente, an sich dazu geeignet, das Gefühl immer auf glei-

cher Höhe zu erhalten, werden uns durch das Orchester gewissermaßen zu

Gefühlswegweisern durch den ganzen vielgewundenen Bau des Drama's.

An ihnen werden wir zu steten Mitwissern des tiefsten Geheimnisses der

dichterischen Absicht, zu unmittelbaren Theilnehmern an dessen Verwirk-

lichung« (SuD IV 200).

Das Schwert-Motiv ist ein solcher »Gefühlswegweiser«, der gerade

durch seine sich unmittelbar sinnlich erschließende Gestalt komplexe

Grundmotive des Dramas vereint: Das Motiv bezieht sich also auch und

eigentlich sogar primär auf den Helden, der Nothung führt oder führen

[12] Wird...

[13] Wie dem auch sei: Schwert, Speer, Ring und dergleichen stehen also nicht für sich selbst, sondern sind ihrerseits bereits »Dingsymbole« im Sinne Rilkes, sinnlich-plastische Erscheinungs- und Ausdrucksformen der eigentlichen Grundmotive, die laut Wagner ein Drama bestimmen sollen.

Noch etwas anderes wird deutlich in der Schluss-Szene des Rheingold, so, wie sie Wagner letztendlich ausgeführt hat. Dem Einsatz des C-Dur-Motivs in der Trompete korrespondiert eben kein szenisches Moment außer der Regieanweisung, Wotan habe zu singen wie von einem grossen Gedanken ergriffen. Das Motiv deutet auf ahnungsvoll Zukünftiges, auf die Ausführung des großen Gedankens, und damit auf etwas von der Bühne selbst nicht nur Abwesendes, sondern noch gar nicht zur Welt Gekommenes. Damit löst sich Wagner von der bis dahin üblichen Verwendung von wiederkehrenden Motiven in der romantischen Oper, die man gewöhnlich als Erinnerungsmotive bezeichnet: Sie werden im Allgemeinen mit szenischer Konkretisierung - etwa mit dem ersten Auftritt des jeweiligen Protagonisten - verknüpft und dienen im Folgenden als Erinnerung daran, auch wenn das Gemeinte auf der Bühne nicht präsent ist. Im Auftreten des Schwert-Motivs wird hingegen, wie Wagner es in Oper und Drama ganz allgemein formulierte, die Ahnung zur Erinnerung und die Erinnerung zur Ahnung: Es verweist auf Künftiges, nicht auf szenisch Präsentes; aber diese szenische »Vergegenwärtigung«, wie Wagner sie nannte, muss kommen - und wird dies auch. Das Schwert-Motiv entspricht damit Wagners Idee, Ahnungen und Erinnerungen müssten einer »dramatischen Nothwendigkeit« gehorchen und so dem Drama »zur vollsten Ergänzung seines Verständnisses« dienen (SuD IV 191).

 Die Weisheits-Götter der Nordischen Mythologie und ihre Quellen:

Weisheit ist...   Der verborgene Brunnen des Mimir.  

Wir erinnern uns an Odin / Wotan und seine Walküren:   _1_   _2_   _3_   _4_  

Odins Raben auf seiner Schulter: Hugin und Munin   Die Zukunfts-Seher

Die Welten-Esche Yggdrasil, als Baum auf der Frauen-Insel im Chiemsee.

Die Tassilolinde [20]

 Musikbeispiele von Wagner's Ring

Ich habe hier den Text und die Musik einander gegenüber gestellt. Der Ring des Nibelungen in Valencia. Diese Aufführung macht den surrealen Charakter des Rings vielleicht am Besten deutlich. Denn hier sieht man klarer, dass das Szenario sich in einem anderen Kosmos abspielt, als es unser heutiges physikalisches Konsensus-Universum ist. Daher: Die absolut phan- tastische und die wirklich un-wiederholbare Inszenierung des Rings des Nibelungen, ist die von Zubin Mehta und der Theatertruppe La Fura dels Baus in Valencia. Zitat: [21] "Diese war immer für einen Skandal gut, doch über die Operninszenierungen der Regie-Rabauken jubeln alle."

 

1. das Rheingold (Video)   2. Die Walküre (Video)

3. Der Siegfried (Video)   4. Die Götterdämmerung (Video)

 

Richard Wagner - Ride of the Valkyries:

https://www.youtube.com/watch?v=XRU1AJsXN1g

Wagner: Overtures and preludes:

https://www.youtube.com/watch?v=ru__AQXyiW8

Mix - Classical - Richard Wagner - Ride of the Valkyries:

https://www.youtube.com/watch?v=XRU1AJsXN1g&list=RDXRU1AJsXN1g&t=61

The Best of Wagner:

https://www.youtube.com/watch?v=0EUHnu48DmQ

Richard Wagner als falsch vereinnahmter Schöpfergeist der Menschheit

Alles, was aus dem falschen Verständnis der Deutsch-Tümelei auf den Richard Wagner aufgehäuft wurde, sollte dringend beseitigt werden. Richard Wagner war so ziemlich einer der grössten über-nationalen Quer-Denker der Menschheit. Nach dem Scheitern seiner politischen Ambitionen 1848-1849 (Die Kunst und die Revolution),[22] und seiner Selbst-Verbannung ins Exil, verlegte er sich auf die Mythologie und die musikalische Harmonik, um auszudrücken, was auf der politischen Ebene unmöglich (bzw. suizidal) war. Nomen est Omen: Der Wagner hat es gewagt, die Peira-Noiaesis,[23] das Denken jen(s/z)eits der Grenzen der menschlichen (un-) Denk-Zäune. Die alt-deutsche Nibelungen-Sage ist dabei eher nur eine Aufhänger-Story. Mit dem Ring hat Wagner als ehemals aufrührerischer Revolutionär etwas dargestellt, das auch eine wesentliche politische Komponente hat. Nämlich die Selbst-Befreiung des Menschen aus den Ketten der Pantokrator-Götter und deren Helfershelfer bei Kirche und Obrigkeit. Das haben die Deutschen zum Glück nie so richtig verstanden.

 

Man kann die Werke des Wagners nach verschiedenen Kriterien ausdeuten. Entweder musikalisch, psychologisch, politisch, und in diesem Ansatz, mythologisch. Daher geht es hier um Über- Kosmische / Kosmogonische Zusammen-Hänge. Des Wagners Werk schreitet hinaus über die Klein-Deutschen Denkzäune. Richard Wagner hat es als Gesamt-Kunst-Werk-Meister geschafft, sowohl die Mythologie als auch die (Un-) Harmonische / Harmonikale Kosmologie / Kosmogonie zusammen zu zwingen wie auch zu fassen. Denn die Überwindung der Gegensätze und das Heraus-Schreiten in undenkbare Denk-Räume geht in der Musik sehr viel besser als im Verbal-Poiaetischen Denken. Aus Tragödie und Verzweifelung wird Hoffnung, aus Schmerz wird Heiterkeit. Aus dem Weltenbrand Ragnarök wird eine neue Welten-Blüte. Nur wenn etwas vergeht, kann etwas neu entstehen.[24] Das war es, was er musikalisch zusammen gezaubert hat.[25]/[26] Ich verweise hier auf Marius Schneider,[27] Denn Marius Schneider hatte die alte Erinnerung wieder auferweckt, dass die Gött/er/ynnien der Nacht und der Dunkelheit auch die Gebieterinnen des Klangs und der Musik sind. Und mit dabei in diesem Klang-Kosmos sind auch die Musen, also die Mnaemosynae, die Moirae (Siehe weiter unten: Die Spindel der Notwendigkeit), und die ach so sehr verkannten Walküren. Das ist, was Peter Sloterdijk im Kontext von Giordano Bruno so genannt hat: Die Kosmodynamik der Gedächtnisse.[28] Neben der Nordischen Mythologie basiert des Wagner's Kunst auf der Alt-Griechischen Tragödie (Trag-Oidia), besonders der Oresteia des Aischylos.[29] Ebenfalls zu nennen wäre der Inzest und Vatermord bei Oedipus,[30] und der Antigonae und der Elektra des Sophokles. Das Motiv der Elektra ist das Vorbild der Rache der Frauen, wie bei Kriemhilde (Gudrun) und Brunhilde.[31] Das Motiv von Wotan's Verhandeln der Freya mit Fasolt und Fafner findet seine Entsprechung in der Verheiratung der Aphrodite mit dem Schmiedegott Hephaistos.[32] Das war schon damals eine perfekte Mes-Alliance im Götter-Reich der alten Griechen. Insofern besteht auch der Ring auf der psychologischen Ebene fast nur aus Mes-Alliancen (Stefan Mickisch). Von Schopenhauer haben wir in der "Metaphysik der Musik" eine der tiefsten Exegesen[33] des Wirkens dieser Kunst, die jenseits-verbal ist und direkt auf das (unterbewusste) Gemüt (=die Seele) wirkt. Und Wagner hat es auf die höchste Spitze dieser Kunst gebracht, das Wort (=die Mythologie) gleichauf mit dem musikalischen Ausdruck zu bringen:

 Schopenhauer's Metaphysik der Musik:

Aus: Die Welt als Wille und Vorstellung (S. 573++)

Daß nun, in diesem Fall, eben dieses Instrument anderweitig, als Werkzeug der Sprache, zur Mittheilung von Begriffen dient, ist ein zufälliger Umstand, den die Musik zwar nebenbei benutzen kann, um eine Verbindung mit der Poesie einzugehn; jedoch nie darf sie ihn zur Hauptsache machen und gänzlich nur auf den Ausdruck der meistens, ja (wie Diderot im »Neffen Rameau's« zu verstehn giebt) sogar wesentlich faden Verse bedacht seyn. Die Worte sind und bleiben für die Musik eine fremde Zugabe, von untergeordnetem Werthe, da die Wirkung der Töne ungleich mächtiger, unfehlbarer und schneller ist, als die der Worte: diese müssen daher, wenn sie der Musik einverleibt werden, doch nur eine völlig untergeordnete Stelle einnehmen und sich ganz nach jener fügen. Umgekehrt aber gestaltet sich das Verhältniß in Hinsicht auf die gegebene Poesie, also das Lied, oder den Operntext, welchem eine Musik hinzugefügt wird. Denn alsbald zeigt an diesen die Tonkunst ihre Macht und höhere Befähigung, indem sie jetzt über die in den Worten ausgedrückte Empfindung, oder die in[527] der Oper dargestellte Handlung, die tiefsten, letzten, geheimsten Aufschlüsse giebt, das eigentliche und wahre Wesen derselben ausspricht und uns die innerste Seele der Vorgänge und Begebenheiten kennen lehrt, deren bloße Hülle und Leib die Bühne darbietet. Hinsichtlich dieses Uebergewichts der Musik, wie auch sofern sie zum Text und zur Handlung im Verhältniß des Allgemeinen zum Einzelnen, der Regel zum Beispiele steht, möchte es vielleicht passender scheinen, daß der Text zur Musik gedichtet würde, als daß man die Musik zum Texte komponirt. Inzwischen leiten, bei der üblichen Methode, die Worte und Handlungen des Textes den Komponisten auf die ihnen zum Grunde liegenden Affektionen des Willens, und rufen in ihm selbst die auszudrückenden Empfindungen hervor, wirken mithin als Anregungsmittel seiner musikalischen Phantasie. – Daß übrigens die Zugabe der Dichtung zur Musik uns so willkommen ist, und ein Gesang mit verständlichen Worten uns so innig erfreut, beruht darauf, daß dabei unsere unmittelbarste und unsere mittelbarste Erkenntnißweise zugleich und im Verein angeregt werden: die unmittelbarste nämlich ist die, für welche die Musik die Regungen des Willens selbst ausdrückt, die mittelbarste aber die der durch Worte bezeichneten Begriffe. Bei der Sprache der Empfindungen mag die Vernunft nicht gern ganz müßig sitzen. Die Musik vermag zwar aus eigenen Mitteln jede Bewegung des Willens, jede Empfindung, auszudrücken; aber durch die Zugabe der Worte erhalten wir nun überdies auch noch die Gegenstände dieser, die Motive, welche jene veranlassen. – Die Musik einer Oper, wie die Partitur sie darstellt, hat eine völlig unabhängige, gesonderte, gleichsam abstrakte Existenz für sich, welcher die Hergänge und Personen des Stücks fremd sind, und die ihre eigenen, unwandelbaren Regeln befolgt; daher sie auch ohne den Text vollkommen wirksam ist. Diese Musik aber, da sie mit Rücksicht auf das Drama komponiert wurde, ist gleichsam die Seele desselben, indem sie, in ihrer Verbindung mit den Vorgängen, Personen und Worten, zum Ausdruck der innern Bedeutung und der auf dieser beruhenden, letzten und geheimen Nothwendigkeit aller jener Vorgänge wird. Auf einem undeutlichen Gefühl hievon beruht eigentlich der Genuß des Zuschauers, wenn er kein bloßer Gaffer ist. Dabei jedoch zeigt, in der Oper, die Musik ihre heterogene Natur und höhere Wesenheit durch ihre gänzliche Indifferenz gegen alles Materielle der Vorgänge;[528] in Folge welcher sie den Sturm der Leidenschaften und das Pathos der Empfindungen überall auf gleiche Weise ausdrückt und mit dem selben Pomp ihrer Töne begleitet, mag Agamemnon und Achill, oder der Zwist einer Bürgerfamilie, das Materielle des Stückes liefern. Denn für sie sind bloß die Leidenschaften, die Willensbewegungen vorhanden, und sie sieht, wie Gott, nur die Herzen. Sie assimilirt sich nie dem Stoffe: daher auch wenn sie sogar die lächerlichsten und ausschweifendesten Possen der komischen Oper begleitet, sie doch in ihrer wesentlichen Schönheit, Reinheit und Erhabenheit bleibt, und ihre Verschmelzung mit jenen Vorgängen nicht vermag, sie von ihrer Höhe, der alles Lächerliche eigentlich fremd ist, herabzuziehn. So schwebt über dem Possenspiel und den endlosen Miseren des Menschenlebens die tiefe und ernste Bedeutung unsers Daseyns, und verläßt solches keinen Augenblick.

 

Man kann noch als Kommentar dazu schreiben, den Vergleich mit Mozart. Dessen Musik ist zwar auch genial, aber seine Libretti, etwa von Schikaneder[34] sind eher schlicht gestrickt.

1.2       Die Zunft der neuzeitlichen Mythologien-Schmiede und -Nachdichter

Ich möchte mich hier in einer etwas erweiterten Sichtweise mit der Zunft der neuzeitlichen Mythologien-Schmiede und -Nachdichter befassen. Mein besonderes Interesse gilt den Herren Richard und Siegfried Wagner.[35]/[36] Die haben das immerhin noch mit einem gewissen kulturellen und moralischen Imperativ betrieben. Siegfried Wagner war bekannt für seine krassen Darstellungen der Conditio Humana in seinen Opern, aber der ist heute nicht mehr so populär. So funktioniert eben das Tot-Schweige-Kartell der Medien (Oder der kalte Giordano- Bruno- Effekt).[37] Dann gibt es die heutigen trivial- Mythologien-Erzähler aus Hollywood, die das Film- und Fernseh-Geschäft unserer heutigen Welt beleben. Da ist zuerst George Lucas, mit seinem (anscheinend unsterblichen) Star Wars Epos. Und dann Tolkiens "Herr der Ringe". Tolkien hatte auch noch einen ethischen Imperativ, denn er war ein eminenter Sprach-Wissenschaftler, der nordischen Völker-Scharen.[38] Auch die Matrix-Trilogie ist durchsetzt mit mythologischen Themen. Daneben und dagegen, gibt es heute fast unendlich viele Werke, die die mythologischen Super-Helden und Götter in ihren Kämpfen des Guten gegen das Böse (was auch immer das sei) nur noch modern trivialisieren. Es zeigt damit an, dass Mythologien auch heute noch beim Publikum sehr gefragt sind. Sogar bei Welt-Online wird das heute bemerkt, aber eine Ahnung von dem Gehalt der Mythen haben sie leider nicht. [39]

https://www.welt.de/wissenschaft/article171846423/Star-Wars-und-Co-Mythen-die-den-Zugang-zum-Unterbewusstsein-oeffnen.html

 

Kaum eine andere Fähigkeit ist den Menschen so eigen wie das Geschichtenerzählen. Ob Rotkäppchen bei den Gebrüdern Grimm oder Harry Potter aus der Feder der britischen Autorin Joanne K. Rowling – die Figuren und Charaktere aus Mythen, Märchen und Romanen sind weit mehr als Hirngespinste ihrer Autoren. Sie sind Vorbilder für das eigene Handeln und Richtungsgeber für Gedanken. Wie eine Romanfigur fühlt, was sie denkt und sagt, geht bewusst und unbewusst in das Verhalten des Lesers über. Sie beeinflussen die Art und den Tonfall ihrer Gedanken – oder sprechen sogar direkt zu ihnen. Menschen fühlen sich beim Lesen einer Geschichte in die Figuren ein, sie übernehmen unbewusst das Erzählmotiv, das sie gelernt haben und das zu ihnen für ihre eigene Biografie passt. Es wird zu einer Art Schicksal, das ihre Erlebnisse in einen schlüssigen Zusammenhang bringt.

1.3       Richard Wagner: Ein Meister des {Thymos- Eros- Phobos-} Komplexes

Richard Wagner war ein grosser Meister der dichterischen Darstellung des {Thymos- Eros- Phobos-} Komplexes. Ich benutze dieses etwas sperrige Kunstwort für eine alternative Theorie der (Massen-) Psychologie, die das Thymos-Motiv von Sloterdijk ein wenig erweitert. Denn der Phobos-Komplex (=die Angst, die Furcht, und der Schrecken = Phobos und Deimos)[40] hat natürlich seine besondere Stelle im Seelenleben der Menschen. Dies ist auch gedacht, um eine Denk-Alternative zu der Freudianischen und der Jungianischen Theorie zu formulieren.[41] Denn die meisten Interpreten der Mythologie des Wagner's beziehen sich auf C.G. Jung, wie etwa Lynn Snook. Um eine möglichst starke kathartische Wirkung (nach Aristoteles) beim Publikum zu erzielen, mussten die emotionalen Motive stark herausgezeichnet bzw. überbetont werden. Das kann man als schwülstig empfinden, aber das war und ist eine dramaturgische Voraussetzung dieses Gewerbes. Praktisch alle Opern-Dichter seiner Zeit, also auch Mozart, Verdi,[42] Puccini, etc. produzierten schwülstige Machwerke. Das Publikum war schon immer von den schwülstigen Schauspielen begeistert, und ist es genauso heute, wie man bei George Lucas oder Rosamunde Pilcher auch gut sehen kann.[43]/[44] Der Wagner ist tief, tiefer als der Nietzsche je gedacht, Denn der Wagner war ein Grosser Mytho-Loge und Mysta-Goge, ein Meister des Ur-Ahnens. Denn er verstand viel mehr von diesen Dingen, als Nietzsche der Grosse, es je geahnt hätte. Nietzsche war ein Philosoph und Denker, aber vom Dichten und Komponieren verstand er nicht ganz so viel. Die damalige Wirkung von Wagners Schaffen lässt sich gut im Vergleich und Antagonismus zu Nietzsche erfassen. Dazu hat Rüdiger Safranski in "Nietzsche" (71-141) einige wesentliche Aspekte formuliert. Insb. S. 138-140, "die mythische Kunstreligion". Was Nietzsche als rationaler vernunftgeleiteter Schriftgelehrter nicht erfassen konnte oder wollte, ist die (jenseits-rationale) mythologische Macht der Katharsis, die er zwar auch in seiner Theorie des Dionysischen behandelt hatte, aber die er selber nicht nachvollziehen konnte. Man kann es etwas überspitzt sagen: Wenn man sich der mythologischen Macht von Richard Wagners Ritualen der Kunstreligion voll hingeben wollte, musste man seinen Intellekt "an der Garderobe abgeben", und auf den ganz harten Stühlen Platz nehmen. Das war ganz einfach, und konsequent, nur der Akustik geschuldet. Denn Richard Wagner hatte das alles, ganz genau durchgeplant, nämlich für die perfekte Akustik.[45] /[46] Bei den Christen war es analog dazu die "Armut im Geiste", die für die Aufnahme in den initiatischen Kreis der Offenbarung unabdingbare Voraussetzung war. (Credo quia absurdum, Tertullian). Ich beginne mit dem Ring des Nibelungen. [47] / [48] Der Text ist auch auf der Noologie zu finden.[49] Es folgt ein wesentliches Zitat aus diesem Werk, das des Wagners Kunst beleuchtet, um mythologische Tiefenbezüge herzustellen, und ein dazu passendes Bild: Der Wanderer über dem Nebelmeer (Niflheim) von Caspar David Friedrich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wanderer_%C3%BCber_dem_Nebelmeer

 

 

 

 

 

Bild: Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer

 

Hier ist der Link zu dem Original-Bild in hoher Auflösung:

http://www.noologie.de/noo-pics/Caspar_D_Fried_Der_Wanderer.jpg

Die Pilger-Reise des Wanderer’s, des Odins oder Wodans zu der Erd-Mutter Erda

Erda ist die Mutter der Erde, damit auch die Gaia, und noch ur-älter, die Chthon. Ein anderer Name ist die Wala. Diese ist die sich selbst- befruchtende (Auto- Chthon), die all-gebierende, die all-befruchtende Ur-Göttin der Ur-Welt der Menschheit. Sie war das All der Erde, bevor der Himmels-Gott Ouranos entstand.[50] Gleichzeitig ist sie, durch die Ver-Dichtung des Wagners, auch die Mnaemo-Synae, die Göttin der Weisheit und der (Ver-)Dichtung. Insofern entspricht die Pilgerfahrt des Wanderer's den Anrufungen an die Mnaemo-Synae aus der homerischen Ilias und der Theogonie des Hesiodos.[51]/[52] Wagner vermischt damit die alt-griechischen Dichter Homer, Hesiodos, Herakliltos, und die alt-nordischen Götter, zu seinem eigenen Welten- Zauber- Götter- Cocktail.[53] In der Edda finden sich die Ur-Motive u.a. in Balders Traum (Edda, 63-65) und im Waftthrudnirlied (Edda, 45-52). Siehe dazu auch noch den Beitrag von Wilhelm Heizmann,[54] der einige der entsprechenden Stellen zusammen mit dem musikalischen Motiv zitiert, was natürlich für die Verbindung von Mythologie und Musik ganz besonders wichtig ist. Die folgende Aufführung ist aus dem Youtube. Aus dem Jahrhundert-Ring, Bayreuth  "Wache Wala, Wala erwach"; Wotan: Donald McIntyre, Regie Partice Chereau, Dirigent Pierre Boulez. Mit der unsterblichen Ortrun Wenkel als Erda, Siegfried 3. Akt, Teil 1: [55]

https://www.youtube.com/watch?v=H5qv0VliMPo

 

Wanderer: (2:26)

Wache, Wala! Wala! Erwach! / Aus langem Schlaf weck' ich dich Schlummernde auf.

Ich rufe dich auf: Herauf! Herauf! / Aus nebliger Gruft, / aus mächtigem Grunde herauf!

Erda! Erda! Ewiges Weib! / Aus heimischer Tiefe tauche zur Höh'! (3:13)

Dein Wecklied sing' ich, daß du erwachest; / aus sinnendem Schlafe weck' ich dich auf.

Allwissende! Urweltweise! / Erda! Erda! Ewiges Weib! / Wache, erwache, du Wala! Erwache! (3:57)

Erda: (4:35)

Stark ruft das Lied; / kräftig reizt der Zauber. / Ich bin erwacht aus wissendem Schlaf.

Wer scheucht den Schlummer mir?

Wanderer: (4:57)

Der Weckrufer bin ich, und Weisen üb' ich, / daß weithin wache, was fester Schlaf verschließt.

Die Welt durchzog ich, / wanderte viel, Kunde zu werben, / urweisen Rat zu gewinnen.

Kundiger gibt es keine als dich; / bekannt ist dir, was die Tiefe birgt,

was Berg und Tal, Luft und Wasser durchwebt. / Wo Wesen sind, wehet dein Atem; (5:56) [56]

wo Hirne sinnen, haftet dein Sinn: / alles, sagt man, sei dir bekannt.

Daß ich nun Kunde gewänne, / weck' ich dich aus dem Schlaf!

Erda: (6:30)

Mein Schlaf ist Träumen. / mein Träumen Sinnen, / mein Sinnen Walten des Wissens.

Doch wenn ich schlafe, / wachen Nornen: / sie weben das Seil

und spinnen fromm, was ich weiß. / Was frägst du nicht die Nornen?

Wanderer: (7:36)

Im Zwange der Welt weben die Nornen: / sie können nichts wenden noch wandeln.

Doch deiner Weisheit / dankt' ich den Rat wohl, / wie zu hemmen ein rollendes Rad?

....

Ortrun Wenkel als Erda Siegfried 3.Akt Teil 2:

https://www.youtube.com/watch?v=GQACTITrsOo

....

Erda: (0:1)

Männertaten umdämmern mir den Mut: / mich Wissende selbst

bezwang ein Waltender einst. / Ein Wunschmädchen gebar ich Wotan:

der Helden Wal hieß für sich er sie küren. / Kühn ist sie und weise auch:

was weckst du mich und frägst um Kunde / nicht Erdas und Wotans Kind? (1:10) [57]

....

Erda:

Weiche, Wotan, weiche! / Flieh des Ringes Fluch! / Rettungslos dunklem Verderben

weiht dich sein Gewinn.

Wotan:

Wer bist du, mahnendes Weib?

Erda:

Wie alles war, weiss ich; / wie alles wird, wie alles sein wird, / seh' ich auch:[58]

der ew'gen Welt Ur-Wala, / Erda, mahnt deinen Mut. Drei der Töchter, / ur-erschaffne, gebar mein Schoss:

was ich sehe, sagen dir nächtlich die Nornen. / Doch höchste Gefahr führt mich heut

selbst zu dir her: / Höre! Höre! Höre! / Alles, was ist, endet.

Ein düstrer Tag dämmert den Göttern: / dir rat' ich, meide den Ring!

Wotan:

Geheimnis-hehr / hallt mir dein Wort: / weile, dass mehr ich wisse!

Erda: Ich warnte dich, du weisst genug: / sinn in Sorg' und Furcht!

(Erda verschwindet)

...

Wanderer (zu Erda): (5:32)

Du bist nicht, was du dich wähnst! / Urmütter-Weisheit geht zu Ende:

dein Wissen verweht vor meinem Willen. / Weißt du, was Wotan will? (5:47)

Dir Unweisen ruf' ich ins Ohr, / daß sorglos ewig du nun schläfst!

Um der Götter Ende grämt mich die Angst nicht, / seit mein Wunsch es will!

Was in des Zwiespalts wildem Schmerze / verzweifelnd einst ich beschloß,

froh und freudig führe frei ich nun aus. / Weiht' ich in wütendem Ekel

des Niblungen Neid schon die Welt, / dem herrlichsten Wälsung / weis' ich mein Erbe nun an.(7:08)

Der von mir erkoren, doch nie mich gekannt, / ein kühnester Knabe, bar meines Rates,

errang des Niblungen Ring.(7:32)

Liebesfroh, ledig des Neides, / erlahmt an dem Edlen Alberichs Fluch;

denn fremd bleibt ihm die Furcht.

Die du mir gebarst, Brünnhild', / weckt sich hold der Held: /

wachend wirkt dein wissendes Kind erlösende Weltentat. (8:17)

Drum schlafe nun du, schließe dein Auge; / träumend erschau mein Ende!

Was jene auch wirken, / dem ewig Jungen weicht in Wonne der Gott.

Hinab denn, Erda! Urmütterfurcht! / Ursorge! (9:12)

Hinab! Hinab zu ew'gem Schlaf! [59]

 

[Der Ur-Mütter Rat, der taugt heute nichts mehr].

Siehe dazu Goethe's Faust:[60]

http://www.noologie.de/desn27.htm

http://www.noologie.de/faust.htm

"Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht / Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht"

Dazu wiederum analog bei Spengler: "Das Ich ist ein Lichtbegriff" (1980, 564).

 

Wotan: Soll ich sorgen und fürchten, / dich muss ich fassen, alles erfahren!

Fricka: Was willst du, Wütender?

Froh / Halt ein, Wotan! / Scheue die Edle, achte ihr Wort!

Donner: Hört, ihr Riesen! Zurück, und harret: / das Gold wird euch gegeben.

Freia: Darf ich es hoffen? / Dünkt euch Holda wirklich der Lösung wert?

Wotan: Zu mir, Freia! Du bist befreit. / Wieder gekauft kehr' uns die Jugend zurück!

Ihr Riesen, nehmt euren Ring!

 

Mit dem Zitat: "Was jene auch wirken, / dem ewig Jungen weicht in Wonne der Gott." beschliesst Wotan auch seinen eigenen Welt-Untergang, das Ragnarök. Und die Wiederauferstehung einer neuen, jungen Welt, mit erneuerten jungen Göttern folgt nach ihren eigenen Gesetzen, und nicht nach denen der Väter-Götter. Das ist in der griechischen Mythologie des Hesiodos anhand der dort dargestellten Götter-Generationen von Gaia (Chaea, Chthon), zu Ouranos (der Himmel), zu Chronos (Saturn), bis hin zu Zeus (Jupiter). Auch dort kommen allerlei Kämpfe und Welten-Brände vor. Der Weltuntergang ist also mythologisch überhaupt nichts neues. Ich werde das noch in einem späteren Kapitel behandeln, mit der Apokalypsis und der Eschatologie: "Über den Eschatologischen Krieg".

http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324233

 

Siehe Hesiodos: eirousai ta t' eonta ta t' essomena pro t' eonta

Audae Thespin: Das Lied von den An-Fängen, den Ur-Sprüngen, und den Auf-Gängen:

ex archaes, hoti proton genet auton, eirousai ta t' eonta ta t' essomena pro t' eonta

verkündend, was ist, was sein wird, und was vorher war.

Und höre auch den Widerhall, das Lied von den Ab-Schieden und Unter-Gängen, vom Ragnarök,

dem Wal-Hall, und der Kata-Strophae![61]

Das Kapitel der Nornen

Nun geht es zu der Alt-Ur-Weltlichen nordischen Mythologie der Yggdrasil, und dem Quell der Weisheit. Die Nornen gehören der aller-ältesten Götter-Generation an, denn sie entscheiden auch über das Schicksal der Götter selber. Deshalb ist hier auch das Weltesche-Motiv aus der Götterdämmerung so relevant.[62] Die nordischen Nornen sind auch die alt-griechischen Moirae:[63] Hier ist wiederum auf die ausführliche Diskussion von Wilhelm Heizmann zu verweisen[64]. Das Zitat "schling' ich das Seil und singe" bezieht sich auf die Tätigkeit der Moirae, ein Seil des Schicksals zu spinnen, Klotho ist diejenige die das Seil des Schicksals spinnt, Lachaesis ist die, die jedem Menschen eine bestimmte Länge zuweist, und Atropos ist diejenige, die den Schicksalsfaden abschneidet. Die Etymologie wird in dem Wiki-Artikel ebenfalls angesprochen.[65] Klotho heisst wörtlich: Die Spinnerin. In diesem Wortbild ist das Verwinden der Fäden (en-tropos) enthalten. Die Schicksals-Spindel ist wiederum ein musikalisches Motiv, das bei Platon vorkommt. Denn dort spinnt sie sich durch den musikalischen Raum. G. Bruno (1991, Kapitel IV, 40) [66] erwähnt dies als "Clotho, die Umwälzbarkeit der Welt" (ie. die En-Tropia). Diese kommt mit Atropos (also die nicht mehr Umwälzbarkeit, A-Tropia) zu ihrem Ende. Die Lachaesis ist ebenfalls ein Wortbild (lachnos), welches die Wolle, ein gekräuseltes (verfilztes) Haar oder Fell (siehe auch die Argonauten und ihr goldenes Flies) symbolisiert. In der nordischen Mythologie finden sich parallel dazu die Nornen: Urda, Verdani, and Skuld.[67] Siehe: Die Götterdämmerung:

http://www.noologie.de/goett01.htm

Wagner - Der Ring Des Nibelungen: Götterdämmerung [Prologue/Act I; Boulez]

Der Szenen-Hintergrund dieses Aktes sieht übrigens fast genauso aus, wie das Bild

"Die Toteninsel" von Arnold Böcklin. Das ist sicher kein Zufall.[68]

Alle Minuten-Zitate beziehen sich auf diesen Youtube-Video.

https://www.youtube.com/watch?v=ifPEx6rAFFs

 

Die erste Norn: Welch Licht leuchtet dort?

Die zweite Norn: Dämmert der Tag schon auf?

Die dritte Norn: Loges Heer lodert feurig um den Fels.

Noch ist's Nacht. / Was spinnen und singen wir nicht? (5:05)

Die zweite Norn (zu der ersten) Wollen wir spinnen und singen,

woran spannst du das Seil?

Die erste Norn:

So gut und schlimm es geh', / schling' ich das Seil und singe.

An der Weltesche wob ich einst, da groß und stark dem Stamm entgrünte

weihlicher Äste Wald. / Im kühlen Schatten rauscht' ein Quell, (6:41)

Weisheit raunend rann sein Gewell'; / da sang ich heiligen Sinn.

Ein kühner Gott / trat zum Trunk an den Quell;

seiner Augen eines zahlt' er als ewigen Zoll.

Von der Weltesche brach da Wotan einen Ast; / eines Speeres Schaft

entschnitt der Starke dem Stamm. / In langer Zeiten Lauf / zehrte die Wunde den Wald;

falb fielen die Blätter, / dürr darbte der Baum, traurig versiegte des Quelles Trank:

trüben Sinnes ward mein Gesang. (8:24)

Doch, web' ich heut / an der Weltesche nicht mehr, / muß mir die Tanne

taugen zu fesseln das Seil: / singe, Schwester, dir werf' ich's zu. / Weißt du, wie das wird? (9:15)

...

Die zweite Norn: Treu beratner Verträge Runen / schnitt Wotan in des Speeres Schaft:

den hielt er als Haft der Welt. Ein kühner Held / zerhieb im Kampfe den Speer;

in Trümmer sprang / der Verträge heiliger Haft. (9:48)

Da hieß Wotan Walhalls Helden / der Weltesche welkes Geäst / mit dem Stamm in Stücke zu fällen.

Die Esche sank, / ewig versiegte der Quell! / Fessle ich heut / an den scharfen Fels das Seil:

singe, Schwester, dir werf' ich's zu. (11:01)

Weißt du, wie das wird?

Die dritte Norn:

Es ragt die Burg, von Riesen gebaut: / mit der Götter und Helden heiliger Sippe

sitzt dort Wotan im Saal. / Gehau'ner Scheite hohe Schicht / ragt zuhauf rings um die Halle:

die Weltesche war dies einst! / Brennt das Holz / heilig brünstig und hell,

sengt die Glut / sehrend den glänzenden Saal: / der ewigen Götter Ende / dämmert ewig da auf.

Wisset ihr noch, / so windet von neuem das Seil; / von Norden wieder werf' ich's dir nach. (12:55)[69]

Spinne, Schwester, und singe!

Die erste Norn:

Dämmert der Tag? / Oder leuchtet die Lohe? Getrübt trügt sich mein Blick;

nicht hell eracht' ich das heilig Alte, / da Loge einst entbrannte in lichter Glut.

Weißt du, was aus ihm ward?

Die zweite Norn:

Durch des Speeres Zauber / zähmte ihn Wotan;

Räte raunt' er dem Gott. / An des Schaftes Runen,

frei sich zu raten, / nagte zehrend sein Zahn: / da, mit des Speeres

zwingender Spitze / bannte ihn Wotan, (14:08)

Brünnhildes Fels zu umbrennen. / Weißt du, was aus ihm wird?

Die dritte Norn:

Des zerschlagnen Speeres / stechende Splitter / taucht' einst Wotan

dem Brünstigen tief in die Brust: / zehrender Brand zündet da auf;

den wirft der Gott in der Weltesche / zuhauf geschichtete Scheite.

Wollt ihr wissen, / wann das wird? / Schwinget, Schwestern, das Seil!

Die erste Norn: Die Nacht weicht; / nichts mehr gewahr' ich:

des Seiles Fäden find' ich nicht mehr; / verflochten ist das Geflecht.

Ein wüstes Gesicht wirrt mir wütend den Sinn. /

Das Rheingold raubte Alberich einst. / Weißt du, was aus ihm ward?

Die zweite Norn: Des Steines Schärfe schnitt in das Seil;

nicht fest spannt mehr der Fäden Gespinst; / verwirrt ist das Geweb'.

Aus Not und Neid / ragt mir des Niblungen Ring: / ein rächender Fluch

nagt meiner Fäden Geflecht. / Weißt du, was daraus wird?

Die dritte Norn: Zu locker das Seil, mir langt es nicht.

Soll ich nach Norden neigen das Ende, / straffer sei es gestreckt! / Es riß! (17:44)

Die zweite Norn: Es riß!

Die erste Norn: Es riß!

Die drei Nornen: Zu End' ewiges Wissen!

Der Welt melden Weise nichts mehr.

Die dritte Norn: Hinab!

Die zweite Norn: Zur Mutter!

Die erste Norn: Hinab! (18:59 - 19:00)

 

Das Ende des Auftritts der Nornen ist analog zum Hinab- Gehen der Erd-Mutter Erda. Die Urmütter Weisheit wird gebannt: "Hinab! Hinab zu ew'gem Schlaf!" Aber, wie wir von Hertha v. Dechend [70] wissen: Die Nornen / Parzen / Moirae als die Göttinnen des Schicksals stehen über allen den Göttern, und Götzen, und vor allem, den heutigen modernen physikalischen kosmologischen Welt-Vorstellungen der Wissen-schaftler und der Banausen. Sie wirken von Ewigkeit zu Ewigkeit, "im ew'gen Bann". Par aion ap aion. Von Zeitalter zu Zeitalter. Eben bis sich die Präzession der Equinoktien [71] in einem Platonischen Jahr von 25.000 - 28.000 Jahren wieder weiter bewegt hat, zu einem neuen Polar-Stern. Das Zitat "von Norden wieder werf' ich's dir nach" bedeutet wohl mythologisch, dass der Polarstern (=Nordstern) in der Präzession der Equinoktien immer wechselt, so dass das Seil neu gespannt werden muss. Ob Wagner so weit mit seinen mythologischen Spekulationen gekommen ist, das weiss heute niemand mehr. Deshalb ist das Seil des Schicksals nicht zu überwinden. Es dehnt sich nur etwas weiter über die xyz-Millennia, jen(s/z)eits des Menschlichen Vorstellungs-Vermögens.

Unfreiwillig Komisches im Wagner-Universum

Dazu noch in: https://www.youtube.com/watch?v=ifPEx6rAFFs

Der Auftritt der Brünhilde (Gwyneth Jones) in der folgenden Szene (19:20) sieht eher unfreiwillig komisch aus. Sie ist so wie ein Weihnachtsmarkt-Rauschegold-Engel im langen Nachthemd, und ihr angestrengter Gesichtsausdruck beim Singen hilft auch nicht. Dazu sieht sie auch nicht ganz altersgemäss für eine nie alternde Walküre aus. Dann kommt gleich auch noch der Siegfried, der fast so aussieht wie eine Robin-Hood-Imitation, ausgeliehen aus einem damaligen Hollywood- Schinken- Komparsen- Büro. (21:43). Die Schluss-Szene in 34:19 bis 35:34 zeigt noch einmal die Böklin'sche Toten-Insel in voller Ganzheit. Noch schlimmer kommt es dann (38:01) mit den Herren in Smoking und Krawatte. Das könnte aus einem damaligen Film "Der Pate" entliehen worden sein. Das führt dann über in die Szene mit dem Hagen (der ist so etwas wie der Ober-Pate, der Gibichungen'schich'lich'en Mafia). Manchmal kann eine Wagner-Aufführung auch ganz einfach peinlich sein. Ich möchte nur als Kontrast-Programm zu der Inszenierung von Pierre Boulez, die Inszenierung von Zubin Mehta, Valencia 2009, anführen. Welche ist wohl interessanter? Ich hatte schon immer ziemliche Probleme mit Wotan, mit Anzug & Krawatte, so wie wir ihn in der U-Bahn, oder wie wir ihn auf einer Aktien-Gesellschafts-Aufsichtsrats-Vorsitzenden-Sitzung sehen können. Die Aufführung Valencia 2009 ist für mich sicher interessanter.

https://www.youtube.com/watch?v=ebhrZZJ-mLg

Aber auch dort sieht der Auftritt der Brünhilde (22:00) nicht weniger komisch aus. Denn da denkt man sofort an eine etwas überalterte russische Olympische Kugelstosserin oder Wrestlerin, die wegen zuviel Dopings (=Andro-Hormone) disqualifiziert worden ist. Aber hier glaubt man das alles bei der ansonsten surrealen Szenerie einfach leichter. Der dortige Held Siegfried mit seinen Dread-Locks könnte auch direkt aus einem damaligen Star Wars Film, als Komparse ausgeliehen sein. Vor allem, als er in 36:43 - 37:58 mit seinem Do-It-Yourself Vehikel, einer spezial angefertigten Version des US-Lunar Lander Module davon schwebt. Aber Ars gratia Artis. Man sollte bei Wagner-Inszenierungen nie meckern, wenn irgendwo etwas ober-peinlich ist.

Die unwahrscheinlichste Szene des Ring's

Überhaupt ist die Szene der Ankunft des Siegfried am Hofe der Gibichungen die unwahrscheinlichste, und am meisten gekünstelte Szene des ganzen Rings. Denn Siegfried hatte ja durch sein Drachen-Blut-Bad auch die Fähigkeit der Gedanken-Wahrnehmung erlangt. Es ist also völlig unverständlich, dass er hier die finsteren Pläne des Hagen nicht sogleich durchschaut hat.

http://www.noologie.de/goett01.htm#_Toc280040293

Gutrune: Willkommen, Gast, in Gibichs Haus! / Seine Tochter reicht dir den Trank.

Siegfried: Vergäß' ich alles, was du mir gabst, / von einer Lehre lass' ich doch nie!

Den ersten Trunk zu treuer Minne, / Brünnhilde, bring' ich dir!

(Er setzt das Trinkhorn an und trinkt in einem langen Zuge. Er reicht das Horn an Gutrune zurück, die verschämt und verwirrt ihre Augen vor ihm niederschlägt. Siegfried heftet den Blick mit schnell entbrannter Leidenschaft auf sie.)

Die so mit dem Blitz den Blick du mir sengst, / was senkst du dein Auge vor mir?

(Gutrune schlägt errötend das Auge zu ihm auf.)

Ha, schönstes Weib! / Schließe den Blick; / das Herz in der Brust brennt mir sein Strahl:

zu feurigen Strömen fühl' ich / ihn zehrend zünden mein Blut! / Gunther, wie heißt deine Schwester?

Gunther: Gutrune.

Die mythologische Bedeutung der Spindel der Notwendigkeit

 

Die Not-Wendigkeit entsteht aus der Drehung in der Not, so wie sie sich gegen die Not wendet.

 

Hier ist noch ein längeres Zitat aus meiner Dissertation zur mythologischen Bedeutung der Spindel und des Spinnens.[72] Es ist anzunehmen, dass Wagner zumindest die Darstellung bei Platon (Republic, der Mythos des Er) kannte. Hier ist vor allem die Darstellung von Marius Schneider (1990: 30) relevant: "Versuche... die Klänge der Sphärenmusik mit bestimmten Tönen zu identifizieren." Irgendetwas davon hatte Wagner wohl auch im Sinn, als er das musikalische Motiv schrieb. Siehe: The Spindle of necessity: [73]

 

A prime mythological example are the greek fate goddesses, the Moirae: Klotho, Lachesis, and Atropos, and their nordic pendant, the Nornes: Urda, Verdani, and Skuld.

 

Hamilton, (1942: 43): Klotho, the Spinner, who spun the thread of life, Lachesis, the Disposer of Lots, who assigned to each man his destiny; Atropos, she who could not be turned, who carried "the abhorred shears" and cut the thread at death.

(Hamilton 1942: 313): Beside the root of YGGDRASIL was a well of white water, URDA'S WELL, so holy that none might drink of it. The three Norns guarded it, who: allot their lives to the sons of men / and assign to them their fate. The three were URDA (the Past), VERDANI (the Present), and SKULD (the Future). Here each day the gods came, passing over the quivering rainbow bridge to sit beside the well and pass judgement on the deeds of men.

Platon makes note of this highly mythological connection in mentioning the spindle of necessity in his Republic, as related by Marius Schneider (1990: 30) :


Schneider (1990: 30): Carl-Allan Moberg hat 1937 in seiner reich dokumentierten und trefflich kommentierten Arbeit "Sfärenas Harmonie" (15) alle von der Antike bis zum 17. Jahrhundert angestellten Versuche aufgezählt, die Klänge der Sphärenmusik mit bestimmten Tönen zu identifizieren. Meines Wissens ist es um diese Frage wieder still geworden. Zwar hat sich Jacques Handschin(16) inzwischen bemüht, das Problem wegzudiskutieren und die ganze Vorstellung von den tönenden Gestirnen als ein Hirngespinst der Neu-Pythagoräer zu diskreditieren. Er bagatellisiert die Stelle in Platons "Staat" (617 B) und verweist sie in das Gebiet der Poesie. Er kümmert sich nicht darum, daß diese Stelle immerhin in dem sehr ernst gemeinten "Staat" mit der zentralen Idee der "Spindel der Notwendigkeit" verbunden ist:

 

Schneider (1990: 30): Versuche... die Klänge der Sphärenmusik mit bestimmten Tönen zu identifizieren... die Stelle in Platons "Staat" (617 B)... mit der zentralen Idee der "Spindel der Notwendigkeit" verbunden ist: Diese Art von Poesie bildet in der alten Welt die mythologische Einkleidung eines durchaus ernst zu nehmenden philosophischen Hintergrundes... das Klingen der Sphären... Platon... schreibt: "Auf jedem Kreise (= Sphäre, die sich um die Spindel der Notwendigkeit zieht) saß eine Sirene, die sich mit ihm drehte und ihren Eigenton hören ließ, derart, daß alle 8 Stimmen einen großen Zusammenklang bildeten" Ferner heißt es, daß drei andere Frauen, jede auf einem Thron, in gleichen Abständen auf einem besonderen Kreis saßen. Es waren die Töchter der Notwendigkeit, Lachesis, Klotho und Atropos, die zusammen mit den Sirenen die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sangen. Klotho (Gegenwart) bewegte zeitweise mit der rechten Hand den Außenkreis, Atropos (Zukunft) ergriff mit der Linken <30> die inneren Kreise, und Lachesis (Vergangenheit) packte mit beiden Händen abwechselnd bald die inneren, bald die äußeren Kreise an.[74]

 

Spinning and weaving are among the oldest and most important [paleolithic and] neolithic technologies. If we admit spiders and silkworms to the account, spinning technology is even much older than the neolithic by millions of years. (Encarta: Spider / Silk). Arachne, the lydian mythological heroine of weaving, gave this animal phylum the name. (Encarta: Arachne), Bachofen (1925: 309, 310).

Spinning and weaving has mostly been woman's work throughout the ages. An example is given in Ilias 1, 31: histon epoichomenaen kai emon lechos antiosan - that she may serve me as weaver and consort for my bed. Homer (1994: I, 4). This is also reflected by many worldwide examples of mythologies of spinning women. Bachofen (1925: 309-315). The spinning and the weaving are often connected with highly fateful woman magic and sexual symbolism. In German and English we can find an association in the similarity of the word sounds Weben, Weib, wife, and weaving.

 

Bachofen (1925: 309-310): Unter dem Bilde des Spinnens iund Webens ist die Thätigkeit der bildenden, formenden Naturkraft dargestellt. Die Arbeit der großen stofflichen Urmütter wird dem kunstreichen Flechten und Wirken verglichen, das dem rohen Stoffe Gliederung, symmetrische Form, und Feinheit verleiht. Vollendet treten die Organismen aus dem Schooße der Erde hervor. Von der Mutter haben sie das kunstreiche Gewebe des Leibes... Darum verdient Terra vor allem die Bezeichnung daedala ... maetaer plastaenae...

 

Bachofen (1925: 311): Die Durchkreuzung der Fäden, ihr abwechselndes Hervortreten und Verschwinden,

schien ein vollkommen entsprechendes Bild der ewig fortgehenden Arbeit des Naturlebens darzubieten... so zeigt sich .. aufs klarste, welche erotische Bedeutung der Webarbeit und dem gekreuzten Ineinanderschlagen der Fäden zukommt. Als Kreuzung wird ... die Begegnung der beiden Geschlechter gedacht... und durch die Hieroglyphe des Kreuzes die geschlechtliche Mischung ... dargestellt...

 

Barthel (1996: 280): Ethnographische Beobachtungen bezeugen das Fortdauern der sexuellen Symbolik des Spinnens und Webens bei den Tzotzil in Chiapas... der breitgefächerten, dominierenden Rolle der Tlazolteotl als Große Göttin, Erzeugerin und Göttermutter... Alle Tlazolteotl-Formen, die im Codex Borgia mit dem Spindelattribut auftreten (Codex Borgia 12, 16, 23, 50, 55, 63, 74+59), lassen sich auf Phasen des weiblichen generativen Zyklus beziehen. Weiter können, wie Barthel (1976-86) gezeigt hat, mit den respektiven Seiten- (und Kapitel-) Zahlensummen bedeutungsvolle lunare Größen und ein "schematischer Schwangerschaftskalender" errechnet werden...

 

Barthel (1996: 289): Die Spindel als Zeitgröße wird in sinnvolle Perioden geordnet. Das Herstellen und Abmessen der "Tage" erfolgt durch die spinnende Große Göttin. Was mesoamerikanische Priester-Wissenschaftler hier gestaltet haben, besteht den Vergleich mit den spinnenden Schicksalsgöttinnen der Antike.

 The Spindle of Necessity

The myth mentions "The Spindle of Necessity",[75] in that the cosmos is represented by the Spindle attended by sirens and the three daughters of the Goddess Necessity known collectively as The Fates, whose duty is to keep the rims of the spindle revolving. The Fates, Sirens, and Spindle are used in The Republic, partly to help explain how known celestial bodies revolved around the Earth according to Plato's cosmology. The "Spindle of Necessity", according to Plato, is "shaped... like the ones we know"—the standard Greek spindle, consisting of a hook, shaft, and whorl. The hook was fixed near the top of the shaft on its long side. On the other end resided the whorl. The hook was used to spin the shaft, which in turn spun the whorl on the other end.

 The classical heavens

Placed on the whorl of his celestial spindle were 8 "orbits", whereof each created a perfect circle. Each "orbit" is given different descriptions by Plato. Based on Plato's descriptions within the passage, the orbits can be identified as those of the classical planets, corresponding to the Aristotelian planetary spheres:

·           Orbit 1 - Stars

·           Orbit 2 - Saturn

·           Orbit 3 - Jupiter

·           Orbit 4 - Mars

·           Orbit 5 - Mercury

·           Orbit 6 - Venus

·           Orbit 7 - Sun

·           Orbit 8 - Moon

The descriptions of the rims accurately fit the relative distance and revolution speed of the respective bodies as would appear to an observer from Earth (aside from the Moon, which revolves around the Earth slightly more slowly than the sun).


 

 Das Bild der klassischen Kristall-Sphären

 

 

In diesem Bild müssen wir von innen nach aussen zählen. Und das Bild ist etwas anders als die obige Darstellung. Der Innerste Kreis der Kristall-Sphären ist der des Mondes. Luna. Dann kommt Merkur, dann Venus, dann erst die Sonne, dann Mars, dann Jupiter, Saturn, bis zu dem äussersten Kreis, der Sterne.

 Musikbeispiele auf Youtube

Auf Youtube gibt es sogar Musikbeispiele dazu:

Das folgende klingt für ungeübte Ohren eher weniger harmonisch.

Aber ein Musikwissenschaftler kann ja die harmonikalen Verhältnisse der

8 Orbits umsetzen, weil es genaue Zahlenverhältnisse sind.

Jetzt versteht man auch besser, warum das Sirenen-Gesang genannt wird.

Denn die klingen genauso.

https://www.youtube.com/watch?v=rIbIPGaAcFQ

Papaki Tai| Migrations - The Spindle of Necessity

Dies klingt auch nicht viel besser. Bei Wagner hört es sich schöner an.

https://www.youtube.com/watch?v=rEm6k6FSkvc

Song Of The Parcae/Spindle Of Necessity

Das ist es auf New-Age'isch. Schön klangvoll und schwammig.

https://www.youtube.com/watch?v=nme3Q0s-0qA

This video is about The Myth of Er in Plato's Republic (50)

https://www.youtube.com/watch?v=L0Vsml1xtRA

Ein bisschen Astrologie noch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=rBl4dPCeCPI

1.4       Spengler interpretiert Wagner: Das Symbol des Werdens

Das wäre sozusagen das "Duo Infernal" der heutigen politically correcten Intellektuellen. Ich bringe hier ein paar Streif- und Quer-Gedanken dazu. Das Symbol des Werdens ist das Leit-Thema des Heraklitos. Siehe auch: http://www.noologie.de/spengler.htm

 

Der Mensch des Abendlandes ist in hohem Grade historisch angelegt,(2) der antike Mensch war es um so weniger. Wir verfolgen alles Gegebene im Hinblick auf Vergangenheit und Zukunft, die Antike erkannte nur die punktförmige Gegenwart als seiend an. Der Rest wurde Mythos. Wir haben in jedem Takte unsrer Musik von Palestrina bis Wagner auch ein Symbol des Werdens vor uns, die Griechen in jeder ihrer Statuen ein Bild der reinen Gegenwart. Der Rhythmus eines Körpers ruht im gleichzeitigen Verhältnis der Teile, der Rhythmus einer Fuge im zeitlichen Verlauf.

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 252

(vgl. Spengler-Untergang, S. 130)]

 

Die apollinische Kunst ging »gleichzeitig« mit der pergämenischen Plastik zu Ende. Pergamon ist das Seitenstück von Bayreuth. Der berühmte Altar selbst ist zwar ein späteres und vielleicht nicht das bedeutendste Werk der Epoche. Man muß (etwa 330–220) eine lange, verschollene Entwicklung voraussetzen. Aber alles, was Nietzsche gegen Wagner und Bayreuth, den »Ring« und den »Parsifal« vorbrachte, läßt sich, unter Gebrauch ganz derselben Ausdrücke wie Dekadenz und Schauspielerei, auf diese Plastik anwenden, von der uns im Gigantenfries des großen Altars – auch einem »Ring« – ein Meisterwerk erhalten ist. Dieselbe Theatralik, dieselbe Anlehnung an alte, mythische, nicht mehr geglaubte Motive, dieselbe rücksichtslose Massenwirkung auf die Nerven, aber auch dieselbe sehr bewußte Wucht, Größe und Erhabenheit, die dennoch einen Mangel an innerer Kraft

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 677

(vgl. Spengler-Untergang, S. 374)]

 

Bach, Haydn, Mozart und die tausend namenlosen Musiker des 18. Jahrhunderts konnten in der schnellen täglichen Arbeit Vollkommenstes leisten. Wagner wußte, daß er nur dann die Höhe erreichte, wenn er seine ganze Energie zusammennahm und aufs peinlichste die besten Augenblicke seiner künstlerischen Begabung ausnützte.

Zwischen Wagner und Manet besteht eine tiefe Verwandtschaft, die wenigen fühlbar sein wird, die aber ein Kenner alles Dekadenten wie Baudelaire schon früh herausfand. Aus farbigen Strichen und Flecken eine Welt im Räume hervorzuzaubern, das war die letzte, sublimste Kunst der Impressionisten. Wagner leistet das mit drei Takten, in denen sich eine ganze Welt von Seele zusammendrängt. Die Farben der sternhellen Mitternacht, der ziehenden Wolken, des Herbstes, der schaurig-wehmütigen Morgenfrühe, überraschende Blicke auf sonnenbelichtete Fernen,

die Weltangst, das nahe Verhängnis, das Verzagen, das verzweifelte Durchbrechen, die jähe Hoffnung, Eindrücke, die vorher kein Musiker für erreichbar gehalten hätte, malt er in vollkommener Deutlichkeit mit ein paar Tönen eines Motivs. Hier ist der äußerste Gegensatz zur griechischen Plastik erreicht. Alles versinkt in körperlose Unendlichkeit; selbst eine linienhafte Melodie ringt sich nicht mehr aus den vagen Tonmassen los, die in seltsamen Wogen einen imaginären Raum heraufrufen. Das Motiv taucht aus dunkler und furchtbarer Tiefe auf, flüchtig von einem grellen Licht überstrahlt; plötzlich steht es in schrecklicher Nähe; es lächelt, es schmeichelt, es droht; bald ist es im Reiche der Streichinstrumente verschwunden, bald nähert es sich wieder aus endlosen Fernen, von einer einzelnen Oboe leise variiert, mit einer immer neuen Fülle seelischer Farben.

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 680

(vgl. Spengler-Untergang, S. 376-377)]

 

Die Parthenonskulpturen waren für jeden Hellenen da, die Musik Bachs und seiner Zeitgenossen war eine Musik für Musiker. Wir haben den Typus des Rembrandtkenners, des Dantekenners, des Kenners der kontrapunktischen Musik, und es ist – mit Recht – ein Einwand gegen Wagner, daß der Kreis der Wagnerianer allzu weit werden konnte, daß allzu wenig von seiner Musik nur dem gewiegten Musiker zugänglich bleibt. Aber eine Gruppe von Phidiaskennern? Oder gar Homerkennern? Hier wird eine Reihe von Erscheinungen als Symptome des abendländischen Lebensgefühls verständlich, die man bisher geneigt war als allgemein menschliche Beschränktheiten moralphilosophisch oder wohl richtiger melodramatisch aufzufassen.

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 764

(vgl. Spengler-Untergang, S. 420)]

 

... Und dieses System, nicht jenes Urgefühl, liegt den Reden Zarathustras, der Tragik der »Gespenster«, der Problematik des Nibelungenrings zugrunde. Nur daß Schopenhauer, an den Wagner sich hielt, als der erste der Reihe seine eigne Erkenntnis entsetzt wahrnahm – dies ist die Wurzel seines Pessimismus, der in der Tristanmusik den höchsten Ausdruck fand –, während die Späteren, Nietzsche voran, sich an ihr, etwas gewaltsam zuweilen, begeisterten.

In Nietzsches Bruch mit Wagner, diesem letzten Ereignis des deutschen Geistes, über dem Größe liegt, verbirgt sich sein Wechsel des Lehrmeisters, sein unbewußter Schritt von Schopenhauer zu Darwin, von der metaphysischen zur physiologischen Formulierung desselben Weltgefühls, von der Verneinung zur Bejahung des Aspekts, den beide anerkennen, nämlich des Willens zum Leben, der mit dem Kampf ums Dasein identisch ist. In »Schopenhauer als Erzieher« bedeutet Entwicklung noch inneres Reifen;

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 857

(vgl. Spengler-Untergang, S. 475-476)]

 

Selbst Nietzsche neigte wiederholt zu dramatischer Fassung seiner Gedanken. Richard Wagner hat in seiner Nibelungendichtung, vor allem in der frühesten Fassung um 1850, seine sozial-revolutionären Ideen niedergelegt, und Siegfried ist auf dem Umweg über künstlerische und außerkünstlerische Einwirkungen noch im vollendeten »Ring« ein Sinnbild des vierten Standes, der Fafnirhort eines des Kapitalismus, Brünhilde das des »freien Weibes« geblieben. Die Musik zur geschlechtlichen Zuchtwahl, deren Theorie, die »Abstammung der Arten«, 1859 erschien, findet sich eben damals im dritten Akte des Siegfried und im Tristan. Es ist kein Zufall, daß Wagner, Hebbel und Ibsen beinahe gleichzeitig die Dramatisierung des Nibelungenstoffes unternahmen.

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 862

(vgl. Spengler-Untergang, S. 478-479)]

 

1859 ein symbolisches Zusammentreffen: Darwin, »Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl« (Anwendung der Nationalökonomie auf die Biologie) und Wagner, »Tristan und Isolde«. – Marx, »Zur Kritik der politischen Ökonomie«.

[Der Untergang des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 865

(vgl. Spengler-Untergang, S. 480)]

 

Ähnliches erreichte Wagner in manchen Momenten seiner Musik, und eben dies ist auch bei Baudelaire, Verlaine, bei Stefan George und Droem erreicht.

    Hier finden sich keine greifbaren Landschaften mehr. Hier wird überhaupt nicht mehr im romantischen Sinne gemalt. Horizonte, Himmel, Säulen, Straßen, Gestalten sind Beschwörungen prägnantester innerster Erlebnisse durch sinnliche Merkmale. Sie sind nur gleichsam da. Bilder werden gebraucht, wie man Klänge gebraucht; vor keiner Gewaltsamkeit wird zurückgeschreckt; oft entstehen fragwürdige, oft gewollte und in ihrer Absicht unerreichbare oder unerreichte Einzelheiten, oft aber auch das Vollkommene, das den wenigen, welche in diese Kunst einzudringen vermögen, Einblicke gibt, wie sie der zurückliegenden Romantik verschlossen geblieben sind.

[Reden und Aufsätze. Einführung zu Ernst Droems »Gesängen«. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 3342

(vgl. Spengler-Reden u. Aufsätze, S. 61)]

 

In der Musik des 19. Jahrhunderts ist das der Unterschied von Verdi und Wagner, von dem in den folgenden Aufsätzen zuweilen die Rede ist, in der Malerei der von Corot, dessen Landschaften nie Einsamkeit ausstrahlen, und Boecklin oder – zuweilen – van Gogh.

[Reden und Aufsätze. Gedicht und Brief. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 3494

(vgl. Spengler-Reden u. Aufsätze, S. 155)]

 

Gerade N[ietzsche] hat durch seine bizarre Erscheinung das Denken von 1880 in bizarrer Form für uns, die nächste Generation, überliefert. Wäre an seiner Stelle ein ruhiger Systematiker vom Typus Kants (also à la Mommsen, Helmholtz) aufgetreten, so hätten wir die Substanz der Zeit in andrer Form und statt durch unsre Journalisten, Rezensenten, Literaten wäre der Stil unserer Gelehrten am Technischen gestaltet worden. Der Kern des Denkens von Nietzsche ließe sich auch, statt von Wagner und Dionysos aus, von der modernen Technik und Geldwirtschaft aus auffassen. Es wäre besser für uns gewesen, einen großen Nationalökonomen statt eines großen Schauspielers zu haben. Unser Schicksal war Nietzsche. Wie schade; wir hätten sonst um 1914 eine offizielle deutsche Philosophie gehabt, die jeder unserer Industriellen, Politiker, Nationalökonomen gekannt hätte und die in unsre wissenschaftliche und praktische Arbeit normierend eingreifen würde.

[Frühzeit der Weltgeschichte. Fragmente aus dem Nachlass. 7. Blick auf Hochkulturen und Zivilisation. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 4556

(vgl. Spengler-Frühzeit, S. 488-489)]

1.5       Das Lachen der Götter: der ganz schwarze Humor, und die Schaden-Freude

 

Denn fremd bleibt ihm die Furcht. Aus dem obigen Zitat.

 

Hier kommen wir in einem Seitenthema zu dem primordialen Humor, nämlich das “Das Lachen der Götter“ (das Gelas Asbestos), der antiken griechischen Mythologie, das sich ausserhalb des Dunstkreises von Phobos und Thymos befindet, und das bei Wagner ein essentielles Element der drama- t(h)urgischen Darstellung ist.[76] Denn das Lachen der Götter ist sehr pervers, weil es die Götter immer dann genau so humorisch finden, wenn es den Menschen ganz dreckig geht. Das ist leider ein ganz furchtbarer Aspekt des Humors, der alt-griechischen, und der alt-nordischen Mythologie. Nämlich der ganz schwarze Humor, die Schadens-Freude:

 

Nicht ihn fürcht' ich mehr: / [denn] fallen muß er mit allen!

Hagen:

Gab mir die Mutter Mut, / nicht mag ich ihr doch danken, / daß deiner List sie erlag:

frühalt, fahl und bleich, / hass' ich die Frohen, freue mich nie!

Alberich:

Hagen, mein Sohn! Hasse die Frohen! / Mich Lustfreien, Leidbelasteten

liebst du so, wie du sollst! / Bist du kräftig, kühn und klug:

die wir bekämpfen mit nächtigem Krieg, / schon gibt ihnen Not unser Neid.

Der einst den Ring mir entriß, / Wotan, der wütende Räuber,

vom eignen Geschlechte ward er geschlagen / an den Wälsung verlor er Macht und Gewalt;[77]

mit der Götter ganzer Sippe / in Angst ersieht er sein Ende.

Nicht ihn fürcht' ich mehr: / fallen muß er mit allen! / Schläfst du, Hagen, mein Sohn?

Hagen:

Der Ewigen Macht, wer erbte sie?

Alberich:

Ich - und du! Wir erben die Welt. / Trüg' ich mich nicht in deiner Treu',

teilst du meinen Gram und Grimm. / Woraus Speer zerspellte der Wälsung,

der Fafner, den Wurm, im Kampfe gefällt / und kindisch den Reif sich errang.

Jede Gewalt hat er gewonnen;

Walhall und Nibelheim neigen sich ihm.

An dem furchtlosen Helden / erlahmt selbst mein Fluch:

denn nicht kennt er des Ringes Wert, / zu nichts nützt er die neidlichste Macht.

Lachend in liebender Brunst, / brennt er lebend dahin.

Ihn zu verderben, taugt uns nun einzig!

Schläfst du, Hagen, mein Sohn?

Hagen: / Zu seinem Verderben dient er mir schon.

Alberich:

Den goldnen Ring, / den Reif gilt's zu erringen!

Ein weises Weib lebt dem Wälsung zulieb: / riet es ihm je des Rheines Töchtern,

die in Wassers Tiefen einst mich betört, / zurückzugeben den Ring,

verloren ging' mir das Gold, / keine List erlangte es je.

Drum, ohne Zögern ziel auf den Reif! / Dich Zaglosen zeugt' ich mir ja,

daß wider Helden hart du mir hieltest.

Zwar stark nicht genug, den Wurm zu bestehn, / was allein dem Wälsung bestimmt,

zu zähem Haß doch erzog ich Hagen, / der soll mich nun rächen,

den Ring gewinnen / dem Wälsung und Wotan zum Hohn![78]

Schwörst du mir's, Hagen, mein Sohn?

Hagen:

Den Ring soll ich haben: / harre in Ruh'!

Alberich:

Schwörst du mir's, Hagen, mein Held?

Hagen:

Mir selbst schwör' ich's; / schweige die Sorge!

Alberich:

Sei treu, Hagen, mein Sohn! / Trauter Helde! - Sei treu! / Sei treu! - Treu!

 

Alberich:

Die in linder Lüfte Wehn da oben ihr lebt, / lacht und liebt: mit goldner Faust

euch Göttliche fang' ich mir alle!

Wie ich der Liebe abgesagt, alles, was lebt, soll ihr entsagen!

Mit Golde gekirrt, / nach Gold nur sollt ihr noch gieren.

Auf wonnigen Höhn / in seligem Weben wiegt ihr euch;

den Schwarz-Alben / verachtet ihr ewigen Schwelger!

Habt acht! Habt acht!

Denn dient ihr Männer erst meiner Macht,

eure schmucken Frau'n, die mein Frein verschmäht,

sie zwingt zur Lust sich der Zwerg, / lacht Liebe ihm nicht.

Hahahaha! Habt ihr's gehört? / Habt acht vor dem nächtlichen Heer,

entsteigt des Niblungen Hort / aus stummer Tiefe zu Tag!

 

Nunja. "Nicht ihn fürcht' ich mehr: denn fallen muß er mit allen!" Das war zwar nicht so sehr humorvoll, aber es war ziemlich gut gekünstelt. Der Richard Wagner, der wusste schon, was Schwarzer Humor ist. Denn der Humor der Schadensfreude ist wirklich der Schlimmste.

Das Schwert Notung

Wanderer:

Viel erforscht' ich, erkannte viel: / Wicht'ges konnt' ich manchem künden,

manchem wehren, was ihn mühte, / nagende Herzensnot.

Mime:

Spürtest du klug / und erspähtest du viel, / hier brauch' ich nicht Spürer noch Späher.

Einsam will ich und einzeln sein, / Lungerern lass' ich den Lauf.

Wanderer:

Mancher wähnte weise zu sein, / nur was ihm not tat, wußte er nicht;

was ihm frommte, ließ ich erfragen: / lohnend lehrt' ihn mein Wort.

Mime:

Müß'ges Wissen wahren manche: / ich weiß mir grade genug.

Mir genügt mein Witz, / ich will nicht mehr: / Dir Weisem weis' ich den Weg!

...

Mime:

Not[h]ung heißt ein neidliches Schwert; / in einer Esche Stamm[79] stieß es Wotan:

dem sollt' es geziemen, / der aus dem Stamm es zög'.

Der stärksten Helden keiner bestand's: / Siegmund, der Kühne, konnt's allein:

fechtend führt' er's im Streit, / bis an Wotans Speer es zersprang.

Nun verwahrt die Stücken ein weiser Schmied; / denn er weiß, daß allein mit dem Wotansschwert

ein kühnes dummes Kind, / Siegfried, den Wurm versehrt.

Behalt' ich Zwerg auch zweitens mein Haupt?

Wanderer:

Der witzigste [allso][80] bist du unter den Weisen: / wer käm' dir an Klugheit gleich?

Doch bist du so klug, / den kindischen Helden[81] / für Zwergenzwecke zu nützen,

mit der dritten Frage droh' ich nun! / Sag mir, du weiser Waffenschmied:

wer wird aus den starken Stücken / Notung, das Schwert, wohl schweißen?

Mime:

Die Stücken! Das Schwert! / O weh! Mir schwindelt! / Was fang' ich an?

Was fällt mir ein? / Verfluchter Stahl, daß ich dich gestohlen!

Er hat mich vernagelt in Pein und Not!

Mir bleibt er hart, / ich kann ihn nicht hämmern; / Niet' und Löte läßt mich im Stich!

Der weiseste Schmied weiß sich nicht Rat! / Wer schweißt nun das Schwert,

schaff' ich es nicht? / Das Wunder, wie soll ich's wissen?

 

Die Stücken! [Von dem,] Das Schwert, wieder zusammen schmieden.

Das ist wiederum ein Zentral-Thema der Tolkien-Saga. The Lord of the Rings.

http://www.medievalists.net/2014/12/hilt-fame-resonances-medieval-swords-sword-lore-j-r-r-tolkiens-hobbit-lord-rings/

The principal blades of Middle-earth will need little explication. Several are introduced early in The Hobbit, when the swords Glamdring and Orcrist, as well as Bilbo’s initially unnamed blade, are taken from the lair of the trolls (2.50-51) [die Schwarz-Alben]. Two of these blades, Gandalf’s sword, Glamdring, and Bilbo’s weapon, later named Sting and eventually passed to Frodo, also figure in The Lord of the Rings. Early in The Fellowship of the Ring, Frodo, Merry, Pippin and Sam are similarly equipped with their own swords when Tom Bombadil rescues both blades and hobbits from the cavern of the Barrow-wight. Later, at Rivendell, Bilbo presents Frodo with Sting as well as his coat of mithril. It is also at Rivendell, at the Council of Elrond, that we are introduced to another important sword of Middle-earth, namely, the Sword of Elendil, Narsil-Anduril, also known as the Sword that was Broken. Tolkien makes it clear almost from the moment that the swords are introduced that they are no ordinary weapons. Most (as we shall see) are ancient; and Narsil-Anduril has been handed down from generation to generation within the kindred of Elendil, lending it a similar mystique. Apart from being ancient, the blades are imbued with magical properties. Sting, Glamdring and Anduril all glow, while Merry’s Westernesse blade melts after striking the Nazgul at the battle of Pelennor Fields. These swords, replete with names, runes, histories, and magical properties, make their presence felt at crucial moments in both The Hobbit and The Lord of the Rings; indeed, they are celebrated as living personalities in Middle-earth, just as the historical and literary weapons of the “real Middle-earth” on which they were modeled were also celebrated by poets, bards, and writers of the middle ages.

 Die un-heimliche Lanze des Wotans/Odins

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Spear_of_Destiny_(Ravenscroft)

Noch einmal zurück zu der Lanze des Wotans/Odins, die im Kampf mit dem Siegfried zerbrochen wird. Wir werden noch gleich kurz darauf wieder von ihr hören. Das Schicksal, das Schwarze, lässt nicht auf sich warten! Oh, nun höre doch, Oh Wotan! Oh nun wir opfern wir Uns Dir doch! Aber, Oh Wotan! Das Schicksal, das Schwarze. Es kommt, ob wir es wollen oder nicht. Wir sind schon mitten in dem Ragnarök.

 

Allso,[82] wenn wir nun das Fürchten noch nicht gelernt haben, dann werden wir es hier es sicher dann ganz genau hier, also jetzt, wieder lernen müssen. Denn das Fürchten (also der Phobos-Komplex) ist eben die genaue Grundlage eben jeder Religion.[83] Wollen wir nun Dran Glauben, oder wollen es wir nicht? Das Dran Glauben ist immer noch besser als niemals Glauben. Der, Die Das, liebe Herr- Gott, unaussprechliche(ndste) YHVH, ist der/das Gesamt- Gef(ü/ä)hrlichste.  Der Yahwe (oder Allah, allso auch der Allahu-Akhbar),  der Un- Nenn- bare, und der Un-Aus-Sprech- lich- bare. “Nur wer das Fürchten nie erfuhr, der schmiedet das Nothung, das unbesiegbare Schwert neu“. Allso, anders formuliert: Nur wer sich nicht fürchtet, kann je gegen eine schon etablierte Götter-Generation angehen. Dagegen ist aber meistens die un-endliche Höllen-Strafe angesetzt. Man berechne einmal die Odd(in)s, von einer Welten-Herrschaft, gegen die Unendliche Verbannung in einem unendlichen Höllen-Kreis nach Dante? Ich glaube, es gibt heute nicht mehr so Viele, die darauf ihr eigenes ewiges Leben und ihr das Seelenheil dagegen setzen wollen.

Wagner und Nietzsche: Der schwarze und der weisse Zwilling

Ich streue ab & zu auch mal ein paar Vergleiche aus der Astrophysik ein, wenn ich die Dynamik von mythologischen Kraftfeldern erläutern will. In der Astronomie gibt es ein Phänomen, das der "schwarze und der weisse Zwilling" genannt wird. Das sind zwei Sterne, die umeinander kreisen, der eine hell wie eine normale Sonne, der andere dunkel, ein roter, brauner oder schwarzer Zwerg, oder ein Neutronenstern. Auf den Teleskopen kann man nur den hellen Stern sehen, und auf die Existenz des anderen kann man nur durch die Bahnschwankungen des hellen Sterns schliessen. Aber sie umkreisen einander, und halten sich sozusagen gravitational gegenseitig in der Um-Klammerung. Siehe dazu ein paar Artikel:[84] So ungefähr verhielt es sich im Denk-Raum mit Wagner und Nietzsche. Es bleibt der Interpretation überlassen, wer von beiden der Schwarze oder der Weisse war. Für die damaligen Zeitgenossen war eher Wagner die Lichtgestalt, und Nietzsche eher der Schatten. Siehe dazu auch Nietzsches Werk: der Wanderer und sein Schatten. Ein Artikel aus dem Spiegel beleuchtet noch einige Hintergründe dieses Verhältnisses und des geistigen Klimas zwischen 1880 und 1920. Dort wird auch Spengler erwähnt, der den "Untergang des Abendlandes" prophezeiht hatte, und der heute im vollsten Gange ist.[85] / [86] Dazu noch ein paar Zitate von Nietzsche zu Wagner: [87]

 

"Es ist wirklich die Kunst der Gegenwart: ein ästhetischeres Zeitalter würde sie ablehnen. Feinere Menschen lehnen sie auch jetzt ab. Vergröberung alles Ästhetischen. - Gegen Goethe's Ideal gehalten, tief zurückstehend. Der moralische Contrast dieser hingebenden glühend-treuen Naturen Wagner's wirkt als Stachel, als Reizmittel: selbst diese Empfindung ist zur Wirkung benutzt.

27 [26] Ich nannte "sittlichste Musik" die Stelle, wo es am ekstatischsten zugeht. Charakteristisch!

27 [27] Wagner gegen die Klugen, die Kalten, die Zufriednen - hier seine Grösse - unzeitgemäss - gegen die Frivolen und Eleganten, - aber auch gegen die Gerechten, Mässigen, an der Welt Sich-freuenden (wie Goethe), gegen die Milden, Anmuthigen, wissenschaftlichen Menschen - hier seine Kehrseite.

27 [28] Epische Motive für die innere Phantasie: viele Scenen wirken viel schwächer in der Versinnlichung (der Riesenwurm und Wotan).

27 [29] Wagner kann mit seiner Musik nicht erzählen, nicht beweisen, sondern überfallen, umwerfen, quälen, spannen, entsetzen - was seiner Ausbildung fehlt, hat er in sein Princip genommen. Die Stimmung ersetzt die Composition: er geht zu direkt zu Wege.

27 [30] An unkünstlerische Menschen sich wendend, mit allen Hülfsmitteln soll gewirkt werden, nicht auf Kunstwirkung, sondern auf Nervenwirkung ganz allgemein ist es abgesehen.

27 [31] 

861 Nach einem Thema ist Wagner immer in Verlegenheit, wie weiter. Deshalb lange Vorbereitung - Spannung. Eigene Verschlagenheit, seine Schwächen als Tugenden umzudeuten. So das Improvisatorische.

27 [32]

Was aus unserer Zeit drückt Wagner aus? Das Nebeneinander von Roheit und zartester Schwäche, Naturtrieb-Verwilderung und nervöser Über-Empfindsamkeit, Sucht nach Emotion aus Ermüdung und Lust an der Ermüdung. - Dies verstehen die Wagnerianer.

27 [33]

Ich vergleiche mit Wagner's Musik, die als Rede wirken will, die Relief-Sculptur, die als Malerei wirken will. Die höchsten Stilgesetze sind verletzt, das Edelste kann nicht mehr erreicht werden."

 

Noch ein Zitat dazu: [88] / [89]

"Wagner war bei weitem der vollste Mensch, den ich kennen lernte, und in diesem Sinne habe ich seit sechs Jahren eine große Entbehrung gelitten. Aber es giebt etwas zwischen uns Beiden wie eine tödliche Beleidigung; und es hätte furchtbar kommen können, wenn er noch länger gelebt haben würde."

Die "tödliche Verletzung" meint das von Richard Wagner vermutlich in Umlauf gesetzte Gerücht, daß Nietzsches Krankheit in sexuellen Verfehlungen (Päderastie, Onanie) ihren Grund habe. Das verletzte den Stolz Nietzsches deswegen so sehr, weil ihn dieser geschmacklose Vorwurf für immer vor der geliebten Cosima Wagner beschämen würde. Bei Nietzsche, so zeigt sich später, wird sich die Wunde Wagner nicht schließen - das letzte Werk, an dem Nietzsche vor seinem geistigen Zusammenbruch Januar 1889 arbeitet, ist 'Nietzsche contra Wagner'."

 

Und dazu noch ein Zitat von Peter Sloterdijk, der das alles schon sowieso weiss:[90]

"Ist diese Stadt doch seit der Invasion des Wagner-Clans ein Wallfahrtsort für viele, die jeden Preis bezahlen, um auf dem höchsten Stand der Kunst betrogen zu werden - oder um es sensibler auszudrücken, ist sie doch ein Magnet für jene spendablen und leidensbereiten Zeitgenossen, denen kein Stuhl zu hart und keine Aufführung zu lang ist, solange sie sich zum Menschenrecht der Illusion bekennen, überzeugt wie sie sind, dass es letztlich keinen anderen Halt gibt als jenen, den ein unbeirrbarer Glaube an den schönen Schein gewährt."

 Die Grosse A-Mnaesis, die Mnae-Mesis

In der Geschichte der Wagner-Rezeption kam es im 20. Jh. zu dramatischen Umschwüngen. (Die ich ebenfalls gerne mit astrophysikalischen Beispielen unterfüttere, siehe weiter unten). Denn dank der Rezeption der Nazis wurde aus dem Wagner-Schatz etwas ganz Furchtbares gemacht. Und danach war eben Wagner der Schwarze, und für viele war dann Nietzsche die Licht-Gestalt. Und deshalb ist dieses Wissen auch ganz sorgfältig aus dem Ge-Wissen der Menschen aus-getilgt worden.[91] Die schwarzen Seiten der Wagner-Story sind auch heftig durch die Mühlen der Political Correctness gedreht worden. Da 2013 das grosse Wagner-Erinnerungsjahr war, wurde diese Mühle noch ein paar Umdrehungen weiter gedreht. [92]

 Die triebkräftigen, poiaetisch wirkungsvollen Motive Wagners

In dem folgenden Zitat zeigen wir, mit besonderer Emphase, die "triebkräftigen, poiaetisch wirkungsvollen Motive" in Wagners Dichtung. Damit sind wir wieder im Bereich von Thymos und Eros, und nicht mehr so ganz im Logos. Hier finden wir einen klaren Ausdruck der volltönenden "grunddeutschen" Denkweise, die Verherrlichung des "Willens zur Macht", die heute so politically incorrect ist, und die deshalb aus dem deutschen kollektiven Gedächtnis getilgt worden ist. In unserem Zusammenhang ist lediglich zu bemerken, dass das eben Thymos-Euphemismus pur ist.[93] Das folgende Zitat ist aus: "Die sagengeschichtlichen Grundlagen der Ringdichtung Richard Wagners", 1902.[94]

 

"Meincks sagenwissenschaftlichen Grundlagen der Nibelungendichtung Richard Wagners 1802, um aus der Fülle der hierauf bezuglichen, freilich nicht immer sehr kritischen und sachkundigen Arbeiten nur zwei Beispiele zu nennen. Auch des Dänen Ojellerup Buch über Richard Wagner in seinem Hauptwerke "Der Ring des Nibelungen", deutsch von O, L. Jiriczek, Leipzig 1891 behandelt die Quellenfrage einsichtsvoll und sachverständig. Meine Absicht ist, in möglichster Kürze alles Wesentliche anzuführen, was im Ring quellenmäßig belegt werden kann. So weit der Wortlaut altnordischer Sagen und Lieder in längeren Absätzen zu geben ist, folge ich den schönsten Verdeutschungen, die wir haben, denen Uhlands und der Brüder Orimm. Nicht aber die Quelle an und für sich, sondern nur die Züge, die im Ring benutzt sind, kommen hier in Betracht. Ein solcher Vergleich rückt die dichterische Größe und Selbständigkeit Richard Wagners in helles Licht. Es liegt mir ebenso daran, zu zeigen, was Wagner nicht vorfand, sondern neu hinzufügte. Und das ist eigentlich das meiste und beste. Die gestaltende Wunderkraft des großen Dichters tritt im Ring wahrhaft leuchtend hervor. Die altgermanische Sage ist förmlich neu geboren worden und erfuhr in dieser Erneuerung die höchste Verklärung, die ihr je bisher zu Teil ward. Durch die im Folgenden gegebenen Nachweise wird die jedem Sachkundigen ohnehin bekannte Thatsache von neuem vorgeführt, dass Wagner niemals irgend welche bestimmte mittelalterliche Vorlage dramatisirte, wie etwa Uhland 1817 in seinem Entwurf eines Nibelungendramas oder Hebbel in seinem für mein Gefühl ganz unglücklichen dreiteiligen Trauerspiel das Nibelungenlied, noch auch in roher äußerlicher Weise die gesammte nordische und deutsche Ueberlieferung durch einander warf und auf einander häufte, wie Jordan in seinem stillosen Nibelungenepos, das ich ebenso vom rein poetischen wie sagengeschichtlichen Standpunkt durchaus verwerfe. Richard Wagner beherrscht vielmehr den gesammten Stoff in seiner ganzen Ausdehnung bis zur Gegenwart, ja sogar die darüber umgehenden wissenschaftlichen Ansichten. Er zerlegt die Sage in ihre Grundbestandteile und führt daraus einen neuen selbstständigen Bau auf, worin Altes und Neues, Eigenes und Ueberliefertes zu einer unlöslichen künstlerischen Einheit verschmolz. Aus allen triebkräftigen Keimen, die irgendwo in den Quellen angesetzt hatten, sproßten im neuen Zusammenhang herrlichste Blüten.

...

Heinrich von Stein schrieb einmal. (Bayreuther Blätter 1889, S. 189): "In der Edda habe ich den Spuren der Fabel-Fügung nachgeforscht mit immer wachsendem Bewundern und Erstaunen. Es ist schließlich einfach und geradezu, als ob der Ring eine den Eddadichtern nicht mehr zugänglich gewesene Urschrift sei, deren teilweises Verständniß man demnach in ihren Liedern nur hie und da verspürte: so sehr scheint im Drama alles zu seiner Ureinheit zurückgeführt und neu geschaffen und belebt." Ich empfinde genau so wie H. von Stein, wenn ich die Werke Wagners mit ihren Vorlagen vergleiche: im Drama ein organisches Gebilde, in den Quellen versprengte und verstreute Bruchstücke. Aber man hüte sich vor dem Irrtum, als ob Wagner wirklich eine verlorene Sagenwelt, die hinter den Quellen lag, wieder gewonnen hätte. Das kann nur die darum heiß bemühte Wissenschaft. Der Künstler giebt uns eine völlig neue und eigene Schöpfung, deren Wert und Größe sich danach bemißt, ob sie hinter den Quellen zurückbleibt oder sie übertrifft.

...

Der heutige Dichter muß zu dieser ganzen umfangreichen Ueberlieferung Stellung nehmen. Weder Kompilation noch sklavischer Anschluß an eine besondere Vorlage führt zum Ziel, nur geniale Intuition, Erfassen einer leitenden Idee, Herausheben aller triebkräftigen, poetisch wirkungsvollen Motive, die zu dieser Idee und unter einander in bedeutende, oft neue und vertiefte Beziehungen treten müssen. Vor dem Dichterauge zerlegt sich die Ueberlieferung In ihre Bestandteile, um von Grund aus neu aufgebaut zu werden. Nur so wird der schöpferische Geist volle Freiheit sich wahren, treusten Anschluß an's Wesentliche der Ueberlieferung mit eigenster Erfindung vereinigen.

...

Was das von Wagner geschaffene Drama in seiner Ausdrucksform geschichtlich und künstlerisch bedeutet, haben Nietzsche und Chamberlain am besten gesagt. Die Größe Schillers und Beethovens vereinigt Wagner zur Erfüllung dessen, was beiden als höchstes Kunstziel vorschwebte. Wenn im Drama drei Dinge klar gestellt werden müssen, das erregende Gemütsmotiv, die Gebärde, das Wort, so bewältigt das gesprochene Drama nur die zwei letzten und macht beim Wichtigsten, beim Unaussprechlichen, Halt. Zweifellos ist aber das Seelische, Innerliche, das Wesentliche im Drama. Und gerade hier setzt Wagner, der Ton- und Wortdichter, ein, er baut in grunddeutscher Weise von innen nach außen im Besitze des erlösenden Ausdrucksmittels, nach dem die größten Wortdichter beim Drama vergeblich rangen, der Musik, die in höchster und reinster Vollendung die Seele der Handlung und der Handelnden unmittelbar zu gestalten vermag. Nietzsche schreibt: "Alle diese Wirkungen zwingen Den, dem ein solches Drama vorgeführt wird, zu einem ganz neuen Verstehen und Miterleben, gleich als ob seine Sinne auf ein Mal vergeistigter und sein Geist versinnlichter geworden wären, und als ob alles, was aus dem Menschen heraus will und nach Erkenntniss dürstet, sich jetzt in einem Jubel des Erkennens frei und selig befände." Daß dieses deutsche Drama zugleich als Trilogie mit einem Vorspiel erschien, also so wie es die dramatische Kunst nur einmal zur Zeit der blühenden griechischen Kultur erlebte, daß es als Festspiel ein eignes Festspielhaus verlangte, daß es überhaupt die Gesetze seiner darstellerischen und bühnenmäßigen Verwirklichung ganz in sich selbst trug, ist nur die notwendige Folge seiner alles überragenden Größe und Ursprünglichkeit."

 Wodan / Odin, der Ober- Ur- Gott und seine Wal-Küren

Wagner liefert in seinem Ring des Nibelung auch eine strukturelle Analogie zur Theogonie des Hesiodos.[95] Diese Analyse scheint noch nicht in der Literatur vorgekommen zu sein, nach meiner kurzen Google-Suche.[96] Es wird klar: Wodan ist der Erzeuger der Wal-Küren, und zwar mit Erda. Die Erda oder Wala ist das nordische mythologische Äquivalent der alt-griechischen Mnaemo-Synae. Also sind die Wal-Küren das nordische mythologische Äquivalent der Musen. Zwar sind die Wal-Küren heute nicht so besonders für Weisheit und Musische Fähigkeiten bekannt, aber das liegt mindestens zum Teil an der schlechten Propaganda, die sie neulich erst bekommen haben. Der tiefere mythologische Bezug ergibt sich aus der Dia-Noia- Dia-Noiaesis, die aus der vor-Platonischen, der Orphischen, und der Pythagoräischen Tradition stammt. Damals hatten die Musen noch sehr viel von dem Charakter von Nach-Todes- oder Todes-Nacht- Göttinnen. Siehe auch: Die Musen. http://en.wikipedia.org/wiki/Muse

 

"The Roman scholar Varro relates that there are only three Muses: one who is born from the movement of water, another who makes sound by striking the air, and a third, who is embodied only in the human voice. They were: Melete, or Practice, Mneme, or Memory, Aoide, or Song

However the Classical understanding of the muses tripled their triad, set at nine goddesses, who embody the arts and inspire creation with their graces through remembered and improvised song and stage, writing, traditional music, and dance."

 

Die Walküren: Siehe Wikipedia "Walkuere":

http://de.wikipedia.org/wiki/Walk%C3%BCre

"Im Helgakviða Hjörvarðssonar wird die Zahl der Walküren mit neun angegeben, im Darraðarljóð mit zwölf. Tatsächlich dürfte die Anzahl im Volksglauben unbegrenzt gewesen sein.

Den Sagenstoff verarbeitete im 19. Jahrhundert der deutsche Komponist Richard Wagner in seinem vierteiligen Zyklus Der Ring des Nibelungen, vor allem im „Ersten Tag“ dieser Tetralogie unter dem Titel Die Walküre. Bei Wagner sind die Walküren neun Schwestern, alles Töchter des Gottes Wotan mit verschiedenen Frauen. Neben Brünnhilde, dem Kind von Wotan und Erda, treten hier acht weitere Walküren auf, deren Namen Wagner frei erfand. Sie heißen Waltraute, Ortlinde, Rossweiße, Schwertleite, Gerhilde, Siegrune, Grimgerde und Helmwige."

 

Sodann, diese Walküren, die entsagen sich der schnöden minniglichen, der ge- Schlechtlichen Liebe. Warum tun sie das? Weil sie damit die Macht über den Mann und über die Zeit erringen können. Denn jen‑s(zeit)s von der Vergänglichkeit der animalen Reproduktion winkt die Unendlichkeit. Und das ist auch jen‑s(zeit)s der Weiblichen Reproduktions-Tätigkeit. Es ist also eine andere Art der Unendlichkeit. Das wird von Wagner auch durch alle Ton-Systeme hindurch durch-dekliniert.[97]

https://www.youtube.com/watch?v=XRU1AJsXN1g

 

Nur wer der Minne Macht entsagt,

nur wer der Liebe Lust verjagt,

nur der erzielt sich den Zauber,

zum Reif zu zwingen das Gold.[98]

 

Die einzigen, die noch älter sind, als die Erda und die Wala, das sind die Nornen. Also ist Wodan der Ober- Ur- Gott der ältesten Götter-Generation, etwa so alt wie Ouranos. Und wenn er beschliesst, einen Welten-Untergang zu inszenieren, dann ist das so ungefähr wie im Indisch- Vedischen der Schlaf Brahmas. Auch daraus erhellt, dass der Zorn sehr wohl etwas mit Gedächtnis und Er-Innerung zu tun hat, mit der Mnaemo-Synae. Siehe auch Sloterdijk Z&Z. p. 110:

"Der zornige Gott: Der Weg zur Erfindung der metaphysischen Rachebank."

p. 123: "Das göttliche Rache-Archiv."

The Myth of Invariance: Ein harmonikaler Kosmos

Was Hertha v. Dechend für die Archäo-Astronomie, ist Ernest G. McClain (The Myth of Invariance) für die Archäo-Musikologie und Archäo-Mathematik. Das ist wiederum im Kontrast zu Hertha v. Dechend, die sich mehr auf die heutige bekannte physikalische Kosmologie bezieht. Dies ist insb. die Präzession der Equinoktien. McClain steht zusammen mit Marius Schneider und den Harmonikern als eine Gruppe von Forschern, die in den alten Mythologien die Grundlagen eines harmonikalen Kosmos der archaischen Menschheit sehen. Dies können wir auch als die Schule des Harmonikalen Kosmos nennen, die eine Zurückführung des (Platonischen) Timaios auf die Pythagoräischen Lehren ist. Hier finden wir Arbeiten, die sich direkt auf Pythagoras  beziehen (z.B. Van der Waerden), und dann (nur einige von vielen) Giordano Bruno, Albert Thimus, Kepler, Hans Kayser; Rudolf Haase; Marius Schneider; Frances Yates, Ernest McClain ...

https://ernestmcclain.files.wordpress.com/2017/05/mythsofinvariance_sanscartoonsoptimized.pdf

Einige spätere Entwicklungen führten zum Neoplatonismus der Gotik (Siehe Eckstein), der Harmonice Mundi von Kepler, und die moderneren Harmoniker, wie A. v. Thimus und H. Kayser.

http://www.noologie.de/spf-noo.pdf, S. 223

 

Für Augustinus waren Musik und Architektur Schwestern: Beide mit dem gleichen transzendentalen Element Zahl behaftet. Die Architektur spiegelt die ewige Harmonie wider und Musik ist ihr Echo. Grundlage ist die Naturtonleiter, bei der die Frequenzen der aufeinanderfolgenden Töne ausgehend von dem Grundton jeweils verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht usw. werden. Die Verhältnisse aufeinanderfolgender Töne sind also 1:2, 2:3, 3:4, .. Das aber sind die Intervalle der "vollkommenen" Akkorde, Oktave, Quinte und Quarte. Das beste Verhältnis ist nach Augustinus das der Gleichheit oder Symmetrie, das Verhältnis 1:1. Dies ist denn auch Symbol für das Verhältnis zwischen Gottvater und Gottsohn. Im Verhältnis der Oktave 1:2 sieht Augustinus ein Symbol für die Erlösung des Menschen von seinem zweifachen Tod (Tod des Leibes, Tod der Seele, verursacht durch die Sünde Adams).

Günter Eckstein: Zum geschichtlichen und geistigen Hintergrund der Gotik

Die Nordlichter: Anzeiger der kosmischen Grosswetterlage

Es ist schon seltsam, dass ein so un-kultiviertes Volk wie die Germanen und Nordmänner (Norse-men) sich in ihrem mythologischen Denken so intensiv mit Weisheit und Voraus-Sehung beschäftigt haben. Mindestens genauso wie die Dichter und Denker und Seher der alten mittelmeerischen und mesopotamischen Kulturen, und sogar noch ein bisschen mehr. Es gibt einen ganz “natürlichen“ Grund dafür: Die Denker und Seher der Nordmänner beobachteten die Nordlichter ganz genau, und in deren wabernden, flackernden, lodernden Flammenzungen[99] sahen sie so vieles, an phantastischen Ungeheuern, aber besonders wussten sie genau, was die augenblickliche kosmische Grosswetterlage war. Nämlich waren das die Sonnenstürme, (Super-) Novae und Ähnliches, die demnächst als das schwarze Schicksal, über die Menschheit auf dem Planeten Erde hereinbrechen würde.[100] Und wenn am Himmel besonders viel los war, dann war auch auf dem Planeten Erde bald etwas ziemlich Schreckliches zu erwarten. Denn diese Phänomene haben direkte Auswirkungen auf das irdische Wetter, und sogar auf Erdbeben, Gewalt-Fluten, Seuchen, und Massen-Psychosen, wie die Kometen. Und so ist die Mythologie der Seher und Deuter der Nordmänner eben noch ein bisschen mehr apokalyptisch als die ihrer südländischen Kollegen.

Der un-heimliche Bereich der Zukunft

Ich lasse einmal wieder den A.D. zu Wort kommen:[101]

A.D.: "Prophezeihungen sind ziemlich schwer, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."

 

Die Zukunft ist das absolute Ana-Thema der positiven Wissenschaften, aber gleichzeitig auch der ganz grosse Renner auf dem Esoterik-Markt. Warum diese seltsame Konfusion? Ich führe wieder Heideggers "Sein und Zeit" (S&Z) ins Feld. Die Zukunft ist wissenschaftlich nicht zu erfassen.[102] Dies ist philosophisch dadurch zu begründen, dass die Vor-Ahnung sich auf nichts begründen lässt, was in der Vergangenheit passiert ist. Und Wissenschaft kann immer nur im Bereich des Gewordenen forschen, aber nie im Bereich des Werdenden (oder des Werdens allgemein). Dies ist ein fundamentales Kontra-Thema zur philosophischen Ontologie, denn Onto- bedeutet alles, was Ist, aber nicht das, was Wird, und vor allem nicht das, Was Werden Wird. Das war besonders Heideggers Hauptarbeitsfeld in S&Z. Die spezifisch menschlichen Fähigkeiten der Erinnerung und der Vor-Ahnung sind völlig ausserhalb der wissenschaftlichen Denkzäune. Wir müssen also wieder einmal die Mythologie bemühen, wenn wir etwas Greifbares zum Thema Zukunft erfahren wollen.

 

"Die Zukunft ist tief, tiefer als der Mensch gedacht"... (so würde es Nietzsche wohl sagen).

 

Seltsamerweise finden wir in den nordischen Mythologien ein Tier, das eine geradezu unheimliche Fähigkeit hat, alles Interessante über die Welt zu erschauen: Die Raben. Der weise Ur-Vater Odin hat zwei Raben auf seinen Schultern sitzen: Hugin und Munin.[103] Das Interessante bei der alt-nordischen Mythologie ist, dass auch Tiere Träger der prophetischen Gaben sein können. Dazu finden wir viele Beispiele, dass Tiere sich ungewöhnlich verhalten, wenn z.B. ein Erdbeben im Anzug ist. Etwa gesehen bei den Elefanten in Thailand, kurz vor dem grossen Tsunami vom Dezember 2004.[104]

1.6       Die Mythologie heute

 

AG:

Die Drei Ringe des Sinns, die im Sinne von der Atlantis Gespinns,

und die uns Alle, in dem Un-Endlichen Alle,

die uns Alle auf Ewig zusammen halten.

Das ist doch wohl besser als Der Ring des Herrn Tolkien.

Und es ist auch vielleicht noch besser als Der Ring des Herrn Wagner.[105]

 

Ein Artikel der Welt Online gibt ein paar interessante Aspekte der Mythologie im heutigen Kulturbetrieb. Der beweist vor allem, dass die dortigen Schreiber keine Ahnung von den Tiefen-Hintergründen Wagners haben.

https://www.welt.de/kultur/article4231255/Warum-die-Nibelungen-immer-noch-erfolgreich-sind.html

Siegfried, Kriemhild, Brünhild und Gunther, sie hatten ihren großen Auftritt vor mehr als 800 Jahren. Jetzt sind sie wieder da, medial gerüstet für den Kampf zwischen Hochkultur und Trash. RTL plünderte mit "Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen" und fünf Millionen Euro Produktionsgeldern den großen deutschen Mythos. Ein wenig "Herr der Ringe", Lara Croft und Dan Brown ("Sakrileg") hier, etwas "Indiana Jones" und "Unsere schönsten deutschen Kulturdenkmäler" dort, eine Mixtur aus Historienthriller und Actionfilm, aus Fantasy-Märchen und Vater-Kind-Drama. Auch wenn das Nibelungengold im Film ein ungehobener Schatz bleibt und Platz schafft für aufgeblasenes Popcornkino - es ist wohl das Grundböse, das Unbeeinflussbare, dem der Mensch schutzlos ausgeliefert ist und das ihn so fasziniert. Ob Bruno Ganz im Führerbunker oder Kate Winslet auf der "Titanic" - der Zuschauer ist ganz nah dran am Untergang und darf sich doch in Sicherheit wiegen. Da spielt es keine Rolle, ob die Handlung 800 Jahre alt ist - das Phänomen als ästhetisches ist zeitlos. Auf der Bühne standen die Nibelungen schon immer, Wagners Opernzyklus wurde 1876 uraufgeführt, 2007 schrieb Wolfgang Hohlbein einen sagenhaften Roman zum Thema, "Die Rache der Nibelungen", Fritz Lang brachte die Heldensaga 1924 auf die Leinwand. Es ist ein Phänomen wie die "Ilias", deren Neuübersetzungen breite Debatten provozieren.

Wenn Familie oder Religion keinen Halt mehr geben und kulturelle Grenzen verschwimmen, halten notfalls epische Meilensteine als Orientierungsmaßstab her. Das Nibelungenlied glänzt nicht mit dem großen Versprechen vom Abenteuer wie etwa die Adaptionen der Artus-Sage. Dafür sind die psychologischen Konflikte tiefer und komplexer, es ist ein willkommenes Familiendrama für deutsche Befindlichkeit, es schürt Ängste und den Hang zu Selbstgeißelung und Selbstzweifel.

Oder, wie Peter Glasner, Mediävist an der Universität Bonn, sagt: "Man muss bei der Rezeptionsgeschichte nicht auf Wagner warten." Kein Wunder, wird das Epos aus Versatzstücken unterschiedlichster Stilrichtungen und Epochen zum Objekt der Begierde von Kult, Trash, Kitsch, Mythos.

Die Mytho-Logie, und die Thymo-Logie

Der Begriff Thymo-Logie folgt einem Ansatz von Peter Sloterdijk, seiner Theorie des Thymos. Richard Wagner knüpfte an, an eine Mytho-Logie, von mindestens 5.000 Jahren, aus der Völuspa.[106] Wir finden hier exzellente Beispiele des Zusammenhangs von Mytho-Logie und Thymo-Logie. Das ist das noch zusammenhängende Ur-Zeit-Gedächtnis der vorzeitlichen Menschheit, im Zeitalter des Sa(e)turnos, des Goldenen Zeitalters. Denn das Eigen-Thym-liche an der Mytho-Logie ist, dass sie über den Thymos mit der Mnaemo-Synae in dem semantischen Rhizom der alt-griechischen und alt-arischen Sprache(n) verbunden ist. Denn die Mnaemo-Synae ist die Göttin der Erinnerung, also der Tiefen-Erinnerung der nicht-schriftlichen Kulturen.[107] Mnaemae- hat nämlich auch etwas mit maenis (dem Zorn) zu tun.

(Das ist ein semantisches Rhizom). Siehe:

http://www.noologie.de/desn24.htm#Heading120

http://www.noologie.de/noo204.htm#Heading65

http://www.noologie.de/noo205.htm

http://www.noologie.de/noo2.htm#SEMAIOPHON_NET

Und die Mnaemo-Synae hat eine Wesens-Gleichheit mit den Erynnien, mit: Allekto, Megeira, Teisiphonae. Beides sind Göttinnen der Er-Innerung. Die Erynnien sind sozusagen die mythische Bank des Zorns und der Rache, nach Sloterdijk (Z&Z). Und dann kommt noch: M(n)ae(m/n)in (Maenin) aeide thea, in der Eröffnungszene der Ilias,[108] das kommt kurz danach in der griechischen Mythologie-Geschichte wieder vor: In des Hesiod'os Theogonie und in der Ilias: Die Anrufung an die Mnaemo-Synae. Si non e vero e bon trovato: (Auch wenn es nicht wahr ist, so ist es dennoch gut erfunden). [109]

hos aeidae ta t' eonta ta t' essomena pro t'eonta. (Il. 70)

Der erkannte, was ist, was sein wird, oder zuvor war.

Richard Wagner hat uns in dem Ring des Nibelungen auch eine besondere Form der Rache der Er-Innerung gegeben: Die Rache der Frauen. Das sind Kriemhilde und Brunhilde.[110] Sie inszenieren den Untergang ihrer damaligen Welt. Das sind die Furien, die Erynnien, und natürlich auch die Maha Kali, die hier noch eine besondere Bedeutung hat.[111] Siehe:

http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324237

Hier noch ein Text aus der Wikipedia:

 

According to the Völsunga [AG Välsungen] saga, Brynhildr is a shieldmaiden and seemingly valkyrie who is the daughter of Budli. She was ordered to decide a fight between two kings, Hjalmgunnar and Agnar, and knew that Odin preferred the older king, Hjalmgunnar, yet she decided the battle for Agnar. For this Odin condemned her to live the life of a mortal woman, and imprisoned her in a remote castle behind a wall of shields on top of mount Hindarfjall, where she sleeps in a ring of flames until any man rescues and marries her. The hero Sigurðr Sigmundson (Siegfried in the Nibelungenlied), heir to the clan of Völsung and slayer of the dragon Fafnir, entered the castle and awoke Brynhildr by removing her helmet and cutting off her chainmail armour. The two fell in love and Sigurðr proposed to her with the magic ring Andvaranaut. The Völsunga saga also describes a subsequent encounter between Sigurðr and Brynhildr at Hlymdale, the home of Brynhildr's brother-in-law, Heimir. There Sigurðr declared his love for the shieldmaiden after spotting her in her tower. Promising to return and make Brynhildr his bride, Sigurðr then headed for the court of Gjuki, the King of Burgundy. Following Sigurðr's departure, Brynhildr was visited by Gudrun, the daughter of Gjuki, who sought her aid in interpreting a dream. This dream presaged Sigurðr's betrayal of Brynhildr and marriage to Gudrun.

Though the cycle of four operas is titled Der Ring des Nibelungen, Richard Wagner in fact took Brünnhilde's role from the Norse sagas rather than from the Nibelungenlied. Brünnhilde appears in the latter three operas (Die Walküre, Siegfried, and Götterdämmerung), playing a central role in the overall story of Wotan's downfall.

In Wagner's tale, Brünnhilde is one of the valkyries, who are born out of a union between Wotan and Erda, the personification of the earth. In Die Walküre Wotan initially commissions her to protect Siegmund, his son by a mortal mother. When Fricka protests and forces Wotan to have Siegmund die for his adultery and incest, Brünnhilde disobeys her father's change of orders and takes away Siegmund's wife (and sister) Sieglinde and the shards of Siegmund's sword, Nothung. She manages to hide them, but must then face the wrath of her father who is determined to make her mortal and put her into an enchanted sleep to be claimed by any man who happens across her. Brünnhilde argues that what she did was in obeyance of the god's true will and does not deserve such a fate. He is eventually persuaded to protect her sleep with magical fire, sentencing her to await awakening by a hero who does not know fear.

...

Siegfried awakens Brünnhilde. Art by Arthur Rackham.

Brünnhilde does not appear again until near the end of the third act of Siegfried. The title character is the son of Siegmund and Sieglinde, born after Siegmund's death and raised by the dwarf Mime, the brother of Alberich who stole the gold and fashioned the ring around which the operas are centered. Having killed the giant-turned-dragon Fafnir, Siegfried takes the ring and is guided to Brünnhilde's rock by a bird, the blood of Fafnir having enabled him to understand birdsong. Wotan tries to stop him but he breaks the God's spear. He then awakens Brünnhilde.

Siegfried and Brünnhilde appear again at the beginning of Götterdämmerung, at which point he gives her the ring and they are separated. Here again Wagner chooses to follow the Norse story, though with substantial modifications. Siegfried does go to Gunther's hall, where he is given a potion to cause him to forget Brünnhilde so that Gunther may marry her. All this occurs at the instigation of Hagen, Alberich's son and Gunther's half-brother. The plan is successful, and Siegfried leads Gunther to Brünnhilde's rock. In the meantime she has been visited by her sister valkyrie Waltraute, who warns her of Wotan's plans for self-immolation and urges her to give up the ring. Brünnhilde refuses, only to be overpowered by Siegfried who, disguised as Gunther using the Tarnhelm, takes the ring from her by force.

Der Krieg der Sterne und die Rückwärts-Erzählung der Nibelungen-Saga

Ja, und nun kommen wir dann doch noch zu George Lucas, denn: Der ganze Zauber mit diesem un-säglichen Epos Star Wars (Krieg der Sterne) ... findet sich schon im "Ring des Nibelung", der ist sozusagen die Original-Story, wie man sie dann von George Lucas kunstvoll rückwärts-erzählt findet. Den orignalen Mythenstoff hat George Lucas von Joseph Campbell übernommen.

 

The Power of Myth -- Interview: Joseph Campbell with Bill  Moyers

Walking to work one morning after Campbell's death, I stopped before a neighborhood video store that was showing scenes from George Lucas' Star Wars on a monitor in the window. I stood there thinking of the time Campbell and I had watched the movie together at Lucas' Skywalker Ranch in California. Lucas and Campbell had become good friends after the filmmaker, acknowledging a debt to Campbell's work, invited the scholar to view the Star Wars trilogy. Campbell reveled in the ancient themes and motifs of mythology unfolding on the wide screen in powerful contemporary images. On this particular visit, having again exulted over the perils and heroics of Luke Skywalker, Joe grew animated as he talked about how Lucas "has put the newest and most powerful spin" to the classic story of the hero.

"And what is that?" I asked.

"It's what Goethe said in Faust but which Lucas has dressed in modern idiom -- the message that technology is not going to save us. Our computers, our tools, our machines are not enough. We have to rely on our intuition, our true being."

"Isn't that an affront to reason?" I said. "And aren't we already beating a hasty retreat from reason, as it is?"

"That's not what the hero's journey is about. It's not to deny reason. To the contrary, by overcoming the dark passions, the hero symbolizes our ability to control the irrational savage within us." Campbell had lamented on other occasions our failure" to admit within ourselves the carnivorous, lecherous fever" that is endemic to human nature. Now he was describing the hero's journey not as a courageous act but as a life lived in self-discovery," and Luke Skywalker was never more rational than when he found within himself the resources of character to meet his destiny."

http://ebooksbeus.weebly.com/uploads/6/3/0/8/6308108/the_power_of_myth_-_joseph_campbell.pdf

 

http://de.ign.com/star-wars/110108/feature/star-wars-zusammenfassung-die-story-aller-sechs-filme

Episode 1 — Die dunkle Bedrohung

Der Planet Naboo wird von der Handelsförderation blockiert. Also entsendet der Rat der Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und seinen Meister Qui-Gon Jin, um die Königin Padmé Amidala zu retten. Das gelingt zwar, allerdings müssen sie notgedrungen auf dem Wüstenplanet Tattoine landen.

In der Stadt Mos Eisley treffen die Jedi auf Anakin Skywalker, der eine große Begabung für die Macht besitzt. Sie befreien den Jungen aus der Sklaverei,[112] während Senator Palpatine von Naboo zum Kanzler des galaktischen Senats wird.

In einer großen Schlacht wird die Handelsförderation vom Planeten vertrieben. Dabei stirbt Qui-Gon Jin im Duell mit dem Sith Darth Maul. Obi Wan Kenobi nimmt Anakin als Schüler auf.

Geschichte von Episode 2 — Angriff der Klonkrieger

Padmé ist nach Episode 1 eine Senatorin geworden und entgeht nur knapp einigen Mordanschlägen. Der Senat setzt Obi-Wan und den herangewachsenen Anakin als Leibwächter ein. Obi-Wan entdeckt auf der Suche nach den Attentätern auf dem Planet Kamino eine Armee von Klonkriegern. Während der Suche nimmt ihn der Sith Darth Tyranus auf Geonosis gefangen.[113]

Anakin und Padmé verlieben sich. Nach einem Hilferuf von Obi-Wan machen sich beide nach Geonosis auf, wo die Sith auch sie gefangen nehmen. Von den Jedi angeführt, bekämpfen sich die Klonkrieger mit den Droiden der Handelsförderation. Die Klonkriege beginnen. Im Kampf mit Tyranus verliert Anakin einen Arm. Der Sith flieht, nachdem er auch Meister Yoda besiegt hat.

 Der absurde Krieg der Sterne

Wie absurd diese Geschichte ist, wird klar, wenn wir die Abfolge genau verfolgen. Denn in dem ersten Teil (Episode 1 - Die dunkle Bedrohung), da trifft die Königin Padme auf den kleinen Helden Anakin Skywalker mit etwa 12 Jahren. (Da muss sie mindestens 25 Jahre alt sein, um diese politische Position einzunehmen). Als die beiden sich später nach etwa 8 Jahren in der nächsten Episode (Episode 2 - Angriff der Klonkrieger) wiedertreffen, ist Padme immer noch genauso jugendlich frisch. (Da wäre sie also 33 Jahre alt, und noch nicht verheiratet, sehr ungewöhnlich für die feudale Gesellschaft der Star Wars Saga). Aber der jetzt nicht mehr so lichtvolle, also schwarze Held Anakin Skywalker ist mittlerweile so etwa 20 Jahre alt. Irgendetwas stimmt da nicht in dieser Geschichte. Aber es muss immer alles jugendfrei sein. Und dann, ja dann, kommt alles noch viel schlimmer: Der gute Held Anakin Skywalker, und gleich darauf, als der Böse Held Darth Vader, zeugt mit der schönen Prinzessin Padme, die er vor 8 Jahren das erste Mal gesehen hatte, und deren Leibwächter er geworden ist... Der zeugt also mit der Prinzessin Padme ein Zwillings-Paar, die erst einmal von-einander getrennt werden, aber die sich (schick-sals-haft) irgendwann wieder einander begegnen müssen. (Voltaire mit Candide, lässt schön grüssen, und Rosamunde Pilcher auch). Und dann ver-lieben sie sich auch in-einander, aber die US-amerikanische Hollywood-Film-Industrie, die würde es ja nie zulassen, dass die beiden miteinander auch noch mehr anstellen. Schliesslich soll der Film ja ab 12 Jahre Jugend-frei sein. Und der Imperator, und sein Spiess-Gesell,[114] der ist natürlich Gott-Va(d/t)er. Aka Wo(t/d)an Odin. Es klingt schon aus dem Namen heraus, dass der Darth Vader und Wodan irgendwie Verwandte sind. (Und da finden wir es wieder, das Im-Peri-Um). Und als der böse Ober- Bös- Gott Vader- Imperator dann endlich besiegt und über-wunden ist, Dann, ja genau dann, wieder-beginnt damit ein neues Goldenes Zeitalter. Krta Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga, oder sonstwie Yuga.[115] Same procedure as everry Yuga, sozusagen.[116] Hier noch ein passender Artikel aus der Welt-Online. Dieser wiederholt ziemlich genau, was ich auch schon so ca. 2011 bis 2013 in Noologie III geschrieben habe:[117]

 

https://www.welt.de/kultur/kino/article171648368/Was-George-Lucas-eigentlich-erzaehlen-wollte.html

Was 1977 noch nicht möglich war

Daher 1977 der reduzierte Aufsatzpunkt mit „Krieg der Sterne“, daher die unbändige Energie von Lucas, den Epilog ab 1998 doch noch zu verfilmen. ... und das [dem] todesdüsteren Ende der Trilogie nie gefunden [hatte]. ... Ein richtig guter Regisseur war er nie. Aber Hollywoods größter Weltenerschaffer.

Politik statt Popcorn

Tatsächlich ist die Blockade des Planeten Naboo durch die Handelsföderation der Startschuss zur Veränderung des gesamten politischen Systems der Galaxis. It’s the economy, stupid! Der galaktische Senat ist nicht in der Lage, Recht und Ordnung durchzusetzen und den Menschen auf Naboo zur Hilfe zu eilen.

Der Wille ist da, doch alle Bemühungen werden durch endlose Debatten im Allvölker-Parlament aufgrund von Partikularinteressen und Furcht vor einer militärischen Intervention zerredet. Kommt Ihnen das bekannt vor? Sehen Sie, Sie sind auf dem besten Weg, in „Star Wars“ etwas anderes zu sehen als den Film zum Popcorn-Familienbecher.

„Die letzten Jedi“ ist der misslungenste, großartigste Film der Serie

Führer dieser zahnlos gewordenen interstellaren UN-Vollversammlung wird Kanzler Palpatine, ein Demokrat, der allen Glauben an die Demokratie verloren hat und in einer ausgeklügelten Strategie den Umbau des politischen Systems in einer Diktatur plant. Nur auf diese Art, so seine feste Überzeugung, sei Frieden auf Dauer möglich. Putin und Erdogan könnten sich Palpatine-Fan-T-Shirts drucken. ...

Palpatine und Putin

Wie diese Herren hat Palpatine allerdings ein Problem: Mit welchem Trick erklärt man den Demokraten, dass ihre Rechte immer weiter eingeschränkt, die Freiheit abgeschafft und an ihre Stelle eine vom Militärkult geprägte Autokratie treten wird? Eine dunkle Bedrohung muss her.

Die tritt (im Hintergrund von Palpatine orchestriert) in Form der Separatisten (ich frage mich gerade, ob Putin nicht neben mir der Einzige ist, der sich näher mit diesen Filmen beschäftigt hat) auf, die die Republik bedrohen, ihr den Krieg erklären, woraufhin Palpatine sich – mit Zustimmung der naiven Demokraten – einer gigantischen Klonarmee bedient, der Vorgängerorganisation der Sturmtruppen des Imperiums. ...

Nun stürzt die gesamte Galaxis in einen Bürgerkrieg. Freund und Feind sind kaum voneinander zu unterscheiden. Wer das Richtige will, tut unbewusst das Falsche, das ist das Schicksal der taktisch völlig unbedarften Jedi,

[AG: Sie waren, ganz im Gegenteil, taktisch die Allerbesten, aber strategisch völlig hoffnungslos. Das kam auch bei der Deutschen Wehrmacht im WW-II auch so vor]

einer Kaste von Gutmenschen mit Lichtschwertern und verdrehter Grammatik.

[AG: Das ist fatalerweise ganz genauso wie im Ring des Wagners, also der Götterdämmerung.]

Die Jedi? Überschätzt!

Ach ja. Die Jedi. Und die Sith, ihre Gegenspieler. Wofür sind die denn nun eigentlich da? Ehrlich gesagt: nicht für viel. Die große Zeit der Jedi und der Sith war lange vorbei, bevor die Handlung zu „Episode 1“ einsetzt.

[AG: Bei Lev Gumilev finden wir sie wieder: Die Helden der Passionarnost, der Selbst-Aufopferung im Namen der Guten Sache.]

Nun sind sie – und ist auch die Religion, die sie verkörpern – höchstens noch Läufer auf dem Schachfeld, mittelalterliche Krieger und sinistre Schurken aus einer vergangenen Epoche. ...

Sie taugen als diplomatische Botenjungen, ab und zu im Gefecht oder als Schreckgespenster mit Teufelshörnern. Und, logisch, sie waren eben eine fixe Idee von George Lucas.[118] ...

Nichts aber an der galaktischen Großwetterlage wurde durch sie entscheidend verändert oder beeinflusst. Säkulare Führungskräfte des Imperiums wie Grand Moff Tarkin oder General Hux haben sie stets als Relikte einer vergangenen Zeit abgetan. Niemand weiß das besser als Palpatine, ist er doch selbst in seiner heimlichen Identität der Obermotz der Sith.

Order 66

Er, der sich nun Imperator nennt, gibt schließlich den Klonkriegern die „Order 66“

[A.G. Das ist natürlich die Order 666: Nämlich die Auferstehung des noologischen Ur-Vieche'sch's, also des Ragnarök der Midgard-Schlange und des gefrässigen Wolfes Fenrir],

den Befehl, alle Jedi zu vernichten – der letzte und erfolgreiche Schritt, eine moderne, effektive Diktatur zu errichten, in der die mächtige Magie der alten Religion („Die Macht sei mit dir“) nur noch dazu benutzt wird, lästige Gesprächspartner durch Würgegriff und Blitzschubser zur Räson zu bringen. Die wahre Macht des Imperiums und der Ersten Ordnung sind die Superwaffen: die Todessterne, die Starkiller-Base, die Dreadnought-Kreuzer.

„Urst langweilig“ sei das alles, wendet gerade eine Kollegin ein, die erfährt, worüber ich schreibe. Das mit dem Senat, den der von der Demokratie abgefallene Palpatine durchaus als „Quasselbude“ diskreditieren könnte, die ganze galaktische Politik, ausgelöst durch, gähn, Handelsroutenbesteuerung.

Sie hat insofern nicht unrecht, als dass „Star Wars“ als Kammerspiel nicht funktionieren würde. Es braucht die emotional erschütternden Bilder,[119] und es braucht vor allem die Geschichte der Skywalkers, die sich durch die gesamte Reihe zieht, als emotionalen Anker.

Die Bedrohung der Demokratie

Aber alles, was dieser Familie auferlegt wird (so einiges: Ermordung der Urgroßmutter, Verstümmelung und Sündenfall des Großvaters, Kummertod der Großmutter, Selbstopfer des Sohnes und Vatermord des Neffen), geschieht vor dem Hintergrund der „Galaxie in Aufruhr“, die in all ihrer Komplexität, Brutalität und Verzweiflung nur in den ersten drei Filmen (und dem Spin-off „Rogue Squadron“) geschildert wird. Ihr Schicksal treibt die Handlung voran, ihre Taten verändern den Lauf der Geschichte, aber sie ist nicht der Kern.

Man kann Homers „Odyssee“ als Blockbuster-Aneinanderreihung von Actionabenteuern des Superhelden der Antike lesen oder den „Ring des Nibelungen“ als wuchtiges Spektakel um einen Drachentöter und seine schräge Familie. ...

Interessanter und gewinnbringender aber ist der Blick auf das Thema, das verhandelt wird: Bei Homer und Wagner ist dies das Ringen des Menschen mit dem Schicksal (aka Göttern). In „Star Wars“ ist es die Bedrohung der Demokratie aus sich heraus, weil Freiheit viel zu wenig als Errungenschaft begriffen wird, um die man täglich kämpfen muss. Das gilt selbstverständlich nicht nur in einer fernen Galaxie vor unendlich langer Zeit.

Und nun die Original-Geschichte des Wagners

In Wagners Ring des Nibelungen[120] ist es genau umgekehrt: Da er-zeugt der Ober- (Bös-) Gott Wo(d/t)an oder Odin (oder der Darth Vader) mit einer Wölfin, auch ein Zwillings-Paar, Siegmund & Sieglinde, die Wälsungen, das sich auch nach langer Trennung wieder trifft, und sich auch als Zwillinge erkennt, und die trotzdem miteinander Inzest treiben. Das Ödipus-Motiv der altgriechischen Tragödie taucht hier ein wenig variiert, wieder auf.[121] Dies geschieht alles in der “Walküre“. Und das alles in dem Schatten der Welten-Esche Yggdrasil. In derem Stamm sitzt fest eingezwängt, das Wunder-Schwert Notung. Es ist schon seltsam, dass die Yggdrasil hier der Zentral-Pfosten von Hundings Halle ist. Obwohl in einem anderen Kapitel bei Wagner, der Baum Yggdrasil schon lange verdorrt ist. Jetzt ist dieser Baum in aller Fülle am Grünen und Blühen. Man sollte bei den Mythologen nicht ganz so genau hin-schauen. Siehe S. 69, bei Wilhelm Heizmann:

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wissenstransfer/dateien/w3_die_esche_als_weltenbaum.pdf

(In der Artus-Sage war das Wunder-Schwert in einem Stein fest eingeklemmt).

http://www.noologie.de/walk11.htm#_Toc280039265

 

Siegmund:

Zu seiner Schwester schwang er sich her; / die Liebe lockte den Lenz:

in unsrem Busen barg sie sich tief; / nun lacht sie selig dem Licht.

Die bräutliche Schwester befreite der Bruder; zertrümmert liegt, was je sie getrennt;

jauchzend grüsst sich das junge Paar: / vereint sind Liebe und Lenz!

Sieglinde:

Du bist der Lenz, nach dem ich verlangte / in frostigen Winters Frist.

Dich grüsste mein Herz mit heiligem Graun, als dein Blick zuerst mir erblühte.

Fremdes nur sah ich von je, / freundlos war mir das Nahe;

als hätt' ich nie es gekannt, war, was immer mir kam.

Doch dich kannt' ich deutlich und klar: / als mein Auge dich sah, warst du mein Eigen;

was im Busen ich barg, was ich bin, / hell wie der Tag taucht' es mir auf,

wie tönender Schall schlug's an mein Ohr, als in frostig öder Fremde

zuerst ich den Freund ersah.

 

Ein Nebenthema ist das der Archäo-Astronomie. Nämlich das der Wölfe und der Bären, die ja beide bei den Wälsungen, und dem Bären-Abenteuer des Siegfried vorkommen.

https://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill_appendixes.htm#32

In other tales the stars of the Great Bear are "seven wolves" who pursue those horses. Just before the end of the world they will succeed in catching them. Some even fancy that the Great Bear is also tied to the Pole Star. When once all the bonds are broken there will be a great disturbance in the sky [n2 Holmberg, p. 425; cf. Holmberg's Die Religiosen Vorstellungen der altaischen Volker (1938), p. 40.].

 Und dann gibt es Ehe-Stress in den himmlischen Gefilden

Dann aber gibt es Stress in den himmlischen Gefilden, weil die Wächterin der Hl. St. Ehe, und der bürgerlichen Verträge,[122] die Fricka, da sehr schwere Einwände hat:

 

Fricka:

Achtest du rühmlich der Ehe Bruch, / so prahle nun weiter und preis es heilig,

dass Blutschande entblüht / dem Bund eines Zwillingspaars!

Mir schaudert das Herz, es schwindelt mein Hirn:

bräutlich umfing die Schwester der Bruder!

Wann ward es erlebt, / dass leiblich Geschwister sich liebten?

Wotan:

Heut hast du's erlebt! / Erfahre so, was von selbst sich fügt,

sei zuvor auch noch nie es geschehn. / Dass jene sich lieben, leuchtet dir hell;

drum höre redlichen Rat: / Soll süsse Lust deinen Segen dir lohnen,

so segne, lachend der Liebe, / Siegmunds und Sieglindes Bund!

 Die Kurzfassung des Nibelungen-Rings, bis zu dem un-heimlichen Ende

Dieser Inzest hat dann sogleich den stolzen strahlenden Helden Siegfried erzeugt, (also genau umgekehrt wie bei Darth Vader oder Wodan oder Odin), der dann später im Verlauf der Geschichte schnödigst gemeuchelt wird. Das ist so etwa die Kurzfassung des Rings des Nibelung in 50 Worten. Nun kommt es alles noch viel schlimmer. Denn dann treten sofort auch die Walküren auf, die Todes-Göttinnen, die die Strafe für Siegmund executieren müssen, was Gottes-gerechterweise auf dem Fuss folgen muss:

Die Walküre, Zweiter Aufzug, Vierte Szene.

http://www.noologie.de/walk11.htm#_Toc280039270

 

Brünnhilde:

Nur Todgeweihten taugt mein Anblick; / wer mich erschaut, der scheidet vom Lebenslicht.

Auf der Walstatt allein erschein ich Edlen: / wer mich gewahrt, zur Wal kor ich ihn mir!

Siegmund:

Der dir nun folgt, wohin führst du den Helden?

Brünnhilde:

Zu Walvater, der dich gewählt, / führ ich dich: nach Walhall folgst du mir.

Siegmund:

In Walhalls Saal Walvater find ich allein?

Brünnhilde:

Gefallner Helden hehre Schar / umfängt dich hold mit hoch-heiligem Gruss.

...

Sieglinde lebe und Siegmund lebe mit ihr!

Beschlossen ist's; das Schlachtlos wend ich: / dir, Siegmund, schaff ich Segen und Sieg!

Hörst du den Ruf? Nun rüste dich, Held!

Traue dem Schwert und schwing es getrost: / treu hält dir die Wehr,

wie die Walküre treu dich schützt! / Leb wohl, Siegmund, seligster Held!

Auf der Walstatt seh ich dich wieder!

 

Und so dreht sich das Rad der Vernichtung,[123] das Ragnarök, unaufhaltsam weiter. Siehe noch das obige Zitat aus dem Stück:

[Der] Wanderer, also Wodan / Odin:

Im Zwange der Welt weben die Nornen: / sie können nichts wenden noch wandeln.

Doch deiner Weisheit / dankt' ich den Rat wohl,

wie zu hemmen ein rollendes Rad?

 

Dann gehen wir wieder eine Episode, bzw. eine Drehung des Rades des Ragnarök, weiter. Die Ermordung Siegfrieds, des Sohnes von Siegmund und Sieglinde. Und das Baum-Blatt, das war die einzige verwundbare Stelle Siegfrieds,[124] die eine Offnung in seinem ansonsten undurchdringlichen Drachen- Blut- Panzer abgedeckt hatte: Das Blatt kam von dem Linden- Welten- Baum,[125] nämlich der Yggdrasil. Und die Quelle, aus der er trinken wollte, als er ermordet wird, ist der Brunnen der Weisheit des Ymir. Denn der strahlende Held darf nach der Götter-Logik niemals die Weisheit erlangen, denn sonst wäre er Gott-Gleich, wie sein Grossvater Wodan / Odin geworden. Dann hätte er die Macht über den Kósmos an sich gerissen. So etwa, wie Zeus seinen Vater Kronos oder Chronos entmachtet hat, und eine Götter-Generation davor, ebenso wie die Sichel des Kronos (Chronos), gegen dessen Vater Ouranos[126]/[127] geschnitten hat.[128] Wer hätte sich so etwas an- und aus- ge-dacht? Nämlich nur einer, unser verehrter Herr Richard Wagner.[129] Vielen Dank dafür. Aber das war von Anfang an eben genau der Plan des Ober- Bös- Gottes Wo(d/t)an, dass er damit die Götter-Welt-Zerstörungs-Maschinerie in Gang setzte, die Götter-Dämmerung oder Ragnarök, was in anderer Version auch der Maha Bharata heisst. Und jetzt wird es uns wirklich ganz heiss. Glaubst Du es mir oder nicht, oder wollen wir alle Dran Glauben? [130] Fritz Lang hat das Nibelungen-Epos in einer ebenso absolut phantas(ievollen-) phantas-tische(n) und un-wiederholbaren Inszenierung in Szene gesetzt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nibelungen_(1924)

 

Der Ring des Nibelungen ist ein aus vier Teilen bestehender Opernzyklus von Richard Wagner,  zu dem er den Text schrieb, die Musik komponierte und detaillierte szenische Anweisungen vorgab. Die Tetralogie gilt als Wagnersches opus summum:[1] An diesem Hauptwerk hat Wagner mit Unterbrechungen von 1848 bis 1874 gearbeitet. Mit einer Aufführungsdauer von etwa 16 Stunden (ein Vorabend und drei Tage), einer Orchesterbesetzung von über 100 Musikern (u. a. 6 Harfen und 4 Tenor- bzw. Basstuben, die Wagner speziell anfertigen ließ) und mit 34 Solisten (plus Männer- und Frauenchor) ist es eines der umfangreichsten musikalischen Bühnenwerke überhaupt. Unter der Leitung des Komponisten wurde die gesamte Tetralogie (auch kurz Der Ring genannt) im August 1876 erstmals im Bayreuther Festspielhaus aufgeführt. Die musikalische Leitung hatte Hans Richter. Das Werk wird aber auch als Trilogie bezeichnet, weil in dieser Sichtweise nur die Festspieltage zählen. Siegfried (Heinrich Gudehus) schmiedet Notung

Die Tetralogie besteht aus:

1) Das Rheingold („Vorabend“)

2) Die Walküre („Erster Tag“)

3) Siegfried („Zweiter Tag“)

4) Götterdämmerung („Dritter Tag“)

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen

 

In der englischen Wikipedia ist das alles noch ein bisschen tiefer gehend dar- gestellt:

 

Der Ring des Nibelungen (The Ring of the Nibelung), WWV 86, is a cycle of four German-language epic music dramas composed by Richard Wagner. The works are based loosely on characters from the Norse sagas and the Nibelungenlied. The composer termed the cycle a "Bühnenfestspiel" (stage festival play), structured in three days preceded by a Vorabend ("preliminary evening"). It is often referred to as the Ring Cycle, Wagner's Ring, or simply The Ring.

Wagner wrote the libretto and music over the course of about twenty-six years, from 1848 to 1874. ...

Although individual works of the sequence have occasionally been performed separately, Wagner intended them to be performed in series. The first performance as a cycle opened the first Bayreuth Festival in 1876, beginning with Das Rheingold on 13 August and ending with Götterdämmerung on 17 August. Opera stage director Anthony Freud stated that Der Ring des Nibelungen "marks the high-water mark of our art form, the most massive challenge any opera company can undertake."

Wagner's title is most literally rendered in English as The Ring of the Nibelung. The Nibelung of the title is the dwarf Alberich, and the ring in question is the one he fashions from the Rhine Gold. The title therefore denotes "Alberich's Ring".[2] The "-en" suffix in "Nibelungen" can occur in a genitive singular, accusative singular, dative singular, or a plural in any case (in weak masculine German nouns), but the article "des" immediately preceding makes it clear that the genitive singular is intended here. "Nibelungen" is occasionally mistaken as a plural, but the Ring of the Nibelungs (in German Der Ring der Nibelungen) is incorrect.

The cycle is a work of extraordinary scale. Perhaps the most outstanding facet of the monumental work is its sheer length: a full performance of the cycle takes place over four nights at the opera, with a total playing time of about 15 hours, depending on the conductor's pacing. The first and shortest work, Das Rheingold, typically lasts two and a half hours, while the final and longest, Götterdämmerung, takes up to five hours, excluding intervals. The cycle is modelled after ancient Greek dramas that were presented as three tragedies and one satyr play. The Ring proper begins with Die Walküre and ends with Götterdämmerung, with Rheingold as a prelude. Wagner called Das Rheingold a Vorabend or "Preliminary Evening", and Die Walküre, Siegfried and Götterdämmerung were subtitled First Day, Second Day and Third Day, respectively, of the trilogy proper.

The scale and scope of the story is epic. It follows the struggles of gods, heroes, and several mythical creatures over the eponymous magic ring that grants domination over the entire world. The drama and intrigue continue through three generations of protagonists, until the final cataclysm at the end of Götterdämmerung.

The music of the cycle is thick and richly textured, and grows in complexity as the cycle proceeds. Wagner wrote for an orchestra of gargantuan proportions, including a greatly enlarged brass section with new instruments such as the Wagner tuba, bass trumpet and contrabass trombone. Remarkably, he uses a chorus only relatively briefly, in acts 2 and 3 of Götterdämmerung, and then mostly of men with just a few women. He eventually had a purpose-built theatre constructed, the Bayreuth Festspielhaus, in which to perform this work. The theatre has a special stage that blends the huge orchestra with the singers' voices, allowing them to sing at a natural volume. The result was that the singers did not have to strain themselves vocally during the long performances.

https://en.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen

Noch ein über-phantastisches Universum bei Carl Orff

Wir finden nun noch ein über-phantastisches Universum: nämlich bei Carl Orff. Zu dem werden wir noch einiges sagen müssen. Wichtiges Material dazu: Die Dissertation von Isabel Weinbuch.[131] Hier wird es inszeniert: Die letztliche Erlösung des Luzifer, zu seinem angestammten Platz an der rechten Seite des Ober-Ur-Gottes Odin oder Wodan. Als der Stern des Lichts, also die Venus. Der Rest der Geschichte ist in den Fussnoten.[132] / [133]

“Ave formosissima, / gemma pretiosa, / ave decus virginum, virgo gloriosa, / ave mundi luminar,

/ ave mundi rosa, / Blanziflor et Helena, / Venus, generosa!”

“Venus, Venus, Venus — generosa (noble Venus)!”

Venus, esoterically, the symbol of mystic Nature.

Scene 3 »Dies illa«:

The last human beings become visible. Their great lament on the collapse of the cosmos and the end of the world is followed by a prayer by the leader of the chorus with Kyrie calls by the chorus which culminates in a ban for all demons. Lucifer appears and is transformed in three stages through beams of light to the original Lucifer.

Das Gravitationale Ober- Ur- Monster: Der Tanzende Stern

Wo wir schon bei Sternen-Systemen sind, hier ist noch das schlimmste nur vor-stell-bare Gravitationale Ober- Ur- Monstrum: Der oben so unscheinbar genannte Tanzende Stern, von dem Nietzsche so gerne sprach. Das ist nämlich ein Tripolar-Sternen-System, und das ist ein wahres Gravitationales Monstrum, das es wirk- lich an- und für- und in- sich hat. Siehe: Noologie II: "1.3.1.5. Tripolarität, tanzende Sterne, und Chaos".[134] Wir werden wohl bald, von diesem Monstrum noch etwas zu hören oder zu sehen bekommen, dass uns Hören & Sehen Ver-Gehen wird. Ich schwöre es Euch, es wird kommen. A(h/t)men. Auch im Denk-Raum gibt es das sehr sehr seltene Vorkommen von geistigen Drillingen, allso homo-ousia und nicht homoio-ousia. Die sind in der menschlichen Geschichte aber ziemlich genauso selten, wie in das Tripolar-Sternen-System in der kosmischen. Das wäre sogar für Wagner, Voltaire mit Candide, und sogar für Rosamunde Pilcher, eine Nummer zu gross gewesen. Damit leite ich nun über zu dem, was konsequenterweise nur noch folgen kann: "Die Immanentisation des Eschaton" (Wie es einmal in dem Roman "Illuminatus" von R. A. Wilson genannt wurde).[135]

Eschatologische Perspektiven in der Populär-Kultur

Neben dem Star Wars Epos von George Lucas finden wir in der Populär-Kultur noch ein paar Werke mit eschatologischen und apokalyptischen Themen. Hier ist die Matrix-Story der Gebrüder (oder später Geschwister)[136] Wachowski zu nennen. Ebenfalls enthält die "Herr der Ringe" Story einige Anklänge auf eine apokalyptische Endzeit-Schlacht. Der Film "Prometheus" setzt die Alien-Story von Ridley Scott mit einigen interessanten Bildern fort.[137]

Und Katastrophisches im Kόsmos

... und auch im astrophysikalischen Universum ... Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass unser nach griechisch-ästhetischen und politically correcten Prinzipien wohlgeordneter Kósmos eigentlich gar nicht so wohlgeordnet ist, wie es scheint. Denn überall lauert das Chaos. Mittlerweile gibt es zu dieser Ansicht auch genügend harte wissenschaftliche Daten.[138]

http://www.pnas.org/content/98/22/12342.full

"Over the last two decades, there has come about a recognition that chaotic dynamics is pervasive in the solar system. We now understand that the orbits of small members of the solar system—asteroids, comets, and interplanetary dust—are chaotic and undergo large changes on geological time scales. Are the major planets' orbits also chaotic? The answer is not straightforward, and the subtleties have prompted new questions."

http://en.wikipedia.org/wiki/Stability_of_the_Solar_System

http://en.wikipedia.org/wiki/Stability_of_the_Solar_System#Mercury.E2.80.93Jupiter_1:1_resonance

"The planet Mercury is especially susceptible to Jupiter's influence because of a small celestial coincidence: Mercury's perihelion, the point where it gets closest to the Sun, precesses at a rate of about 1.5 degrees every 1000 years, and Jupiter's perihelion precesses only a little slower. One day, the two may fall into sync, at which time Jupiter's constant gravitational tugs could accumulate and pull Mercury off course. This could eject it from the Solar System altogether[1] or send it on a collision course with Venus or Earth.[10]

...

Moving in such a warped orbit, Mercury's gravity is more likely to shake other planets out of their settled paths: in one simulated case its perturbations send Mars heading towards Earth.[14]"

http://www.nature.com/nature/journal/v459/n7248/full/nature08096.html

http://www.nature.com/nature/journal/v410/n6830/full/410773a0.html

http://www.lpl.arizona.edu/~renu/malhotra_preprints/rio97.pdf

 Donald Patten und Samuel Windsor

In den obigen Artikeln geht man nur von sehr langen Zeiträumen (mehrere Mrd. Jahre) aus. Aber wie offen zugegeben wird: Das ist alles nur eine Frage der Computational Power, weil die dazu notwendigen Berechnungen immer nur mit Computern der neuesten Generation durchgeführt werden können. Und damit können jederzeit noch leistungsfähigere Computer auch noch viel wildere Szenarien produzieren. Daher möchte ich noch das folgende Material präsentieren. Es kommt zwar aus einer wissenschaftlich eher anrüchigen Ecke, nämlich von den Autoren Donald Patten und Samuel Windsor, die auf der WWW-Seite der Kreationisten stehen, aber hier geht es mehr um kosmische Katastrophentheorie. Windsor ist Ingenieur: "Windsor also is an engineer specializing in forensics, involving industrial accidents." Ich glaube zwar nicht an Kreationismus, aber für "Angular Momentum" und "Katastrophentheorie" habe ich, dank Rene Thom, schon etwas übrig. Auf ihrer www-Seite haben sie sogar eine zip-Datei, wo der gesamte Inhalt ihres Buches zu finden und zum herunterladen ist. Das eröffnet für jeden einen Einblick in das ziemlich überwältigende archäo-astronomische Material, das sie dort zusammen getragen haben.

http://www.creationism.org/patten/PattenMarsEarthWars/index.htm

Zitat: "Ancient Chinese knew Mars as 'the fire star.' Sumerians thought Enlil (Mars) was the cause of the Great Flood. Classical Greeks indicted Ares (Mars) as the 'bane of mortals.' And the Romans saw Mars as the God of War... Why?"

Die Thesen dieses Buchs beruhen auf sorgfältigen historischen, mythologischen und vor allem archäo-astronomischen Recherchen, deren Stichhaltigkeit ich mit meiner Hintergrund-Kenntnis der Materie bestätigen kann. Siehe meine Arbeiten zu Hertha v. Dechend. Hier noch ein Zitat:

http://www.creationism.org/patten/PattenMarsEarthWars/PattenMEW09.htm

"With respects to Plutarch, Hesiod, Homer, Apollodorus, Isaiah, Joel, Amos, Hosea, Jonah and others, in modern cosmology the score now is: Ancient literary catastrophism - 4, Modern 20th century gradualism - 0."

http://www.creationism.org/patten/PattenMarsEarthWars/PattenMEW10.htm

"Homer, reported to be blind, nevertheless by conversing with his colleagues, he penned a profound and spectacular account of Ares-Hera catastrophism. It was the year 864 B.C.E., a catastrophic year. It was early autumn. ... The Greek generals planned an assault on Troy, hoping that either Troy would be struck by celestial lightning, torching the citadel, and/or its walls of defense would be crumbled by killer quakes. An assist by the destructive Ares had been predicted by the Greek star gazers and monthly prognosticators to the Greek military leaders. They seem to have understood the 108-year cyclicism of Mars flybys, and the last October flyby was in October, 972 B.C.E. An easy, quick conquest was anticipated. (It wasn't either quick or easy as it turned out)."

Die vorgestellten astronomischen Daten sind so umfangreich, dass sie nur von den entsprechenden Fachleuten beurteilt werden können, aber man sollte bemerken, dass es prinzipiell unmöglich ist, gravitationale Instabilitäten von Mehrkörper-Systemen post hoc zu berechnen. Dh. wenn ein Gravitational-System chaotisch geworden ist, ist keinerlei Möglichkeit der Rück-Berechnung dieser Instabilität zu einem vorhergehenden Zustand gegeben. Ich habe mich ja auch einschlägig mit diesen Themen beschäftigt, und diese Darstellung gibt meinen früheren Spekulationen einiges an Gewicht.[139] Sloterdijk zeigt in Z&Z, 36-40, die inhärent chaotische Dynamik von Thymos-Komplexen auf, und das ist hier das Thema der weiteren Untersuchung, vor allem die wesenhafte Verbindung von Mytho-Logie und Thymo-Logie, die bei Sloterdijk leider gar nicht auftaucht. Ich kann hier noch hinzufügen, dass die Theorie der Moleküle eines flüssigen Gyroskopes identisch ist, mit der Flugscheiben-Theorie von Schauberger. Aber das wäre zu viel des Anspruchs in diesem kurzen Beitrag.

Weitere Materialien

Harmonie

https://www.textlog.de/1230.html

Harmonie (harmonia): Zusammenfügung einer Vielheit zur Einheit, Zusammenstimmung, Übereinstimmung, Anpassung der Teile eines Ganzen aneinander zu einer Ordnung, Verbindung der Gegensätze in und zu einer Einheit. Die musikalische Harmonie beruht auf dem Fehlen von Schwebungen (s. d.) und Klang-Rauhigkeiten in einer Tonverbindung (HELMHOLTZ, Lehre von d. Tonempfind.2, ff. 297 ff.; Vortr. u. Red. II4, 121 ff.; vgl. WUNDT, Grdz. d, phys. Psychol. II, 65; STUMPF, Conson. u. Disson. Beitr. zur Akust. u. Musikwiss. 1. H. 1898). In der Ästhetik (s. d.) und in der Ethik (Harmonie der Charaktereigenschaften, der Interessen, der individuellen und sozialen Triebe u.s.w.) ist der Begriff der Harmonie von Bedeutung. Die Harmonie der Welt, d.h. die gesetzmäßige, kausal-teleologische Zusammenfügung der Dinge und Kräfte zu einer Weltordnung, ist von philosophischer Wichtigkeit.

Die Pythagoreer übertragen den musikalischen Harmoniebegriff auf das All. In diesem sind alle Gegensätze zur Einheit vereinigt. Alles in der Welt ist nach harmonischen Verhältnissen geordnet, ist selbst Harmonie und Maß: ton holon ouranon harmonian einai kai arithmon (Aristot., Met. I 5, 986 a 3); kata de tous tês harmonias logous (Diog. L. VIII 1, 29). Die Seele (s. d.) ist eine Harmonie (so auch nach ARISTOXENOS, DIKAEARCH, GALEN). Auch die Tugend (s. d.) ist eine Harmonie (tên d' aretên harmonian einai ... kath' harmonian synestanai ta hola, Diog. L. VIII 1, 33). Die Sphärenharmonie entsteht aus dem Zusammenklang der um das Zentralfeuer (hestia) sich bewegenden Planeten zu einem Heptachord (vgl. Goethe, Faust I: »Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang«). Die Harmonie der widerstreitenden Gegensätze im All betont HERAKLIT, damit die Gesetzmäßigkeit und Ordnung der Welt zum Ausdruck bringend: Hêrakleitos to antixoun sympheron kai ek tôn diapherontôn kallistên harmonian kai panta kat' erin ginesthai (Arist., Eth. Nic. VIII 2, 1155 b 4); ou syniasin hokôs diapheromenon heôutô homologei. palintropos harmoniê hokôsper toxon kai lyrês (die in sich zurückkehrende Harmonie, wie die des Bogens und der Leier, Fragm. 45); esti gar, phêsin, harmoniê aphanês phanerês kressôn (Fragm. 47). Die Harmonie des Weltganzen preisen PLOTIN dann wieder (in pythagoreisch klingender Weise) NICOLAUS CUSANUS, KEPLER, G. BRUNO. Die Harmonie als ethisches Prinzip betont SHAFTESBURY (Inquir. conc. virt. I, 2; The moral. II, 4; III, 1).

Vergleiche ferner:

- Harmonie (Kirchner, Wörterb. d. phil. Grundbegr.)

- Harmonie (Musik) (Sulzer, Th. d. schönen Künste)

- Harmonie (Malerei) (Sulzer, Th. d. schönen Künste)

- Die Harmonie (Hegel, Vorl. z. Ästhetik)

- Harmonisch rationalisierte Musik (Weber, Grundl. d. Musik)

- Leibniz: System der Prästabilierten Harmonie (Vorländer, Gesch. d. Phil.)

 

1.7       Literatur

Die Edda, Eugen Diederichs, 1981

Walter Zimmermann: Tonart Ohne Ethos - Der Musikforscher Marius Schneider, Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2003, 80 S.

 

Lynn Snook: Wagners Mythische Modelle. Hrsg. von Ulrike Feld und Wolfgang

Behrens. Anif / Salzburg 2oo9 (= Wort und Musik, Bd 71)

 

Ahnung und Erinnerung: Die Dramaturgie der Leitmotive bei Richard Wagner/ von Melanie Wald,

Bärenreiter, 2013

 

Das weitere sehr umfangreiche Literatur-Verzeichnis ist nun ausgegliedert in:

http://www.noologie.de/denk-bib.htm

http://www.noologie.de/bib.htm

http://www.noologie.de/bib_c.htm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



[1] Die Edda, Eugen Diederichs, 1981.

[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Solar_storm

https://en.wikipedia.org/wiki/Space_weather

https://en.wikipedia.org/wiki/Sunspot

https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_ray

[3] Edda, S. 9-30.

[4] In der mythologischen archäo-astronomischen nordischen Sichtweise (nach Hertha v. Dechend) ist der Rhein, analog wie der Nil für die Ägypter, eine symbolische Darstellung der Milchstrasse.

Siehe dazu: Hertha v. Dechend: Die Mühle des Hamlet.

http://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill.htm

[5] Man sollte dabei bedenken, dass diese Mythen sehr alt sind, und dass der Rhein damals noch durch das Doggerland floss, wo heute die Doggerbank ist. Das war so etwa 20,000 bis 8,000 Jahre BCE.

https://en.wikipedia.org/wiki/Doggerland

https://en.wikipedia.org/wiki/Mesolithic

Die Unterwasser-Archäologie findet dort auch jede Menge Material von menschlichen Siedlungen

und von Mammuts aus der gleichen Zeit.

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/mammut-110.html

https://www.fossilien.de/artikel/saeugetiere/mammut/106.htm

https://www.telegraph.co.uk/news/earth/environment/archaeology/11836627/British-Atlantis-archaeologists-begin-exploring-lost-world-of-Doggerland.html

In Old World archaeology, Mesolithic (Greek: µ?s??, mesos "middle"; ?????, lithos "stone") is the period between the Upper Paleolithic and the Neolithic. The term Epipaleolithic is often used synonymously, especially for outside northern Europe, and for the corresponding period in the Levant and Caucasus. The Mesolithic has different time spans in different parts of Eurasia. It refers to the final period of hunter-gatherer cultures in Europe and West Asia, between the end of the Last Glacial Maximum and the Neolithic Revolution. In Europe it spans roughly 15,000 to 5,000 BP; in Southwest Asia (the Epipalaeolithic Near East) roughly 20,000 to 8,000 BP. The term is less used of areas further east, and not at all beyond Eurasia and North Africa.

[6] https://en.wikipedia.org/wiki/Axial_precession#Alternative_discovery_theories

[7] http://gutenberg.spiegel.de/buch/faust-eine-tragodie-3664/4

Goethe, Faust:

Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie

Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. / Da steh ich nun, ich armer Tor!

Und bin so klug als wie zuvor; / Heiße Magister, heiße Doktor gar...

[8] Ich muss dazu bemerken, dass der Wiki-Eintrag nicht ganz stimmt. Denn in der Bibliothek dort ist das Manuskript auch nicht zu finden.

[9] Lynn Snook: Wagners Mythische Modelle. Hrsg. von Ulrike Feld und Wolfgang

Behrens. Anif / Salzburg 2oo9 (= Wort und Musik, Bd 71).

[10] Ich sage ganz bewusst nicht English, weil die Britis'her's bei ihren Kolonial-Völkern

einen ganz besonderen Namen hatten: Sie waren eben die Britis'Herr's. Oder die Britishen- Ober-Herren.

Das waren die Leute mit der berühmten Britis'Herr's "Stiff upper Lip". Eben  die Britis'Herren.

Die waren nach Darwin und H. Spencer vom Schicksal dazu aussersehen, dass sie die die Ober-Herren-Rasse,

des damaligen British Victorianischen Imperiums sein sollten.

Kolonialismus hin oder her. Das ist so etwa, als ob die Britis'her' Kolonial'herren nie etwas getan hätten,

das gegen irgend eine UN-Charta der Menschrechte verstossen hätte.

Die kam aber auch nur ca. 100 Jahre später.

Und der arme Kaiser Willi II, der Dummen Deutschen, mit seiner Dampf-Schiff-Parade,

der hatte da überhaupt nichts zu vermelden.

[11] Die Inkommensurabilität ist ein wesentliches Musik-theoretisches Thema.

The Myth of Invariance:

https://ernestmcclain.files.wordpress.com/2017/05/mythsofinvariance_sanscartoonsoptimized.pdf

https://www.jstor.org/stable/41134257?seq=1#page_scan_tab_contents

http://users.uoa.gr/~apgiannop/Sources/von-Fritz-discovery-of-incommensurability-by-Hippasus.pdf

[12] Das ist aus der Mythologie auch sehr gut zu verstehen, denn es gab damals nur die Nord-Länder,

also Nord-Norwegen und Island. Der Begriff Germanen scheint erst mit Tacitus aufgekommen zu sein.

https://en.wikipedia.org/wiki/Germania_(book)

[13] Und dann gibt es in Minute (25:08) noch eine jener berühmten x-fachen Verneinungen, in denen die Anglo-Experten nicht zu übertreffen sind: "Just because he may have been a nasty little man, and a nasty anti-semite, doesn't mean, that his music is not as supreme as it is." This understands, who he shall or will or will not. After so many negations, what remains of that boisterous speech, is just the Anglo-Expert-Jargon of the worst kind.

[14] Dies ist alles im Kontext von Wagners Ideen zusammen mit Bakunin, von der Gesellschaftlichen

Revolution zu verstehen.

[15] Wenn Niemals Jemand da weiter weiss: Hier sind sogar die Kommentare ziemlich gut,

besonders die Kommentare zu der Frau Elke Heidenreich.

Die finde ich auch sehr gut und treffend. Und die Opern-Beispiele sind dann auch noch aus den

Aller-Schlimmsten Opern-Inszenierungen genommen, die je produziert worden waren.

[16] http://www.mickisch.de/index.php?id=28

[17] http://www.noologie.de/noo02.htm#Heading162

[18] Denn in der alten Römischen Sprechweise war Lupa auch das Wort für Prostituierte.

Bei dem Mowgli-Roman des Rudyard Kipling kommt auch so etwas ähnliches vor.

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Jungle_Book

Father Wolf – The father wolf who raised Mowgli as his own cub

Grey brother – One of Mother and Father Wolf's cubs

https://en.wikipedia.org/wiki/Kaa%27s_Hunting

[19] https://de.wikipedia.org/wiki/Melanie_Wald-Fuhrmann

[20] https://www.baumkunde.de/baumregister/1415-tassilo_linde_auf_frauenchiemsee/

http://www.geomantie.net/article/read/6072.html

[21] https://www.youtube.com/watch?v=-rxGqm3e5-A

https://www.amazon.de/Wagner-Ring-Nibelungen-G%C3%B6tterd%C3%A4mmerung-DVDs/dp/B002ZCUEKM

http://www.spiegel.de/kultur/musik/opernspektakel-wie-man-den-ring-beherrscht-a-671517.html

[22] https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_und_die_Revolution

[23] http://www.noologie.de/peirasis.htm

[24] Siehe wieder Jochen Kirchhoff (33:17).

[25] Mit wieviel Gewalt dabei, möchte ich gar nicht erst diskutieren. Es geht hier sowohl um musikalische,

wie auch kosmologische Revolutionen. Deshalb, der Quinten-Zirkel durch die verschiedenen Ton-Arten

ist eigentlich ziemlich kompliziert, und damit einmal sehr schwer zu verstehen.

Und das das wohl (=gut) gestimmte (wohl temperierte) Klavier

enthält deshalb auch sehr viel mehr tonale Kompromisse,

die einem gestandenen Harmoniker (oder Pythagoräer) schon ziemliche Bauchschmerzen verursachen.

Das wusste vor allem der Herr J.S. Bach sehr genau. Der Herr Händel auch.

Denn die hatten das Klavier wohl eigentlich erfunden. Vorher gab es nur das Cembalo.

[26] Siehe: The Myth of Invariance:

https://ernestmcclain.files.wordpress.com/2017/05/mythsofinvariance_sanscartoonsoptimized.pdf

[27] https://de.wikipedia.org/wiki/Marius_Schneider

Ich muss dazu bemerken, dass der Wiki-Eintrag nicht ganz stimmt. Denn in der Bibliothek dort ist das Manuskript auch nicht zu finden.

Durch den Einsatz von Dr. Eckart Wilkens, eines Schülers von Schneider, wurde das Manuskript der Kosmogonie digitalisiert und steht nun in der Bibliothek des musikwissenschaftlichen Instituts der Universität zu Köln der Öffentlichkeit zur Verfügung. Eine 50-seitige zusammenfassende Einleitung von Marius Schneider zu seiner Kosmogonie wurde mit einem Vorwort von Josef Kuckertz posthum veröffentlicht.[7]

[28] Bruno, Giordano: Ed. E. v. Samsonow, Philosophie Jetzt, Diederichs (1995), S. 10

Giordano Bruno kannte sich ja bestens aus mit den alten Mythologien der Griechen, der Chaldäer,

der Kabbala der Juden, und der Ägypter. Leider fehlte ihm das musikalische Können,

um es wie Wagner umzusetzen. Das war auch ein Haupt-Grund für sein tragisches Scheitern.

[29] https://en.wikipedia.org/wiki/Aeschylus#The_Oresteia

Siehe dazu auch den Vortrag von Jochen Kirchhoff (26:46):

https://www.youtube.com/watch?v=CMMMVs4k8Uo

[30] Oder dem Inzest von Sigmund und Siglinde. Der Kampf zwischen Siegfried und seinem Grossvater Wodan,

als er dessen Speer zerschmettert, ist wohl äquivalent mit einem Grossvater-Mord.

Dazu kommt noch ein Zeit-Reisen- Paradoxon: Was ist, wenn ich ein Zeitreisender wäre, und ich würde auf

meiner Zeit-Reise meinen Grossvater töten? Würde ich dann noch existieren?

https://www.youtube.com/watch?v=jJ47ty7J8pY

https://www.youtube.com/watch?v=jJ47ty7J8pY&list=PLUeKvE0L3pZsgYIRS3-jhgBN5CExf3ANb

[31] https://en.wikipedia.org/wiki/Sophocles

https://en.wikipedia.org/wiki/Antigone_(Sophocles_play)

[32] S. 150: http://www.noologie.de/spf-noo.pdf

[33] http://www.zeno.org/Philosophie/M/Schopenhauer,+Arthur/Die+Welt+als+Wille+und+Vorstellung/Zweiter+Band/Erg%C3%A4nzungen+zum+dritten+Buch/39.+Zur+Metaphysik+der+Musik

[34] https://de.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Schikaneder

https://en.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Schikaneder

[35] Lobend zu bemerken ist, dass Siegfried Wagner sich ausgiebig bei dem Kollektiv-Psycho-Analyse- Material der Märchen der Gebrüder Grimm bedient hat. Er hatte wohl schon durchschaut, dass die Grimms zwar fast alles Interessante Bowdlerisierend aus den Märchen heraus-editiert hatten, aber es war doch genug Material übrig, so dass er, wie sein Vater aus den alten Mythen, noch brauchbares Material herausdestillieren konnte. Dank sei an Herrn Pachl, der diesen Schatz nicht untergehen liess. Allerdings, so weiss es die neuere Forschung, haben die Grimms ihre Märchen auf ganz andere Weise nicht ge- sondern "er-funden", als wie sie es dargestellt haben.

http://www.zeit.de/2009/51/Maerchen-Wilhelm-Grimm

Zitat: "Man kann aber mit guten Gründen das Gegenteil behaupten: dass nämlich erstens die meisten der Grimmschen Märchen gar nicht deutsch sind und dass sie zweitens in ihrer so wirkungsmächtig gewordenen Form von den Grimms erfunden wurden – vor allem von Wilhelm, dem Jüngeren"

"Die Grimms hatten ihre Texte aus zweiter oder dritter Hand. Einige entnahmen sie, wenig zimperlich, alten Anthologien, vergessenen Schriften des Barock oder dem Pentamerone des Giambattista Basile (1674). Ihre rühmenswerte Leistung besteht darin, diesen Vorlagen einen eigenen Ton, eine einheitliche Gestalt gegeben zu haben, sie haben die Märchensprache, die uns wie eine natürliche vorkommt, konstruiert."

http://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=M%C3%A4rchen+der+Gebr%C3%BCder+Grimm+&btnG=#hl=de&tbo=d&tbm=bks&sclient=psy-ab&q=M%C3%A4rchen+Gebr%C3%BCder+Grimm&oq=M%C3%A4rchen+Gebr%C3%BCder+Grimm&gs_l=serp.3...6460.6460.0.7195.1.1.0.0.0.0.110.110.0j1.1.0...0.0...1c.1.2.serp.UNIemTljUls&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&bvm=bv.41867550,d.bGE&fp=d0ee7a53eac6d9e2&biw=1093&bih=906

http://books.google.de/books?id=_7XwWW7GmXsC&printsec=frontcover&dq=M%C3%A4rchen+Gebr%C3%BCder+Grimm&hl=de&sa=X&ei=gS0OUajpNoOo4ASgooC4CQ&ved=0CGQQ6AEwBw

http://books.google.de/books?id=jeHiAAAAMAAJ&q=M%C3%A4rchen+Gebr%C3%BCder+Grimm+siegfried+wagner&dq=M%C3%A4rchen+Gebr%C3%BCder+Grimm+siegfried+wagner&hl=de&sa=X&ei=ki4OUcuNFM2k4ASYmoGQDw&ved=0CEkQ6AEwAg

[36] Zu Siegfried Wagner gibt es wenig schriftliches Material, aber einige interessante Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=a4FuBoPmerI

http://www.youtube.com/watch?v=eFQcs4f0dmY

http://www.youtube.com/watch?v=-SsULYf9VDc

http://www.youtube.com/watch?v=_Yc_rF7fmJk

http://www.youtube.com/watch?v=9DRvh16TdT0

http://www.youtube.com/watch?v=-4L-J1H0Yd4

http://www.youtube.com/watch?v=Sm_UpGj_86k

http://www.youtube.com/watch?v=hl1sfXPZUQE

http://www.youtube.com/watch?v=-8Z2tD1mmd0

[37] http://www.noologie.de/gbruno.htm

http://www.noologie.de/noo04.htm#Heading230

[38] http://en.wikipedia.org/wiki/The_Lord_of_the_Rings

[39] Von Caroline Ring. https://www.welt.de/autor/caroline-ring/

[40] http://www.theoi.com/Daimon/Deimos.html

[41] http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324200

http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324185

http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324190

http://www.noologie.de/diamant.htm#_Toc349324199

[42] Siehe dazu das Epos von Werner Herzog, mit Klaus Kinski: Fitzcarraldo, einem Kautschuk-Baron,

der ein Dampfschiff über eine Amazonas-Wasserschwelle, mit Hilfe von Verdi und vielen Indigenos befördert.

Heute geht so etwas überhaupt nicht mehr. Wegen der politically correctness.

https://www.youtube.com/watch?v=AyM-tBj0ZUw&t=8689s

https://en.wikipedia.org/wiki/Fitzcarraldo

[43] Diese psycho-emotionale Gegebenheit der Menschen-Massen geht auf die Antike zurück. Die Griechischen Tragödien (Trag-Oidia = der Bocksgesang). Sowie die Katharsis - Theorie des Aristoteles. Der Sündenbock der alten Israeliten war die jüdische Version davon.

[44] Die Dichter sind professionelle Lügner. Eco 2000, 72

[45] Hier kommt auch noch Palladio und Vitruvius dazu.

Die Akustik ist das ziemlich geheimnisvolle Wissen, wie man ohne Elektro-Verstärkung,

so ca. 10.000 Leute in seinen Theatern in seinen Bann ziehen kann.

Das konnten die Alten Griechen in ihren Amphi-Theatern von Vitruvius

schon sehr gut. Der Herr Joseph Goebbels (1933-1945) kannte das nur noch ungefähr,

aber er hatte dafür diverse HiFi-Hi-Tech-Lautsprecher-Anlagen, von Siemens & Co.,

der damaligen neuesten und besten Technologie.

Bei Safranski, S. 139: "... ihre Renaissance aber nur um den Preis des Selbstbetrugs bewirken kann."

[46] (LOCAL) file:///c:/_0g/gutbg/gutbg.spiegel/autoren/wagner.htm

Nietzsche hat mit dem Zarathustra ja auch ein jenseits-rationales Werk in die Welt gesetzt.

Allerdings, müssen wir feststellen, dass Nietzsche dafür auch einen sehr hohen Preis bezahlen musste:

Denn er wurde wahnsinnig: "Sein Verstand hat sich selbst an der Garderobe abgegeben".

[47] Richard Wagner:

http://www.google.de/#hl=de&q=gutenberg+wagner&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=&fp=95d8f914f306e11a

http://www.google.de/#hl=de&q=gutenberg+Richard+wagner&aq=f&aqi=&aql=&oq=gutenberg+Richard+wagner&gs_rfai=&fp=95d8f914f306e11a

http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&autorid=617

http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1951&kapitel=1#gb_found

http://www.gutenberg.org/ebooks/10177

http://www.gutenberg.org/ebooks/5197

[48] Den Ring des Nibelungen gibt es übrigens ganz ohne Musik auch als Hörbuch.

Dies ist sehr zu empfehlen, wenn man einmal wirklich mitbekommen will, was da so alles abgeht.

https://www.welt.de/kultur/article4231255/Warum-die-Nibelungen-immer-noch-erfolgreich-sind.html

https://www.youtube.com/results?search_query=fritz+lang+nibelungen

[49] http://www.noologie.de/rheing11.htm

http://www.noologie.de/walk11.htm

http://www.noologie.de/siegf11.htm

http://www.noologie.de/goett01.htm

[50] Bei Goethe, Faust, taucht sie natürlich auch auf: Die Unter-Welt der Mütter, der Matrix, der Hystera.

Sie hat unendlich viele Namen in den Archaischen Götterwelten: Als die Pachamama der Inkas

und die Maya und Kali der Hindus.

[51] https://www.youtube.com/watch?v=MCA2VmDVzEo

http://www.bernhard-schaub.com/wp-content/uploads/2015/09/Hesiod-Theogonie.pdf

http://conny-lopez.de/content/subpages/geschi_arbeiten/hesiod.pdf

https://www.gottwein.de/Grie/hes/ergde.php

[52] Aus dem Hymnos des Hesiodos:

Audae Thespin: Das Lied von den An-Fängen, den Ur-Sprüngen, und den Auf-Gängen:

ex archaes, hoti proton genet auton, eirousai ta t' eonta ta t' essomena pro t' eonta

verkündend, was ist, was sein wird, und was vorher war.

Und höre auch den Widerhall, das Lied von den Ab-Schieden und Unter-Gängen, vom Ragnarök,

dem Wal-Hall, und der Kata-Strophae, des Ragnarök!

Und dies ist die ultimate Prophesie des Orakels der Matrix:

Das Im-Perium, das heute die Menschheit in seinen Bann geschlagen hat, führt in seiner logischen Konsequenz dazu, dass der Planet Erde innerhalb der nächsten ca. 50 Jahre in genau die radioaktive Wüste verwandelt wird, die das Ausgangs-Szenario des Matrix-Films ist.

In der modernen Mythologie der Matrix (Gebr. Wachowski) ist es der Architekt der Matrix, der das apollinische Prinzip verkörpert. Seine Gegenspielerin (Ant-Agon / Ant-Agentia) ist das Orakel (Gnothi se Auton), aber im Kontrast zum Apollinischen Delphi ist es ein dionysisches Orakel. Sie ist die Mnaemosynae des Hesiodos, aus dem Reich der Mütter bei Goethes Faust. Matrix bedeutet Hylae (Aristoteles), Materia, A-Peiron (Anaximandros), Chaos (Hesiodos), eine unausgeglichene Gleichung (Matrix, der Architekt).

[53] Diese Parallelität der Götterwelten ist nach Hertha v. Dechend Ausdruck einer gemeinsamen Archäo-Astronomie

das archaischen Menschheit.

[54] https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wissenstransfer/dateien/w3_die_esche_als_weltenbaum.pdf

[55] http://www.noologie.de/siegf11.htm#_Toc280039831

[56] Siehe dazu die Diskussion von Marius Schneider, zu dem Atem. Joscelyn Godwin (S.40)

[57] https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=GQACTITrsOo - t=824s

(8:24)

[58] Dies ist genauso bei Hesiodos, der Theogonie, und in der Illias des Homer's zu finden.

Audae Thespin: Das Lied von den An-Fängen, den Ur-Sprüngen, und den Auf-Gängen:

ex archaes, hoti proton genet auton, eirousai ta t' eonta ta t' essomena pro t' eonta

verkündend, was ist, was sein wird, und was vorher war.

[59] https://www.youtube.com/watch?v=3_6ho5ACVjY

http://www.youtube.com/watch?v=YP1jOHQDLq8

[60] Und hier gibt es noch viel mehr Material dazu:

Design und Zeit:

http://www.noologie.de/desn06.htm

Goethes Faust: der Archae-Typ des Designs in Spannungsfeldern:

http://www.noologie.de/desn08.htm

Morphology, Structures, the Cultural Pattern:

http://www.noologie.de/desn17.htm#Index723

Goethe's Faust, Adolf Bastian, Memetics:

http://www.noologie.de/desn27.htm#Index1891

Goethe, Morphology, and Metamorphosis:

http://www.noologie.de/reso01.htm

http://www.noologie.de/reso01.htm#Heading25

http://www.noologie.de/noo02.htm#Heading69

Syn-bolik, Dia-bolik und Entropie:

http://www.noologie.de/noo202.htm#Index1677

Time, Anticipation, and Pattern Processors:

http://www.noologie.de/symbol08.htm

Das Spannungsfeld, das die Welt im Innersten zusammenhält:

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading173

Die Entwicklung eines Weltendramas von Spannungsfeldern der primordialen Elemente:

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading178

Die Botschaft von Mae-Phaisto-Philaes:

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading185

 

[61] http://www.noologie.de/noo01.htm#Heading10

[62] Götterdämmerung, Akt I.

[63] https://de.wikipedia.org/wiki/Moiren

https://en.wikipedia.org/wiki/Moirai

[64] https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wissenstransfer/dateien/w3_die_esche_als_weltenbaum.pdf

[65] https://en.wikipedia.org/wiki/Moirai

[66] Über die Monas, die Zahl und die Figur als Elemente einer sehr geheimen Physik, Mathematik und Metaphysik, Meiner, Hamburg (1991)

[67] http://simple.wikipedia.org/wiki/Moirae

[68] https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Toteninsel

Es ist ebenso kein Zufall, dass in dem damaligen Sci-Fi-Film "Dune" die Frauen

der Bene Gesserit genauso aussehen.

[69] Vom Norden werfe ich es Dir nach. Die Bedeutung ist verbunden, mit der Präzession der Equinoktien,

und wo der Nord-Stern plötzlich woanders steht, als es wie es gewohnt ist.

So meint es wenigstens Hertha v. Dechend. Das Schicksal wird vom Norden her neu geknüpft.

[70] https://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill.htm

[71] https://de.wikipedia.org/wiki/Zyklus_der_Präzession

https://en.wikipedia.org/wiki/Axial_precession

https://en.wikipedia.org/wiki/Precession

[72] http://www.noologie.de/ag-dis.pdf (165-166)

http://www.noologie.de/desn20.htm#Heading98

http://www.noologie.de/desn.htm

[73] https://en.wikipedia.org/wiki/Myth_of_Er#The_Spindle_of_Necessity

[74] http://www.noologie.de/cunni06.htm

Platon makes note of the highly mythological connection of the spindle of necessity in his Republic, as related by Marius Schneider: 
Diese Art von Poesie bildet in der alten Welt die mythologische Einkleidung eines durchaus ernst zu nehmenden philosophischen Hintergrundes. So leugnet er das Klingen der Sphären rundweg ab, obgleich Platon klar und deutlich schreibt: "Auf jedem Kreise (= Sphäre, die sich um die Spindel der Notwendigkeit zieht) saß eine Sirene, die sich mit ihm drehte und ihren Eigenton hören ließ, derart, daß alle 8 Stimmen einen großen Zusammenklang bildeten" Ferner heißt es, daß drei andere Frauen, jede auf einem Thron, in gleichen Abständen auf einem besonderen Kreis saßen. Es waren die Töchter der Notwendigkeit, Lachesis, Klotho und Atropos, die zusammen mit den Sirenen die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sangen. Klotho (Gegenwart) bewegte zeitweise mit der rechten Hand den Außenkreis, Atropos (Zukunft) ergriff mit der Linken <30> die inneren Kreise, und Lachesis (Vergangenheit) packte mit beiden Händen abwechselnd bald die inneren, bald die äußeren Kreise an.

[75] https://en.wikipedia.org/wiki/Myth_of_Er#/media/File:Plato_Republic_manuscript.jpg

[76] http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/diss/2003/fu-berlin/2002/95/

https://de.wikipedia.org/wiki/Homerisches_Gel%C3%A4chter

http://www.theosociety.org/pasadena/forum/f24n08p353_the-laughter-of-the-gods.htm

https://www.gotquestions.org/God-humor.html

http://www.nhinet.org/bell20-1.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Inhalt_der_Ilias

Etwas übertrieben formuliert könnte man sagen, daß die Geschichte der westlichen

Philosophie mit einem Witz beginnt. ...

[77] Hier kommt sie also wieder: Die Tropae des Kampfes der nächsten Götter-Generation gegen ihre eigenen Götter-Vor-Väter. Das ist die Trope von Chronos gegen Ouranos, und des Zeus gegen seinen Vater Chronos.

Das war alles nicht so sehr zivilisiert, sondern mit Viel Gewalt verbunden. Der Herr Siegmund Freud konnte sich das

nur ganz, ganz zivilisiert vorstellen. Immerhin wusste er schon etwas von der Kastration, durch die a-diamazo, die adamantene Sichel.

https://en.wikipedia.org/wiki/Adamant

Die war, ganz genau, die Ekliptik, bei: 23.4°, also eine ziemlich vollkommene Sichel.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ecliptic

... Which is known as the obliquity of the ecliptic. In früheren Epochen war sie wohl ganz genau bei 23°.

Diese kosmologischen Spielereien sind halt nur Finger-Übungen, von kosmogonischen

Gesamt-Gefügen, von den heute niemande etwa nur noch Ur-Ahnen kann.

Mehr möchte ich jetzt nicht dazu verrraten. Das alles kommt in der nächsten Episode der

unendlichen Geschichte des Game of Thrones, der Noologie.

Stay tuned, you will get it all, only if you survive long enough.

But not before I have Be-(Gott)en it right.

Dazu gab es auch noch die Titano-Machae(a). Jeder kämpfte mit Jedem, um darüber Die Götter-Hoheit

zu erlangen. 

[78] Also genau, das ist die Titaino-Machie, nämlich der Kampf über die Herrschaft der Götter-Gefilde.

[79] Es ist immer der Weltenbaum Yggdrasil. Mythologisch ist es egal, ob es eine Esche ist, oder eine Linde,

oder ein Baobab. In der Artus-Saga, ist es ein Fels.

Macht auch nix. Wissen ist Macht. Nix wissen macht auch nix. Aber das ist alles ziemlich dasselbe.

Es kann eben kein normaler Mensch ein darin eingekeiltes Schwert da heraus-ziehen.

[80] Allso: Dies ist kein Schreib-Feeler (Der Sezzer der damaligen TAZ), sondern wenn ich das: So schreibe,

dann meine ich das als Kurzform für: "Also sprach Zarathustra" (Ohh-Ton Friedrich Nietzsche)."

Du solltest es mir wirklich, dann, dran Glauben. Wenn nicht, dann bist Du ganz genauso, Daran Dran.

Ich würde mir nicht einbilden, dass ich soviel Witz habe, wie diese, dem Asbestos, des Gelas, des Lachen's der Götter.

Ein Witz ist nur genauso gut, wie dann das Lachen oder das Er-Sterben erfolgt.

[81] Der arme Siegfried, der war halt eben nur ein Waisen-Kind. Von seiner Mutter Sieglinde, und seinem Vater Siegismund, völlig Verlassen.

[82] Allso: Dies ist kein Schreib-Feeler (ala TAZ), sondern wenn ich das so schreibe, dann meine ich das als Kurzform für: "Also sprach Zarathustra" (Nietzsche).

[83] http://www.focus.de/wissen/mensch/religion/islam/titel-ein-glaube-zum-fuerchten_id_4253558.html

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article157190903/Fuerchtet-die-Religion.html

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/11/27/religionswissenschaftler-christen-fuerchtet-euch-nicht/

[84] http://en.wikipedia.org/wiki/Binary_star

http://www.universetoday.com/24203/what-is-a-binary-star/

http://news.nationalgeographic.com/news/2012/08/120829-new-planets-twin-stars-space-science-nasa/

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33767/1.html

[85] http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-96654037.html

[86] http://www.noologie.de/spengler.htm

[87] http://gutenberg.spiegel.de/buch/fragmente-1875-1879-band-2-3265/28

[88] http://www.friedrichnietzsche.de/index.php?REM_sessid=%20&action=21&nkat=Zarathustra&nextspur=41

[89] Übrigens gab es in der Geistes-Geschichte mehrere solcher antagonistischer Zwillings-Paare:

Schopenhauer und Hegel

Voltaire (Candide) und Leibniz

Leibniz und Newton

Goethe und Newton (Farben-Theorie)

[90] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612703.html

[91] Aber eigentlich ist das auch schon wieder "same procedure as everry year", und das dauert jetzt schon etwa 5000 Jahre an. Das ist in meiner Diktion das Im-Perium oder das Kali Yuga. Siehe weiter unten.

Über den Eschatologischen Krieg

https://en.wikipedia.org/wiki/Dinner_for_One

James: The same procedure as last year, Miss Sophie?

Miss Sophie: The same procedure as everry year, James!

[92]

http://www.amazon.de/Richard-Wagner-antisemitisch-K%C3%BCnstler-Musik-Konzepte/dp/3921402670/ref=sr_1_7?

http://www.faqs.org/faqs/music/wagner/general-faq/section-20.html

============================================================

These two books refer to earlier articles by Hartmut Zelinsky which ignited a heated controversy in Germany. Zelinsky interpreted RW as a proto-Nazi, and attempted to demonstrate that racial and anti-Semitic schemes lay beneath the surface of RW's music-dramas. Hartmut Zelinsky's published writings include:

In 'Musik-Konzepte 5: Richard Wagner: wie antisemitisch darf ein Künstler sein?', ed. H-K. Metger and R. Riehn. Article entitled: 'Die Feuerkur des Richard Wagner oder die neue Religion der Erlösung durch Vernichtung', Munich 1978.

'Richard Wagner: ein deutsches Thema: Eine Dokumentation zur Wirkungsgeschichte Richard Wagners 1876-1976', Frankfurt am Main 1976, Vienna 1983.

In 'Parsifal: Texte, Materialen, Kommentare', ed. A. Csampai and D. Holland. Articles entitled: 'Richard Wagners letzte Karte', 'Der verschwiegene Gehalt des Parsifal'. Hamburg 1984.

============================================================

[93] Im Sinne von der Thymos-Theorie des Sloterdijks.

[94] http://www.archive.org/stream/diesagengeschic00goltgoog/diesagengeschic00goltgoog_djvu.txt

[95] http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmogonie

http://www.noologie.de/shunya01.htm#Heading38

[96] Die sagengeschichtlichen Grundlagen der Ringdichtung Richard Wagners, 1902

http://www.google.de/search?as_q=Die+sagengeschichtlichen+Grundlagen+der+Ringdichtung+Richard+Wagners&hl=de&num=100&btnG=Google-Suche&as_epq=&as_oq=&as_eq=&lr=&cr=&as_ft=i&as_filetype=&as_qdr=all&as_occt=any&as_dt=i&as_sitesearch=&as_rights=&safe=images

http://www.archive.org/stream/diesagengeschic00goltgoog/diesagengeschic00goltgoog_djvu.txt

Die Weltanschauung Richard Wagners, 1898.

Ein Wagner-lexicon: Wörterbuch der Unhöflichkeit enthaltend grobe, höhnende ... , 1877

Ein Wagnerbrevier [microform] : Kommentar zum Ring des Nibelungen

Gesammelte Schrifen und Dichtungen von Richard Wagner, 1872.

Theogonie Hesiodos site:http://www.noologie.de 

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=Theogonie+Hesiodos+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.noologie.de&btnG=Google-Suche&aq=f&aqi=&aql=&oq=Theogonie+Hesiodos+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.noologie.de&gs_rfai=&fp=cf934a1b8d696aba

Theogonie Hesiod site:http://www.noologie.de

http://www.google.de/#hl=de&q=Theogonie+Hesiod+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.noologie.de&aq=f&aqi=&aql=&oq=Theogonie+Hesiod+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.noologie.de&gs_rfai=&fp=cf934a1b8d696aba

https://www.peter-hug.ch/lexikon/hesiodos

http://www.peter-hug.ch/lexikon/06_0816?q=Theogonie#I0140

http://books.google.de/books?id=ue3GMeY24m4C&pg=PA307&lpg=PA307&dq=hesiodos+kosmogony&source=bl&ots=8S_4LkR7vq&sig=rJo26e-EDAWHPKvLOPJi8jCY-00&hl=de&ei=bHkETa6XEIrsObGR7KsB&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CCsQ6AEwAg#v=onepage&q=hesiodos%20kosmogony&f=false

[97] http://www.zeno.org/Philosophie/M/Schopenhauer,+Arthur/Die+Welt+als+Wille+und+Vorstellung/Zweiter+Band/Erg%C3%A4nzungen+zum+vierten+Buch/44.+Metaphysik+der+Geschlechtsliebe

[98] Siehe: http://www.noologie.de/rheing11.htm

[99] Siehe die Burg der Brunhilde. Nahe dem Nordpol, und von einem Ring aus Flammen umgeben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plasmawellen-lassen-polarlicht-blinken-a-1193637.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Solar_storm

https://en.wikipedia.org/wiki/Space_weather

https://en.wikipedia.org/wiki/Sunspot

https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_ray

[100] http://www.bibliotecapleyades.is/ciencia3/ciencia_sol85.htm

[101] A.D. heisst: Advocatus Diaboli.

[102] Was die sog. Zukunftsforscher produzieren, ist absoluter Humbug. Es gibt keine wissenschaftliche Zukunftsforschung, sondern nur Trendforschung. Aber Trends kehren sich nach einem nonlinear-dynamischen Muster (auch als Chaos-Theorie bekannt) immer wieder in ihr Gegenteil um (die Kata-Strophae). Deshalb gibt es für die Schau der Zukunft nur Vison und Prophesie.

[103]  http://en.wikipedia.org/wiki/Huginn_and_Muninn

http://www.google.de/search?q=Hugin+and+Munin&tbo=u&tbm=isch&source=univ&sa=X&ei=JUIdUYD6E4qbtQbxxoGwDQ&ved=0CEYQsAQ&biw=1282&bih=862

http://www.asawiki.de/index.php?title=Hugin_und_Munin

http://norse-mythology.org/gods-and-creatures/others/hugin-and-munin/

[104] https://en.wikipedia.org/wiki/2004_Indian_Ocean_earthquake_and_tsunami

[105] Es sind hier nicht die Ringe des Zusammen-Zwingens. Sondern es ist das sich

Zusammen-Über- Sich-der Welt-Erheben. Im Sinne von Nietzsche's Zarathustra.

[106] http://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill.htm

[107] Mnemosyne:

https://www.britannica.com/topic/Mnemosyne

https://en.wikipedia.org/wiki/Mnemosyne

Roman equivalent Moneta.

Mnemosyne (/n?'m?z?ni, n?'m?s?ni/; Greek: ???µ?s???, pronounced [mn??mosý?n??]), which is from the same source as the word mnemonic,[1] was the personification of memory in Greek mythology.

[108] https://aeon.co/essays/the-anger-that-fuels-homers-hero-is-both-honourable-and-divine

[109] trovato site:http://www.noologie.de

http://www.google.de/search?num=100&hl=de&lr=&as_qdr=all&q=trovato+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.noologie.de&btnG=Suche&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=

[110] https://en.wikipedia.org/wiki/Brynhildr

https://www.google.com/search?q=brunhilde+castle+ring+of+fire&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjzie-WpO7XAhWGyaQKHfEmDVYQsAQIKg&biw=1779&bih=919

https://vovatia.wordpress.com/2012/06/16/dont-sleep-in-the-ring-of-fire/

[111] Siehe auch: Peter Sloterdijk "Zorn und Zeit" (Z&Z). p. 81-84. Zu Maedea, und die Furien des Orestes,

82: Die Stunde der Frauen auf der Rachebühne

84: Phoolan Devi, eine wiedergeborene Durga Kali aus Indien.

Z&Z. p. 341-350

Da könnte ich so nebenbei, etwas zur Rache-Situation der Frauen in der islamischen Welt sagen:

http://www.noologie.de/noo04.htm#fn750

http://www.noologie.de/noo04.htm#fn751

http://www.noologie.de/noo04.htm#fn752

Aber: same procedure as everry yuga:

https://en.wikipedia.org/wiki/Dinner_for_One

James: The same procedure as last year, Miss Sophie?

Miss Sophie: The same procedure as everry year, James!

Dies ist genau der Grund, warum für uns alle Chinesen irgendwie ähnlich aussehen. Denn es waren ca. 4000 Jahre Genetical Fitness, die das zustande gebracht haben. Geschichtlich kann man ungefähr die Hälfte aller heute lebenden Chinesen, genetisch auf die Nachkommenschaft von einem Ur-Ober-Erz-Vater so ca. im Jahr 400 zurück-verfolgen, der hatte so ca. 200 Frauen, und mit denen so ca. 500 Kinder.

A(h/t)men.

Wer mehr darüber wissen will, sollte das "Red Queen" Buch lesen. Matt Ridley oder so.

http://www.amazon.de/Eros-Evolution-Die-Naturgeschichte-Sexualit%C3%A4t/dp/3426773155

[112] Aber sie kümmern sich überhaupt nicht um seine Mutter. Das war das tragische Thema der nächsten Episode.

Warum haben sie nicht auch seine Mutter aus der Sklaverei befreit? Soviel kostete diese Sklavin sicher nicht. Denn dann wäre alles gut gewesen. In Butter allso, oder: Ente gut, es ist alles gut, nach Wilhelm Busch. Die Mutter hatte übrigens, ihren Sohn, den Anakin Skywalker ohne irgend einen Vater empfangen. Wie das gewesen sein soll, das kann sich keiner erklären. Ausser eben die Christen, mit ihren unbefleckt empfangenen Christos.

Die Story passt einfach in keiner Weise zusammen. Credo quia absurdum, so sagte es schon der Hl. Chrl. Tertullianus. Wir glauben dran, mit ihm, und im Sinne von Dran-Glauben.

[113] Geonosis und Genesis sind auch nur verschiedene Wort-Formen.

[114] Spiess heisst hier: Die Lanze des Wodan / Odin.

[115] Siehe auch: Krta, Treta, Dvapara, and Kali Yuga.

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading172

A Day in the Life of a Brahma

Man beachte auch die verblüffende Ähnlichkeit der Szenen, als die frohe Fest-Gemeinde dann zum Happy End miteinander feiert, mit den wohlbekannten Schluss-Szenen aus den Asterix Comics. (Der hat auch etwas mit den Sternen zu tun: Per aspera ad astra) und allen folgenden Büchern und –Filmen: Die spinnen wohl, die Hollywood-Amerikaner!

[116] https://en.wikipedia.org/wiki/Dinner_for_One

James: The same procedure as last year, Miss Sophie?

Miss Sophie: The same procedure as everry year, James!

[117] http://www.noologie.de/diamant.htm

[118] Und nun eben, auch die Idee von Joseph Campbell.

[119] Also, das schwülstige Gesamt-Kunstwerk Wagners, für das er extra seine Bayreuther Festhalle der Kunst-Religian von dem Kini Lui II bezahlen lassen, und erbauen hatte.

https://www.youtube.com/watch?v=Jm2KlLzmPyY

[120] https://en.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen

[121] http://www.noologie.de/walk11.htm

[122] Noch einmal zur Erinnerung: Kant hatte gesagt, dass die bürgerliche Instanz der Ehe dafür ist,

für den gegenseitigen Gebrauch der Geschlechtsteile.

[123] Das Rad der Vernichtung, ist leider, halt eben: Das Kreuz mit den Haken daran. Die Swastika.

Zur besseren Veranschaulichung: Es ist eher ein Feuerrad, und die Haken sind Raketen-Motoren.

Und damit war es eines der ur-ältesten heiligen Symbole der asiatischen Menschheit.

[124] https://www.youtube.com/watch?v=BaF8zdfS0q8

Dazu analog, die verwundbare Ferse des Achilles.

[125] Es war egal, ob es eine Linde oder Esche war. Für die Mythologen sind das nur uninteressante Details.

Jede archaische Kultur-Epoche, die hatte ihren eigenen Weltenbaum,.

Deshalb ist der Baobab auch ein genauso guter Weltenbaum wie alle anderen auch.

Eine ganz andere Version davon taucht sogar in dem Film "Avatar" auf.

Der Tropo-Topos des Weltenbaums, ist überall zu finden. U.a. auch bei den alten Maya.

http://www.awarenessmag.com/julaug07/ja07_mayan_world.htm

https://en.wikipedia.org/wiki/Popol_Vuh

https://en.wikipedia.org/wiki/Maya_Hero_Twins

[126] Die Sichel des Kronos, ist bildlich gesprochen, die 23 Grad, also die Neigung der Erd-Achse gegen die Ekliptik.

Wenn wir das Archäo-Astronomisch interpretieren, so muss irgendwann, vor xyz-Millionen Jahren,

die Erd-Achse plötzlich gekippt sein. Und damit der Nordpol, und alle Sterne, die damit verbunden waren.

Dieses Phänomen nennt man auch den Pol-Sprung, und das kommt öfter vor, als wir uns denken wollen.

https://spinningwebbs.com/2014/10/17/uranus/

http://www.khaldea.com/rudhyar/astroarticles/doesuranusruleastrology.php

https://www.pinterest.com/pin/437060338811723902/

[127] https://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill_appendixes.htm#32

In other tales the stars of the Great Bear are "seven wolves" who pursue those horses. Just before the end of the world they will succeed in catching them. Some even fancy that the Great Bear is also tied to the Pole Star. When once all the bonds are broken there will be a great disturbance in the sky [n2 Holmberg, p. 425; cf. Holmberg's Die Religiosen Vorstellungen der altaischen Volker (1938), p. 40.].

[128] https://de.wikipedia.org/wiki/Kronos

http://www.theosociety.org/pasadena/sd/sd2-3-08.htm https://www.google.com/search?q=the+scythe+of+ouranos&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjYxqXz49_XAhXEJZoKHcoCCRwQsAQIOg&biw=1283&bih=778

[129] Und es war der Loki (der Loge), der Feuergott, der Trickster, der das Ganze durcheinander gebracht hat.

[130] Dieser Film in Youtube zeigt das alles. Aber der ist schon wieder aus dem Youtube per copyright

der Wächter der Matrix verschwunden worden. Ich habe ihn aber in meinem Archiv aufbewahrt.

[131] https://en.wikipedia.org/wiki/Carl_Orff

https://www.youtube.com/watch?v=MPjy55Y6hWU

https://www.youtube.com/watch?v=MPjy55Y6hWU&list=RDMPjy55Y6hWU

https://books.google.de/books?id=VPPFkbcS4dwC&pg=PA4&lpg=PA4&dq=dissertation+ethnologie+%22carl+orff%22&source=bl&ots=1m76DT_AQh&sig=X0Msaw3hd-iJuqBDfRMhBvXnJ4k&hl=en&sa=X&ved=0ahUKEwjSi9WHzqPYAhXSFOwKHe7qAI0Q6AEIMTAA#v=onepage&q=dissertation%20ethnologie%20%22carl%20orff%22&f=false

[132] http://www.orff.de/en/works/theatrum-mundi/de-temporum-fine/plot.html

https://www.youtube.com/watch?v=DpvLPmv2FeY

https://www.youtube.com/watch?v=Dlr90NLDp-0

https://www.youtube.com/watch?v=z7rxl5KsPjs&list=PLqNpPtkvtkQsN_sYvkl4AFoWecBireFAa

http://www.beliefnet.com/columnists/astrologicalmusings/2009/07/lucifer-satan-or-venus.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Lucifer

https://www.quora.com/What-is-the-connection-with-Lucifer-and-the-planet-Venus

https://mythology.stackexchange.com/questions/1740/is-it-lucifer-or-venus

[133] https://en.wikipedia.org/wiki/Trionfo_di_Afrodite

[134] http://www.noologie.de/noo2.htm

[135] Siehe: "R. A. Wilson site:http://www.noologie.de"

http://www.noologie.de/noo04.htm#fnB647

http://www.noologie.de/neuro06.htm#fn86

http://www.noologie.de/neuro15.htm#fnB17

http://www.noologie.de/neuro15.htm#fn17

http://www.noologie.de/noo204.htm#fn221

http://aufzurwahrheit.com/archiv/immanentisierung-eschaton-3007.html

http://de.alt.soc.verschwoerung.narkive.com/Nkzk1yB4/immanentisierung-des-eschaton

http://jhaines6.wordpress.com/2012/03/12/immanentizing-the-eschaton-the-gnostic-myth-of-darwinism-and-socio-political-utopianism/

http://en.wikipedia.org/wiki/Immanentize_the_eschaton

[136] Einer von denen hat sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Vermutlich, weil sie den Faktor des Pneuma unbewusst integrieren wollten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wachowski-Geschwister

[137] http://www.noologie.de/noo02.htm#Heading126

http://www.wired.com/underwire/2012/06/prometheus-science-faith-creationism/

[138] https://patriceayme.wordpress.com/2015/09/

Ode To The Moon:

The Moon-Earth system has one global angular momentum: as the Earth’s rotation slows down, due to the friction of the tides, Earth’s angular momentum goes down, so the angular momentum stored by the Moon has to go up. That’s mostly stored in the product of the distance of the Moon, times its mass, times its speed. The only of these three factors which can go up is the distance of the Moon: so the Moon, which used to be very close to Earth, is now roughly at one light second.

NASA confirmed today what we already knew: there is briny water flowing on Mars. It’s liquid at minus twenty degrees Celsius (being full of anti-freeze). It’s exact origin is still unknown: deliquescence, melting permafrost, watery reservoirs? It has long been known there is plenty of water on Mars. It’s just frozen in the ground, and at the poles. During super summer, the poles probably disappear, and there is much more water and warmth on the planet. It’s not excluded that life blossoms then. Super seasons would have been be a killer for Earth’s advanced life, periodically over-heating or freezing the ocean. Where from this orbiting celestial miracle? The Moon is made of Earth. Science does not explain that yet. The main theory’s base state claims that the Moon is collision debris: Earth would have collided with a third body, Mars size, and the orbiting debris would have gathered into the Moon. I even have my own theory, both outlandish and Politically Incorrect: a succession of nuclear-assisted explosions would have lifted material at the Roche limit, where it would have gathered, forming the Moon. Angular momentum would have done the rest. Pro my theory: we have a massive, life-giving nuclear fission reactor below our feet. It rotates an iron ocean which in turn generates a life saving magnetic shield. It also generate plate tectonic and mantle subduction, which burrows all nefarious fossil fuels, and excess CO2. (That worked well until the oil devils took over!) Could we have life on Earth without our large Moon? This is not clear. Not at all. Having a stable rotation axis is primordial. One of our Solar System gas giant’s rotation axis is nearly within the plane of the ecliptic. Something happened to tilt it. Gas giants can be tilted. Yet, the Earth would be hard to tilt, because of the Moon. Patrice Ayme’

[139] http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading172

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading173

http://www.noologie.de/noo03.htm#Heading187